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Fiat 124 Spider

Fiat 124 Spider

Fiat 124 Spider: Sportwagen-Comeback mit Mazda-Technik

Der Fiat 124 Spider ist ein Sportwagen, der auf dem Mazda MX-5 aufbaut und seit 2016 im Handel steht. Im Gegensatz zu Mazda setzt der Fiat-Roadster allerdings auf Turbomotoren. Der Modellname wiederum ist eine Hommage an den früheren Fiat 124, den die italienische Marke zwischen den 1960ern und 1980ern verkaufte. Unter anderem als Roadster bzw. damals „Spider“. Viel mehr als den Namen hat das heutige Modell mit seinem „Ahn“ aber kaum gemein. Weiterlesen

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Vorstellung: Wie Fiat dank Mazda zu einem Sportwagen kam

Das Licht der automobilen Welt erblickte der Fiat 124 Spider quasi auf der LA Auto Show 2015. Zum Sommer 2016 stand der Roadster ab 23.990 Euro bei den deutschen Händlern. Gebaut wird der vermeintliche Italiener allerdings in Japan, genau gesagt in Hiroshima bei Mazda. Denn die Basis des 124 Spider stellt der Mazda MX-5 vierter Generation (intern ND), der bereits 2014 Premiere feierte. Trotz der gleichen Technik sowie dem Konzept des offenen Roadsters sind Fiat 124 Spider sowie Mazda MX-5 optisch komplett eigenständig.

Aus diesem Grund misst der Fiat 124 Spider auch ganze 14 cm mehr Länge als das japanische „Basismodell“. Das Getriebe stammt ebenfalls vom MX-5, allerdings von dessen dritter Generation (intern NC). Das Interieur ist bis auf die Logos quasi identisch, wobei im Fiat-Modell teilweise etwas wertigere Details verbaut sind. Der größte Unterschied zwischen Fiat 124 Spider und Mazda MX-5 ist jedoch der Motor. Während Mazda frei drehende Sauger mit 1,8 bzw. 2,0 Litern verbaut, ist der italienische Zwilling von einem Turbo mit nur 1,4 Litern Hub angetrieben. Gleich ist einzig das Motorenkonzept mit vier Zylindern in Reihe.

Der Fiat 124 Spider in der Fiat-Familie

Dank der Kooperation mit Mazda kam Fiat jedenfalls recht einfach zu einem neuen Sportwagen. Der Name erinnert an den einstigen Fiat 124, welcher von 1966 bis 1985 eine Untere Mittelklasse stellte. Angeboten wurde der Namensvetter als Limousine, Kombi, Coupé und Spider. Kleines Aber: Der damalige 124 Spider war als Viersitzer ausgelegt. Der heutige Fiat 124 Spider ist hingegen ein echter Roadster, bietet also nur Platz für zwei Passagiere: Fahrer und Beifahrer.

In der Familie des italienischen Herstellers ist der 124 Spider über den Kleinwagen 500, Punto und Panda sowie dem kompakten Tipo einzuordnen. Auch das City-SUV 500X und der Van 500L sind preislich deutlich unter dem Roadster angesiedelt. Gleiches gilt für Qubo und Doblò, die aber auf Familien bzw. das Gewerbe und damit auf eine ganz andere Käuferschicht zielen. Einzig der Fiat Fullback ist mit einem Basispreis von rund 26.500 Euro über dem Sportwagen platziert. Doch auch der Fullback richtet sich als Pickup klar an gewerbliche Käufer.

Der Fiat 124 Spider konkurriert mit dem Mazda MX-5

Konkurrenten finden sich für den Italiener eher wenige. Wobei der erste Konkurrent natürlich das japanische Schwesternmodell ist. Dieses ist mit einem Basispreis von 22.990 Euro sogar 1.000 Euro günstiger als sein Fiat-Ableger. Der Punkt geht also an Mazda. Zweiter Punkt für den Japaner: Der MX-5 ist mittlerweile auch als RF zu kaufen. Das Kürzel steht für Retractable Fastback, womit Mazda seit Ende 2016 ein elektrisch versenkbares Hardtop anbietet. Also quasi ein echtes Dach. Dritter Punkt pro MX-5: Der Asiate steht seit 1989 und damit seit nunmehr drei Jahrzehnten beim Händler. Entsprechend gilt der MX-5 als Ikone, die obendrein das damals eingeschlafene Segment wiederbelebte. Begehrt ist der MX-5 allemal: Im April 2016 meldete Mazda eine Million verkaufte Einheiten. Bei Fiat läuft es weniger rund, denn 2017 wurden in Deutschland gerade einmal 2.400 Modelle erstmals zugelassen. Vom MX-5 hingegen 5.266 Einheiten.

Die Motoren des Fiat 124 Spider

Weitere Konkurrenz findet der Italiener vielleicht noch im Audi TT Roadster oder im Mercedes SLK bzw. seit 2016 SLC. Allerdings zielen Audi und Mercedes auf eine ganz andere Kundschaft. Als Premiummodelle sind SLC und TT Roadster erst ab 36.000 bzw. 38.300 Euro eingepreist, kosten also deutlich mehr als der Fiat 124 Spider. Davon ab leisten SLC und TT Roadster 156 bis 320 respektive 197 bis 306 PS. Von einer Konkurrenz ist also eigentlich nicht zu sprechen.

