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Ford Capri

Ford Capri

Ein Sportcoupé für den Alltag, nicht für die Rennstrecke

Mitte der 1960er Jahre kam in den USA der legendäre Ford Mustang auf den Markt und wurde für viele Autoliebhaber zum Traumauto. Um den Erfolg in Europa zu wiederholen, entwickelte der amerikanische Hersteller ein eigenes Pony Car für den europäischen Markt – mit einer sportlichen Karosserie, einem komfortablen Innenraum, Platz für vier Personen, einer großen Auswahl an Motoren und Ausstattung sowie einem günstigen Verkaufspreis: den Ford Capri. Weiterlesen

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Ein amerikanisches Pony Car für Europa

Als gegen Ende der 1960er Jahre in den USA die große Zeit der Pony Cars begann – der preiswerten Sportcoupés mit den rennschnellen Motoren – wurde der Ford Mustang zu einem der prominentesten Vertreter dieser Fahrzeugklasse. Seinen Erfolg wollten die Strategen von Ford mit einem eigens für den europäischen Markt entwickelten Modell wiederholen. Und das Kalkül ging auf: Das vom deutschen Designer Uwe Bahnsen eher elegant als muskulös gezeichnete Coupé Ford Capri erlebte zwischen 1968 und 1986 zwei Neuauflagen und verkaufte sich annähernd zwei Millionen Mal. Der kommerzielle Erfolg bewog den Hersteller schließlich dazu, den vornehmlich in den deutschen Ford-Werken gebauten Capri in den USA anzubieten. Der Capri wurde nach dem VW Käfer zu einem der meistverkauften Importwagen in den USA. In Europa erreichte Ford mit dem Sportcoupé unterdessen die jüngeren Fahrer als Zielgruppe. Zwar kam der Capri nicht an den Kultstatus vom großen Mustang-Bruder heran, doch gerade bei Tuningfreunden und Rennsportfans hatte das Coupé besonders als Capri RS mit 150 PS einen guten Ruf als Sportmaschine, die sich ohne großen Aufwand modifizieren ließ.

Nur wenige Modelle haben überlebt

Die Produktion des Ford Capri lief bereits 1986 aus, doch ein gebrauchtes Sportcoupé war vor allem bei Führerscheinneulingen in den 1980er und 1990er Jahren sehr beliebt. Durch die nicht gerade sanfte Behandlung und fehlende Pflege landeten viele der knapp zwei Millionen Modelle nach und nach auf dem Schrottplatz. Auch den Hobby-Tunern fielen viele der Fahrzeuge zum Opfer, sodass es heutzutage nur noch wenige gut erhaltene Gebrauchtwagen und unverbastelte Exemplare gibt. Spezifische Ersatzteile wie Auspuffanlage, Spoiler, Spezialsitze und Kotflügelverbreiterungen sind auch nur noch schwer zu bekommen. Ein bisschen Bastelei ist jedoch notwendig, denn während die Technik robust dem Alter widersteht, fallen die Bauteile allmählich der Korrosion zum Opfer.

Vom Ford Colt zum Ford Capri

Ursprünglich hieß der Ford Capri eigentlich Colt, aber diese Bezeichnung hatte sich bereits Mitsubishi gesichert, deshalb musste Ford einen anderen Namen finden. Die Bezeichnung „Capri“ war bis dahin schon mehrfach in der Modellreihe des Ford-Konzerns in Gebrauch, zum Beispiel für den Lincoln Capri aus den frühen 1950er Jahren und für den Ford Consul Capri von 1962 bis 1964. Für den Ford Capri erschienen zwischen 1968 und 1986 zwei Generationen, die aber gern in drei Abschnitte unterteilt werden:

  • Capri ’69 & Capri ’73 (1968–1973)
  • Capri II ’74 & Capri II ’76 (1974–1977)
  • Capri II ’78 (1978–1986)

Capri ’69 & Capri ’73 (1968–1973)

In der ersten Baureihe von 1968 bis 1973 wurde das Sportcoupé von Ford mit sieben unterschiedlichen Motorisierungen auf dem Markt angeboten. Die Motoren stammen dabei teilweise vom deutschen Ford Taunus , das Fahrwerk wurde vom englischen Ford Cortina übernommen. Das Einstiegsmodell ist der Ford Capri 1300 mit einem Vierzylinder-Motor und zahmen 50 PS, dem die Coupés mit 1,5 und 1,7 Litern Hubraum und bis zu 75 PS an die Seite gestellt wurden. Dynamischer motorisiert ist die Sechszylinder-Variante mit 2,0 bis 2,6 Litern Hubraum, die zwischen 85 und 150 PS leistet und das Coupé auf 157 bis 202 km/h Spitzengeschwindigkeit bringt. Das Topmodell Ford Capri RS 2600 kam im Baujahr 1970 mit 150 PS zu den Händlern. Der tiefergelegte und mit Sportsitzen bestückte RS beschleunigt in neun Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 200 km/h. Im Baujahr 1972 ergänzte der Hersteller das Programm mit dem Ford Capri 1600 GT sowie mit dem Capri 3000. Gleichzeitig kam der Capri ’73 mit überarbeiteten Scheinwerfern, Blinkern in den Stoßstangen, größeren Heckleuchten und einem komfortableren Fahrwerk auf den Markt. Mit 233.000 verkauften Exemplaren war das Jahr 1973 das erfolgreichste der ersten Capri-Generation. Insgesamt wurden in Deutschland rund 784.000 Capris produziert, davon blieben 244.000 Stück im Bundesgebiet.

