Vorstellung: Seat Ibiza 1.6 TDI – Wechseljahre

Seat ist die erste Volkswagen-Konzernmarke, die den langersehnten und dringend benötigten 1.6 TDI mit Common-Rail-Technik bekommt. Im Ibiza ersetzt er den 90 PS starken 1.9 TDI. Euro-5-Norm und ein Verbrauch von 4,2 Liter sind nun Gesetz.

Schon merkwürdig, da waren die Spanier schon die ersten im Konzern, die die neue Polo-Plattform für ihren Ibiza bekamen und nun sind sie auch noch die ersten, die den neuesten Common-Rail-Diesel einsetzen dürfen. Der 1.6 TDI feiert seine Premiere nämlich nicht, wie erwartet, im neuen VW Polo (Erstkontakt kommt am 14. Mai), sondern im Seat Ibiza.

Wechseljahre

Dass der Wechsel auf Common-Rail-Technik eigentlich schon seit Jahren überfällig ist, muss man immer wieder erleben, wenn man aktuelle Modelle mit Pumpe-Düse-Technik fährt. Sie sind laut und erfüllen lediglich die Euro-4-Norm. Mehr ist mit finanziell vertretbarem Aufwand aus den bereits seit Ende der 1980er Jahren produzierten Alt-Dieseln nicht rauszuholen. Dabei können Trinksitten und Leistungsschub noch immer überzeugen. Sei’s drum, die Pumpe-Düse-Zeit ist vorbei.

Im Ibiza gibt es den leisen, partikelgefilterten Euro-5-Selbstzünder in den Ausstattungslinien Reference, Style und Sport. 4,2 Liter Kraftstoff soll er sich auf 100 Kilometern gönnen. Das entspricht einer Reduktion von 0,3 Litern im Vergleich zum alten Motor. Da hätte man aufgrund der technischen Weiterentwicklung und der Hubraumreduzierung mehr erwarten können.

Drehmoment hoch, CO2 runter

Nichts desto trotz kommt er mit einem CO2-Ausstoß von 109 Gramm pro Kilometer gut weg. Genug Dampf sollte außerdem vorhanden sein. So wird der Neue rund 180 km/h schnell und erledigt den Sprint bis 100 Sachen in unter zwölf Sekunden. Das Drehmomentwachstum von 210 auf jetzt 230 Newtonmeter kommt der schaltfaulen und damit sparsamen Fahrweise entgegen. Vor allem, wenn man sich die Drehmomentkurve ansieht, die zwischen 1.500 und 2.500 Touren ein aussichtsreiches Hochplateau bildet.

Den offiziellen Preis nennt Seat noch nicht. Man kann jedoch davon ausgehen, dass er in der Ausstattung Reference als Viertürer für rund 15.800 Euro erhältlich sein wird, der zweitürige SC kostet rund 700 Euro weniger. Damit ist der Ibiza 1.6 TDI zwar lediglich 500 Euro günstiger als der 1.9 TDI mit 105 PS – der vorerst im Programm bleibt – aber dennoch die zweifelsfrei bessere Wahl. Denn lange wird es nicht mehr dauern, dann kommt der 1.6 TDI auch als 110 PS-Variante und ersetzt konzernweit sämtliche 2.0 TDI mit 110 PS. (mb)

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