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Mercedes-Benz EQA

Stärken
  • Komfortable Fahreigenschaften
  • Rein elektrischer Antrieb
  • Hochwertig
Schwächen
  • Geringe Langstreckentauglichkeit
  • Ungewohntes Bremsgefühl
  • Abgeschautes Design

Elektrisch smarter Kompakt-SUV von EQ

Der Mercedes-Benz EQA mit der internen Bezeichnung H 243 ist ein fünfsitziger Einsteiger-SUV, der vollständig batterieelektrisch angetrieben wird. Typische SUV-Eigenschaften wie ausreichend Platz und Alltagstauglichkeit werden mit komfortablen Fahreigenschaften in einem Elektroauto vereint. Zuständig für die elektrische Zukunft von Mercedes war die Submarke Mercedes-Benz EQ. Der EQA 250 erweitert deren vorerst kleines Portfolio um ein weiteres Serienfahrzeug. Weiterlesen

Alternative Modelle

Neue Mercedes-Marke bringt elektrifizierte Kinder hervor

Zu Daimler gehörend wurde die Mercedes-Benz Submarke EQ im Jahr 2016 gegründet und als Technologie- und Produktmarke bezeichnet. Der Slogan der Marke lautet “Electric Intelligence” und spricht für eine Zukunft mit intelligenten, elektrischen Antrieben. Auch die elektrischen Smarts werden mit dem Namen EQ versehen. Seit der Gründung wurden vor allem Konzeptfahrzeuge vorgestellt, so wie der Concept EQA im Jahr 2017. Dieses Fahrzeug bot einem ersten Ausblich auf den Serien-EQA. Die Zugehörigkeit zur elektrischen Kompaktklasse war an diesem Fahrzeug bereits erkennbar. Das Hauptmerkmal – der batterielektrische Antrieb – wird durch die Daimler-Tochter Deutsche Accumotive produzierten Lithium-Ionen-Batterien aus Sachsen realisiert. Zusammengebaut wird der EQA im Werk Rastatt zusammen mit weiteren Geschwistern der Mercedes-Benz A-Klasse, mit welchen er sich auch die Plattform teilt. Der EQA selbst wurde als jüngeres elektrisches Familienmitglied geboren und Anfang 2021 über das Internet vorgestellt. Der ältere Bruder unter den EQ-Modellen ist der Mercedes-Benz EQC, welcher als SUV seit 2019 ausgeliefert wird. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde geschickt gewählt, da die volle Umweltprämie beim Kauf gewährt wird und somit ein attraktiver Kaufanreiz besteht.

GLA-Design wiederentdeckt im Mercedes EQA

Der Fünfsitzer hat die kompakten Maße von 4,46 Metern Länge, 1,83 Metern Breite und 1,62 Metern Höhe eingepackt in einen Mercedes-typischen Elektrolook. Die Frontpartie ist neu gestaltet, wenn auch stark an den EQC angelehnt, mit einem geschlossenen Black-Panel-Grill. Auf die Durchlässigkeit wurde verzichtet, da keine Luft zum Kühlen einströmen muss. Zusammen mit den LED-Schweinwerfern, welche durch ein Leuchtband verbunden sind, bildet die Front eine gestalterische Einheit. Die Idee mit dem Leuchtband findet sich auch am Heck wieder. Abgesehen davon hat Mercedes-EQ das Design der Karosserie und auch des Innenraums beim Mercedes-Benz GLA abgeschaut. Die guten Platzverhältnisse sind auch dem GLA entlehnt und zusammen mit einem großen Kofferraum, der sogar ein Fach für ein Ladekabel bereithält, lassen sich Fahrer und Passagiere komfortabel bewegen. Der Zugriff auf den Kofferraum erfolgt serienmäßig mit elektrischer Heckklappe und fällt einfach. Serienmäßig sind außerdem Klimaautomatik, verschiedene Assistenten und Ambientelicht. Dazu kommen Komfortsitze, Navigationssystem und Rückfahrkamera. Etwas umständlich ist die Bedienung einer Sensorfläche am Lenkrad. Diese kann alternativ zu einem Touchpad in der Mittelkonsole genutzt werden, um die verschiedenen Systeme zu steuern. Moderne Displays und das MBUX-Bediensystem inklusive Sprachsteuerung bieten eine intelligente Umgebung im Mercedes EQA. Sollte die Serienausstattung nicht genug sein, kann mit optionalen Ausstattungslinien “Electric Art”, “AMG Line” und “Night-Paket” aufgewertet werden.

