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Mercedes-Benz S-Klasse

Stärken
  • feinste Materialien & Verarbeitung
  • Luxusausstattung
  • sehr leiser Innenraum mit viel Platz
Schwächen
  • großer Wendekreis
  • hohe Kosten

Alle Mercedes-Benz S-Klasse Generationen

Das zehnte beste Auto der Welt

Im Jahr 2013 machte sich die Baureihe 222 auf, um als zehnte Generation der Mercedes S-Klasse erneut neue Maßstäbe bei Technik und Komfort zu setzen. Zum zehnten Mal brachte damit Mercedes das „beste Auto der Welt“ auf den Markt. Und erneut konnten sie mit vielen Neuerungen für Aufsehen sorgen. Besonders das teilautonome Fahren ist ein zentraler Bestandteil. Da es mittlerweile mit der Baureihe 223 eine Nachfolge-S-Klasse gibt, wird die zehnte Generation auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach und nach immer interessanter. So können bereits EUR 30.000,00 erste Türen in die luxuriöse S-Klasse-Welt der Baureihe 222 öffnen. Gewiss sind das für diesen Preis noch keine absoluten Top-Varianten drin, ein gediegenes Erlebnis ist einem selbst in der Grundvariante dieser Limousine dennoch sicher. Weiterlesen

Technische Daten

150 - 630 PS

Leistung

2.5 - 16.9 l/100 km

Verbrauch (komb.)

57 - 400 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

185 - 300km/h

Höchstgeschwindigkeit

3.5 - 12.9s

von 0 auf 100 km/h

Mercedes-Benz S-Klasse technische Daten

Video - Mercedes-Benz S-Klasse Steckbrief

Was gibt es Neues?

  • Teilautonomes Fahren
  • Curve-Modus
  • Verbesserte Motoren
  • Energizing-Konzept

Innenraum & Karosserie

Für dieses gediegene Erlebnis sorgen unter anderem erneut feinste Materialien und eine standesgemäß hochwertige Verarbeitung im Innenraum. Auf den breiten, horizontalen Screens spielt sich vom Kombiinstrument, über das Navigationssystem, die Ansicht der Rückfahrkamera bis zu unzähligen Einstellungsmöglichkeiten alles ab. Für ein neuartiges Erlebnis soll das Stichwort „Energizing“ sorgen und das wiederum soll die S-Klasse in ein fahrendes Spa verwandeln. Ein gekonntes Zusammenspiel aus Klimaanlage, Beduftung, Musik, Massagefunktionen und der Ambientebeleuchtung mit 64 möglichen Farben soll es den Insassen besonders angenehm machen. Auch die weiterhin fast vollständige, akustische Abschottung von der Außenwelt spielt hier durchaus eine Rolle.

Bei diesem Punkt hilft der erneut gesenkte Cw-Wert von 0,24. Gegenüber der Vorgänger-Baureihe konnte Mercedes diesen Wert also noch einmal um 0,02 senken. Woran das liegt, lässt sich optisch jedoch nur schwer fest machen, immerhin hat sich bei diesem Thema nur wenig verändert. Im Gegensatz zu vergangenen Generationswechseln wie von der Baureihe 140 zur Baureihe 220 gibt es hier keine große Änderung des Stils. So lässt sich der Generationensprung nur an einzelnen Teilen ausmachen. Klassische Veränderungen betreffen hier die Scheinwerfer. Beim W222 fallen hier vor allem drei markante LED-Streifen auf. Sie gibt es nur in der S-Klasse. Die E-Klasse bekommt nur zwei, die C-Klasse gar nur einen derartigen Streifen.

In der vorherigen Mercedes S-Klasse gab es kein offizielles Coupé. Das ist in der Baureihe 222 wieder anders. Hier gilt die Mercedes-Benz Baureihe C217 als offizielles S-Klasse-Coupé.

Motoren & Antrieb

Den Anfang machten drei Motoren. Je ein Benziner, ein Hybrid-Benziner und ein Diesel. Beim Benziner handelte es sich um den S 500, der schon in der Baureihe 221 zum Einsatz kam. Der V8-Motor mit 4,7 Litern Hubraum leistete zum Start 455 PS. Beim ersten Hybrid-Modell der zehnten S-Klasse namens S 400 h sorgten ein V6-Benziner und ein Elektromotor für gemeinsamen Antrieb. Der erste Diesel war ebenfalls ein V6-Motor. Er holte aus seinen 3,0 Litern Hubraum 258 PS. Im Laufe der Jahre erweiterte und veränderte sich die Motorenauswahl immer wieder. Einer der interessantesten Kandidaten war dabei die neue Variante des S 500. Aus dem ursprünglichen V8 mit 4,7 Litern wurde ein Reihenmotor mit sechs Zylindern und je 3,0 Litern Hubraum.

