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Polestar 2

E-Limousinen-Konkurrenz aus Schweden für Tesla & Co.

Der Polestar 2 ist das erste rein elektrische Fahrzeug von der Tochterfirma des schwedischen Herstellers Volvo. Das kompakte E-Auto wurde 2019 vorgestellt und ist seit 2020 verfügbar. Damit ist der Polestar 2 einer der ersten ernstzunehmenden Gegner von Hauptkonkurrent Tesla. An Bord hat er viele technische Neuerungen, zum Beispiel das Infotainment-System Android Automotive. Mit vollen Akkus erreicht das Elektroauto mit 408 PS Leistung eine Reichweite von 470 km. Weiterlesen

Technische Daten

408 - 408 PS

Leistung

Verbrauch (komb.)

- g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

205 - 205km/h

Höchstgeschwindigkeit

4.7 - 4.7s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Die häufigsten Fragen und Antworten.

2019 stellte der schwedisch-chinesische Hersteller den Polestar 2 als Limousine mit zwei Elektromotoren vor. 2020 kam das kompakte E-Auto auf den deutschen Markt – aber nur per Online-Bestellung.

Der Preis für die Launch-Edition liegt bei rund 58.000 € per Online-Bestellung. Später soll ein kleineres Modell für 39.900 € erscheinen.

Der Polestar 2 ist das erste rein elektrische Fahrzeug von der Tochterfirma des schwedischen Herstellers Volvo. Das kompakte E-Auto wurde 2019 vorgestellt und ist seit 2020 verfügbar. Damit ist der Polestar 2 einer der ersten ernstzunehmenden Gegner von Hauptkonkurrent Tesla. An Bord hat er viele technische Neuerungen, zum Beispiel das Infotainment-System Android Automotive. Mit vollen Akkus erreicht das Elektroauto mit 408 PS Leistung eine Reichweite von 470 km.

Geschichte

2017 gründete Volvo eine Eigenmarke für Hybrid- und Elektroautos. Sowohl im Logo als auch im Markennamen steckt der Polarstern – als heller Wegweiser in Richtung Norden. Das erste Fahrzeug der Marke war ein Hybridfahrzeug namens Polestar 1, das mit mehreren Elektromotoren und einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor insgesamt 448 kW (609 PS) auf die Straße bringt. Nur 1,5 Jahre später stand schon der Polestar 2 auf dem Genfer Auto-Salon 2019. Dieses Mal jedoch nur mit zwei Permanentmagnet-Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse, die maximal 300 kW (408 PS) auf die Straße bringen. Wie der Volvo XC40 und der Geely Xingyue steht der Polestar 2 auf der CMA-Plattform von Volvo und Geely. Die Entwicklung an der modularen Fahrzeugplattform begann bereits 2013. Hier ist nur der Abstand zwischen den Vorderrädern und der Pedalbox festgelegt, alle anderen Bauteile können je nach Karosserie flexibel konfiguriert werden. Wie die Plattform ist auch das Tochterunternehmen ein gemeinsames Projekt der Volvo Car Corporation und der Zhejiang Geely Holding. Deshalb wird der Polestar auch im chinesischen Lugiao gefertigt.

Einführung

Nach seinem Messeauftritt ging das Auto auf große Tour und wurde in verschiedenen Städten präsentiert. Da es keine eignenen Polestar-Autohäuser gibt, kann das Fahrzeug auch nicht einfach so besichtigt oder gekauft werden. Die Bestellung funktioniert nur online und eine Besichtigung ist derzeit nur in den wenigen “Polestar Spaces” im Ausland möglich. Nach und nach will der Hersteller weitere Spaces auf der ganzen Welt eröffnen. Die erste Launch-Edition kostet zunächst rund 58.800 Euro. Wer das Auto nicht kaufen möchte, kann es auch für 599 Euro pro Monat leasen. Später soll eine abgespeckte Version mit vermutlich kleinerer Batterie für 39.900 Euro online verfügbar sein. Mit dieser Baureihe konzentriert sich die Marke zunächst auf die wichtigsten Automobilmärkte der Welt, wozu neben den USA und China auch Deutschland gehört.

Motor

Durch die verschiedenen Antriebsarten lassen sich Polestar 1 und Polestar 2 nicht wirklich miteinander vergleichen. Das eine ist ein Sport-Coupé und das andere eine Mittelklasse-Limousine. Entsprechend schneller und leistungsstärker ist der Plug-in-Hybrid unterwegs. Der neue Wagen der Marke Polestar hat eine Lithium-Ionen-Batterie aus 27 Modulen im Unterboden verbaut, die 78 kWh speichern kann. Damit liegt die Reichweite laut WLTP-Maßstab bei 439 bis 471 km, wobei der Hersteller gern auf 500 km aufrundet. Der Verbrauch liegt bei 19,2 bis 20,7 kWh pro 100 km, über zahlreiche Roaming-Partner gibt es viele Ladesäulen an den Straßen. Mit den zwei Elektromotoren und Allradantrieb kann das E-Mobil maximal 300 kW (408 PS) Leistung erzeugen und damit in 4,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h erreichen. Serienmäßig ist die Limousine mit einem Dynamik-Fahrwerk ausgestattet, kann jedoch durch das Performance-Paket zum sportlichen Fahrzeug aufgerüstet werden.

