Vorstellung: VW Caddy Speed – GTI-Motor jetzt im Caddy

Das englische Wort Speed in Verbindung mit Volkswagen kennen einige vielleicht noch aus 2005. Damals legte VW eine auf 200 Exemplare limitierte Kleinserie des Golf Speed auf. Exklusive Merkmale kennzeichneten den maximal 150 PS starken Golf.

Jetzt zeigt VW Nutzfahrzeuge den 200 PS starken Caddy Speed.
2005 bedienten sich die VW-Lehrlinge, die mitverantwortlich für das Golf-Speed-Projekt waren ausschließlich an GTI- und R32-Originalteilen. Diese wurden kombiniert mit zwei sündteuren Lamborghini-Lacken in Knallgelb und Orange. Jetzt, Anno 2008, toben sich fünf neue Lehrlinge plus Ausbilder am Caddy Speed aus. Hier kommen neben vielen Originalteilen auch Tuning- und Fremdzubehör-Produkte zum Einsatz.

Mit freundlicher Unterstützung

So spendierte beispielsweise die Firma IN-Tuning die komplette Front des schnellen Familientransporters. Ein Teil, das übrigens jeder an seinen Caddy montieren kann. Ebenso auffällig sind die großen 19-Zoll-Räder, die von der Audi Quattro GmbH gespendet wurden und normalerweise am Audi A6 zu finden sind. Ein KW-Gewindefahrwerk rückt den Abstand zwischen Fahrzeug und Asphalt ins rechte Licht.

Als Originalteile, jedoch normalerweise nicht am Caddy, zählen die Golf-typischen Außenspiegel, die die großen Transporterrückblicker ersetzen und durchaus auch ab Werk eine schicke Alternative darstellen würden. Ebenso original sind die Xenonscheinwerfer aus dem Touran. Im Caddy Speed wurde jedoch anstelle des silbernen Innenlebens ein anthrazitfarbenes gewählt. Das wirkt einfach sportlicher.

GTI-Motor im Caddy

Unter der Motorhaube kommt ebenfalls Hauseigenes zum Einsatz. Der Motor stammt vom Golf GTI, leistet 200 PS und stemmt 280 Newtonmeter auf die Welle. Gekoppelt ist das Ganze mit dem flinken Sechsgang-DSG, was für schnelle Sprintzeiten sorgt. Angaben zu den Fahrleistungen macht VW indes nicht. Mit unter acht Sekunden sollte der Spurt aber erledigt sein. Als Vmax dürfte der Caddy Speed seinem Namen Ehre machen und knapp über 200 km/h schaffen.

Im Innenraum durften sich die Azubis auch austoben. Der Caddy erhielt die formidablen GTI-Sitze, bezogen mit Leder und Alcantara. Optionen, die VW vielleicht auch in der Serie anbieten sollte. Das Caddy-Seriengestühl gehört nämlich nicht unbedingt zum bequemsten.

Multimediales

In multimedialen Zeiten geht selbstverständlich kein Weg an einem fetten Entertainment-System vorbei. Mit an Bord sind daher ein berührungsempfindlicher Bildschirm inklusive Navi, Radio und DVD-Kompatibilität sowie ein zusätzlicher DVD-Spieler für die Fondsitzgruppe.

Sechs Monate hatte die kleine Truppe Zeit, aus einem gebrauchten VW Caddy Life den exklusiven Speed zu schnitzen. Dass sich ein Sondermodell aus diesem Projektfahrzeug ergibt, darf allerdings bezweifelt werden. Was mit dem Golf als Protagonisten weg geht wie warme Semmel, klappt bei anderen Autos noch lange nicht. (mb)

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