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Alfa Romeo Montreal
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Alfa Romeo Montreal

2+2-Sitzer Coupé mit V8-Power als Oldtimer-Rarität der 70er Jahre

Alfa Romeo wagt sich 1970 in das Segment der Oberklasse-Coupés vor und präsentiert mit dem Montreal einen 2+2-Sitzer mit V8-Motor. Die Sportcoupés entstehen bei Alfa Romeo und Bertone in Italien, wo bis 1977 knapp 4000 Exemplare gefertigt werden. Eine Alternative zu italienischer Sportwagenelite und US-Ponycars für Oldtimerfans und Alfisti, die am Montreal 70er Jahre Edeldesign und originelle Details schätzen. Weiterlesen

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Der Montreal von Alfa Romeo im Preis- und Konkurrenzvergleich

Umgerechnet gut 17.000 Euro mussten Käufer in den 1970er Jahren für einen Montreal Neuwagen bezahlen. In dieser Liga treten gut 50 Jahre nach Ende der Fertigung dann auch die gebrauchten Alfa Romeo Coupés der Baureihe an, die je nach Erhaltungszustand zu Preisen ab etwa 20.000 Euro auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden sind. Konkurrenz bekommt der Montreal von europäischen 70er Jahre Modellen wie den 2+2-Sitzer Coupés Citroën SM, Maserati Ghibli, Ferrari Dino 308 GT4, Lamborghini Jarama oder BMW 2800CS sowie von US-Klassikern der Muscle Car Ära wie den Pontiac GTO, Ford Mustang, Chevrolet Chevelle oder der Corvette.

Das bringt der Montreal von Alfa Romeo an technischen Besonderheiten mit

Mit dem Montreal bringt Alfa Romeo erstmals den zuvor nur in seinen Rennwagen eingesetzten V8-Motor in einem Serienfahrzeug zum Einsatz. Dazu verbauen die Italiener in dem knapp 1,3 Tonnen schweren 2+2-Sitzer Motorsporttechnik wie eine Trockensumpfschmierung und ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Chassis und Fahrwerk teilt sich der Montreal hingegen mit der Guilia GTV der Großserie. Was die Montreal Sportcoupés an Spezifikationen und Fahrleistungen mitbringen, zeigt der folgende Überblick:

  • V8-Frontmotor mit 2,6 Liter Hubraum und Einspritzung.
  • Rund 147 kW (200 PS) maximale Leistungsabgabe.
  • Manuelle Fünfgangschaltung.
  • Rund 220 km/h Spitzengeschwindigkeit.
  • Rund 7,4 Sekunden Spurtzeit von Null auf 100 km/h.

Das zeichnet das Design des Montreal von Alfa Romeo aus

Keilförmig zugespitzte Front, Kühlergrill mit Chromspange, vier große Rundscheinwerfer und ein lang gestrecktes Fließheck mit flach gestellter langer Heckscheibe, mit diesen charakteristischen Merkmalen italienischer Sportwagen der 70er Jahre orientiert sich der Montreal-Designer Gandini an der Optik von Coupés der Edelmarken wie etwa Maserati und Lamborghini. Dazu weist der 2+2-Sitzer von Alfa Romeo jedoch auch einige Besonderheiten auf, um ihn von den Konkurrenten abgrenzen zu können. Auffälligstes Merkmal in dieser Hinsicht sind die Klappgitter oberhalb der Frontscheinwerfer, die den Montreal Coupés ihren besonderen Blick verleihen. Die folgende Übersicht zeigt, was sich die Konstrukteure im Detail haben einfallen lassen, um das Design aufzuwerten:

  • Für die Frontscheinwerfer konzipieren die Designer eine Halbverkleidung mit beweglichen Lamellen, die sich beim Start des Montreal absenken.
  • Für die Luftzufuhr des V8-Aggregats bauen die Entwickler beim Sportcoupé von Alfa Romeo eine Hutze in Dreiecksform im vorderen Bereich der Motorhaube ein.
  • Für eine optimierte Aerodynamik bekommt der Montreal im Laufe des ersten Baujahres einen zusätzlichen Frontspoiler in Schwarz oder in Wagenfarbe.
  • An der C-Säule sehen die Konstrukteure sechs schmale Ausschnitte vor, die an die Lüftungsschlitze von Mittelmotor-Sportwagen erinnern, beim Alfa Romeo Coupé jedoch eine rein optische Funktion haben.

Diese Sonderausstattungen bietet Alfa Romeo für die Montreal Coupés an

Verschiedene offizielle Ausstattungslinien nimmt Alfa Romeo anders als bei den Großserienmodellen für seinen Exoten nicht ins Programm. Doch einige Extras bauen die Italiener auf Wunsch im Montreal ein. Zu den Ausstattungsoptionen gehören u.a.:

  • Metalliclackierungen.
  • Manuelle Klimaanlage.
  • Elektrische Fensterheber.
  • Sitze mit Lederbezügen.

Diese Zielgruppen spricht der Montreal von Alfa Romeo an

Designelemente italienischer Sportwagen der Luxusklasse, Inspirationen von US-Ponycars der 70er Jahre und dazu Eigenheiten wie die vergitterten Frontscheinwerfer, mit dieser Kombination fällt der Montreal in der Klasse der Sportcoupés ebenso auf, wie er im Programm von Alfa Romeo einzigartig dasteht. Als Exot eine Alternative zu Ferrari & Co. für Oldtimerfans und begeisterte Alfisti, die ihre Rarität mit V8-Power zu jährlichen Montreal-Fahrertreffen steuern und sich in europäischen Montreal Clubs austauschen können. Wer den 2+2-Sitzer als Gebrauchtwagen kaufen will, der sollte auf typische 70er Jahre Rostschwachstellen achten und sich die Dokumentation der Fahrzeuggeschichte genau ansehen. Hilfreich für die Einschätzung eines gebrauchten Montreal ist es, wenn durchgeführte Instandsetzungen nachgewiesen sind oder ein offizielles Gutachten über den Zustand des Ausnahmecoupés von Alfa Romeo Auskunft gibt.

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