Ausgeklügelte Vernetzung von E-Motor, Batterie & Bedienung

Damit ein SUV zu einem Elektro-SUV wird, bedarf es eines Elektromotors. Mercedes setzt daher auf zwei sogenannte Asynchronmaschinen. Damit lässt sich eine Leistung von 140 kW (190 PS) erreichen. Strom bekommt der EQA von einer Lithium-Ionen-Batterie, die innerhalb von 30 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent geladen werden kann. Gute 426 Kilometer Reichweite gibt der Hersteller an bei einem Verbrauch von 15,7 Kilowattstunden. Wie groß die Reichweite tatsächlich ist, wird sich unter Alltagsbedingungen noch herausstellen. Schätzungsweise ist die Reichweite etwas kürzer, aber für alltägliche Fahrten ausreichend, wenn auch nicht für Langstrecken. Um das zu kompensieren stehen Schnelladesäulen mit 100 kW Ladeleistung an Autobahnen, die vom Navi oder der “me App” von Mercedes gezielt mit angegebener Ladezeit angesteuert werden können. Zusätzlich ist mit dem Vertrag “Mercedes Me Charge” ist das Laden in 31 Ländern möglich. Bezahlt wird entweder mit der App-, der Vertrags-Ladekarte oder dem MBUX-System. Für zuhause kann mit 11 kW innerhalb von 6 Stunden voll durchgeladen werden. Beschleunigt werden kann der EQA 250 mit Frontantrieb innerhalb von 8,9 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 160 Kilometern pro Stunde erreicht. Anders als bei Verbrenner-Modellen ist ein Eingang-Reduktionsgetriebe verbaut und das Bremsen fühlt sich, wie auch bei anderen E-Autos, gewöhnungsbedürftig an. Für weiterhin angenehme und unterschiedliche Fahrgefühle sorgen beim Mercedes EQA folgende Fahrstufen:

  • Eco – hohe Effizienz bei geringem Verbrauch
  • Comfort – komfortable Standardeinstellung
  • Sport – bestes Ansprechverhalten für höchste Performance

Kompakte E-Autos ringen um die Gunst der Käufer

Neben dem amerikanischen Tesla Model Y und dem chinesischen MG ZS EV hat der Mercedes EQA, der nur in Deutschland vertrieben wird, bereits einige SUV-Konkurrenten aus Europa. Gemeint sind die Elektroautos VW ID.4, der Škoda Enyaq iV 50 und sein stärkerer Bruder Škoda Enyaq iV 80. Der Preis ohne Umweltprämie liegt beim EQA bei 43.971 Euro und liegt damit über dem des ID.4 mit 36.950 Euro. Bei den Škoda-Brüdern kostet der Enyag iV 80 mit 43.950 Euro fast genauso viel wie der EQA und der Enyag iV 50 ist mit 33.800 Euro am günstigsten. Die größte Reichweite hat der iV 80 (204 PS) von Škoda mit 536 Kilometern, gefolgt vom Mercedes EQA (190 PS) mit 426 Kilometern. Die Reichweiten des ID.4 (249 PS) und des iV 50 (148 PS) von Škoda liegen mit 345 und 362 Kilometern nah beieinander, aber mit Abstand unter denen des Mercedes. Den praktischsten Kofferraum mit dem höchsten Volumen findet man mit jeweils 585 Litern bei beiden Škodas. Etwas weniger sind es im ID.4 mit 543 Litern und wesentlich weniger beim EQA 250 mit 340 Litern.

Fazit

Dank dem Mercedes EQA 250 geht es im Daimler-Konzern ein kleines Stück weiter in Richtung E-Mobilität. Das Elektroauto ist zwar nicht grundlegend neu konstruiert, bietet aber nicht nur ehemaligen Mercedes GLA-Fahrern einen sanften und bezahlbaren Ausstieg aus der Verbrenner-Welt. An das leise, satt auf der Straße liegende und komfortable Fahren werden sich zukünftige Mercedes-Kunden gerne gewöhnen.