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Mercedes-Benz EQS

Stärken
  • Starke Fahrleistungen
  • Große elektrische Reichweite
  • Hochwertiger Innenraum
  • Sehr guter Fahrkomfort
Schwächen
  • Sehr teuer in der Anschaffung
  • Hohes Fahrzeuggewicht

Das elektrische Flaggschiff von Mercedes-Benz

Mit der Vorstellung des Mercedes-Benz EQS läuten die Stuttgarter seit 2021 eine neue Zeitrechnung des Automobilbaus ein. Die elektrische Oberklasselimousine wird in der neugeschaffenen „Factory 56“ in Sindelfingen montiert und soll eine echte Alternative zur bekannten S-Klasse darstellen. Mit Reichweiten von bis zu 780 Kilometer nach WLTP botet der Daimler gleichzeitig das Tesla Model S aus. Der EQS richtet sich damit an Menschen, die ein Elektroauto mit einer großen elektrischen Reichweite auf Verbrenner-Niveau suchen, gleichzeitig aber nicht auf automobilen Luxus verzichten wollen. Die Basis-Version startet zunächst ab 106.374,10 Euro. Weiterlesen

Mercedes EQS 450+ mit Heckantrieb und 780 Kilometer Reichweite

Bereits zum Marktstart Ende 2021 bringt Mercedes zwei verschiedene Varianten des 5,22 Meter langen EQS zu den Händlern. Der Mercedes EQS 450+ (ab 106.374,10 Euro) stellt das vorläufige Einstiegsmodell dar und verfügt über einen Heckmotor mit 245 kW/333 PS. Die elektrische Reichweite soll mit der netto 107,8 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie nach WLTP rund 780 Kilometer betragen. Auch der Mercedes EQS 580 4Matic (ab 135.529,10 Euro) setzt auf die gleiche Batteriegröße, besitzt allerdings einen elektrischen Allradantrieb mit zwei Motoren und eine Systemleistung von 385 kW/524 PS. Eine noch stärkere AMG-Variante des EQS ist bereits angekündigt.

Alle Varianten, Reichweiten und Preise des Mercedes EQS im Überblick:

  • Mercedes EQS 450+ | 245 kW/333 PS | bis zu 780 km Reichweite | ab 106.374,10 Euro*
  • Mercedes EQS 580 4Matic | 385 kW/523 PS | bis zu 676 km Reichweite | ab 135.529,10 Euro*

*Herstellerangaben

Die Reichweite des Mercedes EQS

Der Mercedes EQS besitzt eine netto 107,8 kW große Lithium-Ionen-Batterie, die Daimler nach eigenen Angaben selbst herstellst. Mit Reichweiten bis zu 780 Kilometer, in jedem Fall aber über 650 Kilometer nach WLTP, schiebt sich der EQS damit an die Spitze aktueller Elektro-Limousinen. Mit Verbrauchsangaben laut Hersteller von 19,6 bis 16,2 kWh auf 100 Kilometer ist die Limousine zudem vergleichsweise sparsam unterwegs.

Erste Tests haben gezeigt, dass die Stromverbräuche selbst unter Autobahnbedingungen reproduzierbar sind, was beim EQS 450+ für reale Langstreckenreichweiten von knapp unter 700 Kilometer sprechen würde. Hier kann selbst ein Tesla Model S Plaid nicht mehr mithalten.

Die Ladetechnik des Mercedes-Flaggschiffs

Mercedes verzichtet beim EQS auf starke 800-Volt-Technik – anders als etwa Porsche oder Hyundai. Doch auch ohne diese hohe Systemspannung erzielt der Daimler DC-Ladeleistungen (Gleichstrom) von bis zu 207 kW. Laut Mercedes vergehen an geeigneten Ladepunkten lediglich 30 Minuten, um die Batterie von 10 auf 80 Prozent zu laden.

An AC-Ladesäulen (Wechselstrom) wiederum, kann der Mercedes EQS mit 11 bis 22 kW geladen werden, was auch hier für eine adäquate Stromversorgung – zum Beispiel an der heimischen Wallbox – sorgt. Der CCS-Ladeanschluss des Mercedes EQS befindet sich derweil an der hinteren rechten Fahrzeugseite, wo bei den Verbrenner-Modellen von Mercedes sonst der Einfüllstutzen für die Betankung mit Benzin oder Diesel sitzt.

EQS verzichtet auf eine Wärmepumpe

Beim Mercedes EQS kommt keine Wärmepumpe zum Einsatz. Damit die Limousine während der Winterzeit dennoch sparsam mit seiner gespeicherten Energie umgeht, nutzt der EQS die entstehende Abwärme der Antriebskomponenten, um den Innenraum zu heizen. Erst bei hohen Minusgraden wird für kurze Zeit ein elektrischer Zuheizer aktiviert.

Sportliche Fahrleistungen, hoher Fahrkomfort, Hinterachslenkung im Abo

Bereits der Mercedes EQS 450+ als Basismodell sprintet in nur 6,2 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 210. Das vorläufige Top-Modell, der Mercedes EQS 580 4Matic, schafft den Standardspurt dagegen in 4,3 Sekunden, ist jedoch ebenfalls bei 210 km/h elektronisch abgeregelt. Wenngleich die Leistungsdaten sportive Fahrmomente versprechen, die Kernkompetenz des Mercedes EQS liegt im komfortablen Reisen.