Performance-Paket für den Polestar 2:

  • 20-Zoll-Räder
  • Brembo-Bremsen
  • Sportfahrwerk
  • Öhlins-Stoßdämpfer mit Doppelströmungsventil
  • Geschmiedete Felgen
  • Goldfarbene Sicherheitsgurte & Ventilkappen

Design

Auf den ersten Blick passt der schwedisch-chinesische Allrader gut in die Design-Linie von Volvo. Allerdings hat das Auto einige markante Akzente, die es deutlich futuristischer erscheinen lassen. Besonders auffällig ist das durchgehende Leuchtband am Heck, welches sich wie ein Rahmen um das Markenlogo legt. Auf die Auswahl von Materialien und Farben hat der Hersteller besonders viel Wert gelegt. Diese können teilweise auch noch individuell angepasst werden, sodass des Fahrzeug einen individuellen Touch bekommt. Für den Innenraum werden nur vegane Materialien verwendet, zum Beispiel Schwarzesche, rekonstruiertes Holz, Textilien und Nappa-Leder. Mit schlichter Eleganz wirkt das Model angenehm aufgeräumt und nicht wie eine technische Hochburg. Im hinteren Kofferraum finden 405 Liter Gepäck Platz, im vorderen Gepäckraum namens “Frunk” (Abkürzung für “Front Trunk”) kommen noch einmal 35 Liter unter, wo sonst der Verbrennungsmotor sitzt. Wer noch mehr Stauraum braucht, der kann einen gebremsten Anhänger bis 1.500 kg Gewicht an der elektrischen Anhängekupplung befestigen.

Erstes Auto mit Android Automotive

Wie bei einem modernen E-Fahrzeug nicht anders zu erwarten, setzt der Polestar 2 in Sachen Konnektivität neue Maßstäbe. Als erstes Auto hat er das Infotainmentsystem Android Automotive an Bord. Bisher haben sich mobile Geräte durch die Funktion Android Auto nur gespiegelt, doch mit Android Automotive können die Passagiere unabhängig von ihrem Smartphone auf ein eigenständiges Android-System zugreifen und dabei viele Funktionen von Google benutzen, zum Beispiel Google Maps als Navi, Google Assistant für die Sprachbedienung und Google Play als App-Store. Das System ist übersichtlich gestaltet und lässt sich schnell bedienen – entweder per Sprachsteuerung oder über den 11 Zoll großen Bildschirm. Das eigene Smartphone fungiert dann noch als Schlüssel und kann das Fahrzeug öffnen und schließen. Hightech kommt auch bei der Sicherheitsausstattung zum Einsatz. Ein Radargerät und eine Kamera vorn und zwei Radargeräte hinten erfassen permanent die Umgebung des Fahrzeugs, präventive Assistenten greifen unterstützend ins Fahrgeschehen ein. Nähert sich etwas dem Auto, wird der Fahrer durch einen Bremsimpuls sowie ein optisches und ein akustisches Zeichen gewarnt. Notfalls leitet der Wagen eine Gefahrenbremsung ein.

Konkurrenz

Als innovatives Elektrofahrzeug will der schwedische Vertreter dem US-amerikanischen Tesla die Stirn bieten und dem Platzhirsch einige Käufer abgraben. Dabei sind beide Fahrzeuge auf einem ähnlichen Niveau, nur dass das Tesla Model 3 als vergleichbare Mittelklasse-Limousine schon seit 2017 auf dem Markt ist und der Polestar 2 erst 2020 dazustößt. In der Entwicklung hat der amerikanische Pionier also weiterhin die Nase vorn. Trotzdem bekommt er aus Schweden ernsthafte Konkurrenz, was den Wettbewerb ankurbelt. Beim ersten Anblick macht die schwedische Variante mit der Ähnlichkeit zum NEVS 9-3 einen deutlich moderneren Eindruck, was den amerikanischen Vertreter etwas alt aussehen lässt. Zwar hat dieser die Türgriffe im aerodynamischen Design versenkt, doch dafür lassen sich diese bei Kälteeinbrüchen teilweise nicht mehr ausklappen. Von der Größe her ist der Tesla 10 cm länger, 4 cm niedriger, 13 cm breiter und hat 14 cm mehr Radstand als der Polestar. Und trotzdem ist das skandinavische E-Fahrzeug ein ganzes Stück schwerer als das Model 3, was sich auch auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Konkurrenz Leistung

Während das Tochterunternehmen von Volvo bisher nur einen Antrieb im Programm hat, lässt sich dieser am ehesten mit der Top-Variante des Model 3 vergleichen. Beide Baureihen gehen mit zwei Elektromotoren an den Start, allerdings liegt der Tesla rund 80 PS über der Polestar-Power. Somit sprintet er auch schneller auf 100 km/h, was vor allem dem hohen Gewicht des schwedischen Fahrzeugs und der aerodynamischen Form des amerikanischen Fahrzeugs geschuldet ist. Auch bei der Reichweite hat das Model 3 mit 530 km die Nase vorn. Dafür ist die Top-Ausstattung im Preis rund 7.000 Euro teurer als der Schwede. Im Innenraum setzen beide Varianten auf ein schlichtes Design, wobei der Polestar 2 wenigstens noch ein paar Knöpfe hat und das klassische Multifunktions-Lenkrad auch moderner und hochwertiger wirkt. Die Aufteilung des Stauraums zwischen Motorhaube und Kofferraum fällt bei den Baureihen recht unterschiedlich aus, insgesamt hat der schwedisch-chinesische Vertreter mit 13 Litern mehr Volumen die Nase vorn.

Fazit

Der Polestar 2 macht dem Tesla Model 3 ordentlich Konkurrenz, auch wenn es am Ende in Sachen Leistung und Reichweite zurückstecken muss. Trotzdem liegen beide Modelle ziemlich eng beieinander. Das Elektrofahrzeug der Volvo-Tochter kann vor allem mit seinem hochwertigen Interieur punkten und liefert ein gutes Gesamtpaket ab. Während Tesla noch ein bisschen an der Qualität im Innenraum feilen sollte, kann sich Polestar noch einmal das Gewicht und die Aerodynamik seiner zweiten Entwicklung vornehmen.