Der Fiat 124 Spider ist übrigens allein mit dem 1.4 MultiAir Turbo erhältlich. Dieser generiert aus 1,4 Litern Hubraum 140 PS sowie 240 Nm maximales Drehmoment. Zum Vergleich: Der verwandte Mazda MX-5 kommt auf 131 bis 180 PS. In der Liga spielt auch der 124 Spider. Als geschärfte Abarth-Variante liefert der Roadster 170 PS. Das Drehmoment steigt allerdings nur um 10 auf 250 Nm. Dennoch gelingt der Sprint von null auf 100 km/h deutlich schneller. Braucht der reguläre 124 Spider für den Spurt 7,5 Sekunden, reichen dem Abarth 124 Spider 6,8 Sekunden. Schneller ist die Version des hauseigenen Fiat-Tuners ebenfalls: Kommt der 124 Spider auf 215 km/h Spitze, beschleunigt der Abarth 124 Spider bis auf 232 km/h. Der Benziner nach Euro 6 genehmigt sich hierbei jeweils 6,4 Liter Super, was 148 g/km CO2 entspricht. Gepaart ist der Turbo je nach Kundenwunsch mit einer manuellen Schaltung oder Automatik mit jeweils sechs Gängen. Weitere Motoren oder gar einen Diesel bietet Fiat für seinen Roadster nicht an.

Fiat 124 Spider Ausstattung: Zwei Linien und Abarth-Version

Zu kaufen ist der Roadster seit seinem Marktstart in zwei Linien: 124 Spider sowie 124 Spider Lusso. Serie im Basismodell sind:


  • 16-Zöller,
  • Duplex-Auspuffanlage,
  • Stoffverdeck (manuell),
  • Radio mit 3-Zoll-Display, MP3, USB-Anschluss sowie vier Lautsprechern,
  • Lederlenkrad,
  • Lederschaltknauf,
  • Lederhandbremshebel,
  • Geschwindigkeitsregelanlage,
  • elektrische Fensterheber,
  • Klimaanlage (manuell),
  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung,
  • Keyless Startknopf.

Der Fiat 124 Spider Lusso bietet darüber hinaus

  • 17-Zöller,
  • verchromte Endrohre,
  • Nebelscheinwerfer,
  • Ledersitze,
  • Armaturenbrett in Leder,
  • Armaturenbretteinsätze in Schwarz Glanz,
  • Klimaautomatik.

Ein spezielles S-Design-Paket enthält diverse Extras wie 17 Zoll große Corsa-Felgen, spezielle Zierstreifen an der Seite sowie Überrollbügel, A-Säulen und Spiegelkappen in Forgiato Grau. Die ersten 124 Modelle wurden zum Marktstart in einer speziellen Edition samt einer nummerierten Plakette verkauft. Bei dieser waren schwarze Ledersitze und eine Lackierung in Passione Rot Standard. Einen solchen Fiat 124 Spider gebraucht zu kaufen, ist wegen der extrem kleinen Auflage aber schwer.

Die Fiat 124 Spider Europa Edition ist hingegen einfacher zu haben und beinhaltet

  • exklusive Plaketten,
  • Lackierung in Passione Rot,
  • Außenspiegel in Silber,
  • schwarze Ledersitze,
  • DAB-Radio mit Bluetooth, USB- und AUX-Anschluss,
  • Bose-Soundsystem mit neun Lautsprechern,
  • Touchscreen in sieben Zoll,
  • 3D-Navigation,
  • Rückfahrkamera,
  • LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und Leuchtweitenregulierung,
  • Licht- und Regensensor.

Ein weiteres Sondermodell stellt der Fiat 124 Spider America Edition. Inhalt sind

  • spezielle Plaketten,
  • Lackierung in Magnetico Bronze,
  • Außenspiegel in Silber,
  • braune Ledersitze,
  • DAB-Radio mit Bluetooth, WLAN, USB- und AUX-Anschluss,
  • Bose-Soundsystem mit neun Lautsprechern,
  • Touchscreen in sieben Zoll,
  • 3D-Navigation,
  • Rückfahrkamera,
  • Voll-LED-Scheinwerfer mit adaptiven Lichtsystem, automatischer Ausrichtung sowie Regen- und Dämmerungssensoren.

Die Abarth-Version bietet neben dem auf 170 PS getunten Motor einige optische Retuschen wie einen größeren Lufteinlass am Frontstoßfänger oder einen Heckdiffusor. Außerdem 17-Zöller, einen speziellen Hexagonal-Grill, einen Motorstartknopf, ein MP3-Radio oder LED-Scheinwerfer und -Rücklichter. Eingepreist ist der Abarth 124 Spider übrigens ab 33.000 Euro. Parallel steht der Abarth 124 Spider Turismo zur Option, der ab 37.500 Euro zusätzlich ein Bose-Soundsystem, eine Brembo-Bremsanlage, Sportlenkrad und mattschwarze Seitenschweller enthält. Als dritte Version ist seit 2018 der Abarth 124 Spider GT ab 44.780 Euro erhältlich. Dieser enthält als Extra vor allem ein nur 16 kg schweres Hardtop aus Kohlefaser, womit Fiat wohl den Mazda MX-5 RF nachahmt.

Das Fazit zum Fiat 124 Spider

Fiat zielt mit dem Roadster klar auf Fahrer, die für relativ wenig Geld ein sportliches Fahrzeug mit Cabrio-Feeling wünschen. Kleines Manko: Da der Roadster erst 2016 auf den Markt kam, sind preiswerte Fiat 124 Spider Gebrauchtwagen noch relativ rar. Unter 20.000 Euro ist der Fiat 124 Spider gebraucht kaum zu finden.

Fahrzeugbewertungen zu Fiat 124 Spider

1 Bewertungen

4,0

Technische Daten Fiat 124 Spider

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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