Serienmäßig rüstet Daimler das elektrische Flaggschiff daher mit einer Luftfederung Airmatic aus, die Dämpferregelung erfolgt adaptiv und ermöglicht verschiedene Fahrwerkseinstellungen durch den Fahrer. Ab Werk wird zudem eine Hinterachslenkung angeboten, die nicht nur den Wendekreis verkleinert, sondern auch die Fahrstabilität bei höheren Geschwindigkeiten steigert. Erstmals überhaupt bietet Mercedes die Allradlenkung als hinzubuchbares Abo-Feature an. So verfügen zwar alle EQS über die hintere Lenkung, doch nur gegen eine weitere Gebühr erhöht sich der Einschlag von 4,5 auf maximal 10 Grad.

Großer Kofferraum, HEPA-Luftfilter statt Frunk, Anhängerkupplung

Der Kofferraumdeckel des Mercedes EQS öffnet ab der Dachkante über die gesamte Hecklänge und gibt den Blick frei auf einen Stauraum von 610 bis maximal 1.770 Liter. Wie viele deutsche Mitbewerber, verfügt auch der große Mercedes über keinen „Frunk“. Als Grund nennt Mercedes unter anderem den Einsatz eines HEPA-Luftfilters, der im ehemaligen Bauraum des Verbrenners viel Platz in Anspruch nimmt. Dafür garantieren die Stuttgarter höchste Luftreinheit für die Insassen. Sogar Viren sollen so aus der Außenluft herausgefiltert werden.

Für den seltenen Fall, dass der Mercedes EQS Kunde zudem einen Anhänger ziehen muss, bietet Daimler die Option auf eine entsprechende Anhängerkupplung mit einer ungebremsten Anhängelast von bis zu 750 Kilogramm an.

Hochwertiger Innenraum mit Hyperscreen

Das wahre Highlight des Mercedes EQS ist sein Innenraum. Dieser soll mehr denn je zu einer fahrenden Oase werden, Lärm und Schadstoffe von den Passagieren fernhalten und multimedial den Weg in die Zukunft weisen. Neben hochwertigen Materialien besticht das Cockpit des Daimlers durch seinen Hyperscreen, der sich von Tür zu Tür zieht. Das Glasdisplay misst in der Diagonale sagenhafte 56 Zoll und ist in drei Bereiche unterteilt.

Mercedes-Benz-EQS Rücksitze

Mercedes-Benz-EQS Interieur

Haptische Bedienflächen sind auf ein Minimum reduziert, der Einsatz eines Sprachdialogsystems soll die Handarbeit weitestgehend ersetzen. Das MBUX genannte Betriebssystem setzt zusätzlich auf künstliche Intelligenz, um ab dem ersten Kilometer die persönlichen Vorlieben des Fahrers kennenzulernen und die verschiedenen Fahrzeugkomponenten darauf einzustellen. Weniger zu tun mit rechenintensiver KI haben die selbstöffnenden beziehungsweise schließenden Türen, die sich unter anderem mittels des Hyperscreen bedienen lassen.

Durch den Radstand von 3,21 Meter ergeben sich sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe fürstliche Platzverhältnisse, der Mitteltunnel im Fond wurde auf ein Minimum reduziert. Gegen Aufpreis lassen sich die Sitze klimatisieren und eine Massagefunktion entspannt gestresste Rücken. Dass Smartphones mittels kabelloser Datenübertragung gespiegelt werden können, gehört in jener Fahrzeugklasse mittlerweile zum guten Ton. Erstmals integriert Daimler zudem den Musikdienst Apple Music in seine Fahrzeuge.

Die (teils optionalen) Ausstattungs-Highlights des Mercedes EQS im Überblick:

  • 56 Zoll Hyperscreen
  • Kabellose Smartphone Anbindung
  • Augmented Reality Head-up Display
  • Keyless-Go
  • Burmester Sound System
  • Airmatic Luftfahrwerk
  • Allradlenkung
  • Fahrerassistenzpaket Plus

Viele Assistenten, bislang kein NCAP-Crashtest

Der Mercedes EQS verfügt, teils serienmäßig, über eine ganze Armada verschiedener Assistenzsysteme. Abstands- und Spurhalteassistenten sind aus anderen Fahrzeugen bekannt, der EQS ist allerdings schon für teilautomatisiertes Fahren der Stufe 3 optimiert. Das bedeutet, sofern das große Fahrerassistenzpaket gewählt wurde, können, rein technisch, kürzere Wegstrecken ohne das Zutun des Fahrers zurückgelegt werden. Dieser darf dann auch die Hände vom Lenkrad nehmen. Wenngleich dies technisch schon machbar ist bleiben politische und juristische Hürden, die das Freischalten jenes Funktionsumfangs noch verzögern können. Eine NCAP-Crashtest-Wertung liegt für den Mercedes EQS bislang nicht vor.

Die Mitbewerber des Mercedes EQS

Das Segment der elektrischen Oberklasselimousine ist noch recht neu, dadurch hat der Mercedes EQS aktuell nur wenige Mitbewerber zu fürchten. Preislich konkurriert er sicherlich mit dem Porsche Taycan, wobei für bestimmte Nutzerprofile auch das Tesla Model S als Plaid-Variante eine Alternative zum Mercedes Flaggschiff darstellen kann. Ein in allen Belangen auf Augenhöhe begegnender Konkurrent könnte erst der Lucid Air werden, dessen Debüt in Deutschland für 2022 vorgesehen ist.

Die Mitbewerber des Mercedes EQS in der Übersicht:

  • Porsche Taycan | Preise ab 85.543 Euro | bis zu 464 km Reichweite*
  • Tesla Model S | Preise ab 96.990 Euro | bis zu 652 km Reichweite*
  • Lucid Air|Preise noch nicht bekannt | bis zu 832 km Reichweite*
*Herstellerangaben