Capri II ’74 & Capri II ’76 (1974–1977)

Mit einer überarbeiteten Frontpartie und großer Heckklappe erschien 1974 die zweite Generation des Sportcoupés von Ford. Da die Verkaufszahlen der ersten Generation allmählich zurückgingen, musste eine umfangreiche Modellpflege her. Dabei wurde zum Beispiel mit einer größeren Glasfläche in der Heckklappe eine bessere Sicht nach hinten ermöglicht. Bei der Überarbeitung blieben viele Bauteile vom Capri ’73 erhalten, zum Beispiel die Schweller, die A-Säule und die Windschutzscheibe. Auch die Maße waren fast identisch, allerdings stieg das Gewicht aufgrund der größeren Glasflächen etwas an. Auch im Innenraum herrschte der Capri ’73 weiterhin vor, allerdings waren die Rücksitze nun umklappbar, was zusammen mit der großen Heckklappe reichlich Ladefläche für ein Sportcoupé zur Verfügung stellt. Der Motorenpalette vom Vorgänger blieb nahezu erhalten, allerdings sollten etwas weichere Federn die weniger sportlichen Fahrer ansprechen. Bis zur Modellpflege 1976 gab es den Capri mit den Ausstattungen L, XL, GT und Ghia, wobei Motorisierung und Ausstattung immer in einem Paket kombiniert wurden. Nach der Überarbeitung hießen die Ausstattungsstufen dann L, GL, S und Ghia. Da der Verkauf des Ford Capri II während der ersten Ölkrise startete, kam der Absatz in Deutschland nur langsam in Gang. Zum Ende der zweiten Generation wurde auch das amerikanische Export-Modell nach 513.500 verkauften Exemplaren eingestellt.

Capri II ’78 (1978–1986)

Eigentlich ist der Capri II ’78 nur eine Modellüberarbeitung, wird aufgrund der umfassenden Änderungen jedoch gern als dritte Generation bezeichnet. Äußerlich bekam der Capri II eine über die runden Doppelscheinwerfer gezogene Motorhaube, einen neuen Kühlergrill sowie umgreifende Stoßstangen. Die Änderungen sorgten für eine bessere Aerodynamik und einen geringeren Spritverbrauch. Die kleinste Motorisierung der neuen Generation stellt der Ford Capri II mit 1,6 Litern Hubraum und 70 PS. Komplettiert wird das Programm durch zwei 2,0-Liter-Versionen mit vier Zylindern und 101 PS sowie sechs Zylindern und 90 PS. Am meisten Leistung liefern die Sechszylinder-Motoren mit 2,3 und 2,8 Litern Hubraum. Das Spitzenmodell ist der Ford Capri 2,8 Turbo mit 188 PS, der in acht Sekunden die Hundertermarke knackt und auf 220 km/h Höchstgeschwindigkeit kommt. Im Jahr 1986 liefen in Deutschland die letzten Coupés der Capri-Baureihe vom Band.

Ein alltagstaugliches Sportcoupé zum entspannten Cruisen

In Sachen Sportlichkeit hat der Ford Capri nicht unbedingt die Stoßstange vorn. Da zieht ein Opel GT mit einem besser abgestimmten Fahrwerk, einer direkteren Lenkung und einer ausbalancierten Gewichtsverteilung schon schnittiger über die Rennstrecke. Auch der VW Scirocco GT ist recht sportlich und fahrsicher unterwegs und mit Frontantrieb, Quermotor und Verbundlenkerachse eine kleine Revolution unter den Sportcoupés. Doch dafür ist der Ford Capri das richtige Fahrzeug zum entspannten Cruisen – mit üppigem Raumangebot, komfortabel eingerichtetem Innenraum, günstigem Preis und einem angenehmen Fahrverhalten. Beim Fahren geht es im Capri trotzdem sportlich zu, aber Familien- und Alltagstauglichkeit spielen hier auch eine große Rolle, was andere Sportcoupés unter Umständen nicht bieten können.

Fazit

Die Entwickler des Ford Capri haben ihr Spagat zwischen Sportwagen und Alltagstauglichkeit geschafft und ein geräumiges, elegantes und ausreichend leistungsstarkes Sportcoupé geschaffen, das vor allem mit der Liebe zum Detail überzeugt. Ein gebrauchter Ford Capri in gutem Zustand und ohne Basteleien ist jedoch selten zu finden, denn beliebt war der Ford Capri aus Deutschland schon seit seiner Markteinführung 1968.

Fahrzeugbewertungen zu Ford Capri

1 Bewertungen

5,0