Vorstellung: Mercedes E 63 AMG – Für AMGeber

In rasend schneller Taktung präsentiert Mercedes Derivate der neuen E-Klasse. Zuletzt zeigten die Stuttgarter Anfang März 2009 auf dem Genfer Auto Salon das Coupé.

Nur knapp vier Wochen später folgt nun auf der New York Auto Show der E 63 AMG mit mehr Leistung, weniger Verbrauch und Highend-Sportfahrwerk. Wie schon der Vorgänger, so heißt auch die neue Starkversion der E-Klasse E 63 AMG. Weiterhin steckt unter seiner Motorhaube ein 6,2-Liter-Achtzylinder. Die Leistung wuchs von 514 auf 525 PS, das Drehmoment blieb mit 630 Newtonmeter unverändert. In Kombination mit dem selbst schaltenden 7-Gang-Sportgetriebe bleiben die Fahrleistungen unverändert auf extrem dynamischem Niveau: 4,5 Sekunden soll der Sprint des Hecktrieblers dauern, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 km/h begrenzt.

Mit diversen technischen Kniffen konnte Mercedes den Verbrauch leicht senken. Statt wie bisher mit 12,6 wird die offizielle Verbrauchsangabe nun mit 12,0 Litern angegeben. Hierfür ist unter anderem das überarbeitete Getriebe verantwortlich. Beim 7-Gang-Sportgetriebe ersetzt der bisherige Drehmomentwandler eine nasse Anfahrkupplung, die mit kürzeren Schaltzeiten ohne wandler-typische Verluste beeindrucken soll (siehe auch SL 63 AMG). Außerdem soll eine partielle Ausblendung von einzelnen Zylindern durch die Rücknahme von Zündung und Einspritzung den Schaltvorgang verkürzen.

Alles unter Kontrolle

Für das Getriebe lassen sich per Knopfdruck nunmehr vier Fahrprogramme anwählen. Controlled Efficiency sorgt für mehr Effizienz und Komfort, während bei Sport und Sport+ kürzere Schaltzeiten angesagt sind. Schließlich kann der Fahrer im manuellen Modus den Gangwechsel selber einleiten. Dank schneller Mehrfachrückschaltungen und einer Zwischengasfunktion vermittelt das Getriebe laut Hersteller einen noch agileren Charakter. Die neue Race-Start-Funktion soll zudem maximales Beschleunigungspotenzial bieten.

Das neu abgestimmte Fahrwerk hört auf den Namen AMG Ride Control. Es soll den Spagat aus Sportlichkeit und Komfort noch besser als bisher meistern. Vorne verfügt es über feinfühlige Stahlfederbeine, während hinten Luftfedern für eine automatische Niveauregulierung sorgen. Ein elektronisch geregeltes Dämpfungssystem passt zudem die Dämpferkennung blitzschnell der jeweiligen Fahrsituation an. Zudem kann der Fahrer per Knopfdruck zwischen den fest programmierten Abstimmungen Comfort, Sport und Sport plus wählen.

Auch das ESP bietet drei Stufen, wobei die mittlere bereits leichte Drifts zulässt, aber weiterhin ein hohes Sicherheitsniveau bietet. Könner auf der Rennstrecke werden selbstredend ESP komplett deaktivieren, um dem E-63-Fahrwerk alle Reserven abzuverlangen. Und Reserven bietet der Unterbau reichlich. Mit dem modifizierten Fahrwerkslayout, Hochleistungsbremsen und einer sportlichen Rad-Reifen-Kombination soll das Powerpaket noch schnellere Rundenzeiten als der bereits sehr agile Vorgänger ermöglichen.

Kommt im August

Breitere Kotflügel, Seitenschweller und Heckschürze sorgen zudem für eine kraftvollere Optik. Ein spezielles LED-Tagfahrlicht im Audi-Stil und zwei große Doppelendrohre sind weitere AMG-Insignien. Im Innenraum sorgen Sportsitze, Sportlenkrad, Schaltpaddels für besonderes Flair. Wer seinen E 63 AMG optisch und technisch noch sportlicher rüsten will, dem bietet das reichhaltige Zubehörprogramm viele weitere Möglichkeiten für entsprechend viel Geld.

Die Markteinführung des E 63 AMG ist für August 2009 geplant. Über den Preis gibt es von Mercedes derzeit noch keine Informationen. Doch lag der Vorgänger knapp unter 100.000 Euro und dürfte sich angesichts den stetig fortschreitenden Progression bei Autopreisen diesmal knapp jenseits der 100.000 Euro einpendeln. (mh)

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