Der anfangs schwächer klingende Motor leistet jedoch 435 PS und bekommt elektrische Unterstützung in Form von weiteren 22 PS. Der Elektromotor unterstützt die S-Klasse beim Anfahren, beim Start-Stopp-System und er kümmert sich um das gefürchtete Turboloch. Noch weiter in diese Richtung geht der S 500 e als erster Plug-in-Hybrid in einer S-Klasse. Deutlich leistungsbetonter waren naturgemäß die V12-Motoren. Sie leisteten als S 600 L und als AMG S 65 L starke 530 PS und noch stärkere 630 PS. Damit lässt sich sogar ein großes Schiff wie die S-Klasse sportlich bewegen.

Wie schon im Vorgängermodell gibt es auch im Mercedes-Benz W222 keine manuelle Schaltung. Dafür je nach Modell verschiedene Automatikvarianten mit sieben oder neun Stufen. Beim Fahrwerk ist die Airmatic-Luftfederung meist Standard. Gegen Aufpreis oder in den höchsten Modellvarianten rund um AMG und Co gibt es jedoch die Magic Body Control. Diese Federung bringt mit dem Curve-Modus ein technisches Highlight mit. Dabei neigt sich die Mercedes S-Klasse in Kurven wie in einer Steilkurve oder wie ein Motorradfahrer und wirkt so den Fliehkräften entgegen.

Ausstattung & Sicherheit

Dieser Curve-Modus fügt sich ideal ein in die lange Reihe an neuen, verbesserten und ohnehin schon vorhandenen Assistenzsystemen. In dieser Mercedes S-Klasse wimmelt es nur so vor Kameras, Radargeräten sowie Infrarot-, Ultraschall- und anderen Sensoren. Das alles ermöglicht viel Unterstützung unter anderem in Form von einem Geisterfahrerwarnsystem. Dabei erkennt das Auto, falls der Fahrer in der falschen Richtung auf die Autobahn auffahren möchte und warnt den Fahrer auf mehreren Warnstufen. Wenn die Richtung wieder stimmt, hilft der mittlerweile aktive Spurhalteassistent gerne beim teilautonomen Fahren. Mit Distronic Plus samt Lenkassistent kann die Baureihe W222 zudem selbstständig einem Stau folgen.

Auch das Pre-Safe-System hat Mercedes weiterentwickelt. So reagiert es nun auch auf Fußgänger und als Pre-Safe-Plus erkennt es einen drohenden Auffahrunfall. Und selbst die Sicherheitsgurte hat Mercedes „neu gedacht“. Mit dem aktiven Gurtschloss, das je nach Bedarf ein- oder ausgefahren wird und dem Beltbag haben sie zwei interessante Neuerungen eingebaut.

Verbrauch & Umwelt

Die Zeiten, in denen ein so großes Auto mit so viel Luxus einen nahezu unstillbaren Durst nach Treibstoff hatte, sind mit der Baureihe W222 einigermaßen vorbei. Natürlich genehmigen sich die größten Motoren rund um V12 und Konsorten immer noch mehr als genug Sprit. Doch gerade die kleineren Varianten und vor allem der Plug-in-Hybrid sind in der aktuellen Zeit angekommen. Letzter verspricht einen Normwert von 2,8 Litern Benzin auf 100 Kilometern. Selbst, wenn dieser Wert im realen Einsatz illusorisch sein wollte, klingt das immer noch sehr vielversprechend. Bei der Abgasnorm entsprechen zudem sämtliche Motorvarianten der Klassifikation Euro 6.

Probleme

Ein so junges und noch dazu so hochwertiges Fahrzeug gibt üblicherweise noch keine allgemeinen Probleme preis. Doch auch in ein paar Jahren ist mit in der Regel mit keinen großartigen Problemen zu rechnen. Am ehesten kann es noch bei den unzähligen, elektronischen Spielereien irgendwann problematisch werden. Wer sich eine so moderne S-Klasse leistet, sollte sich in jedem Fall für ebenso saftige Kosten bei Wartung und möglichen kleinen Reparaturen einstellen.

Fazit

Wer sich für ein Exemplar der Mercedes-Benz Baureihe 222 entscheidet, der hat zwar nicht die allerneueste S-Klasse, er ist jedoch verdammt nah dran. Im zehnten „besten Auto“ der Welt stecken erneut jeder erdenkliche Luxus und Komfort, wenn man denn nur eine ausreichend hohe Modellvariante wählt. Und selbst in der umfangreichen Basisversion ist man schon wunderbar gediegen unterwegs.