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VW ID.3

VW ID.3

Ein "echtes" Elektroauto für die breite Masse

Auf der IAA 2019 präsentierte Volkswagen endlich den Nachfolger des VW e-Golf: den VW ID.3. Er ist der erste VW, der als reines Elektroauto konzipiert wurde. Und er gilt als erstes Fahrzeug der neuen ID. Familie, die bei Volkswagen nach VW Käfer und VW Golf eine neue Ära der E-Mobilität und des autonomen Fahrens einläuten soll. 27 E-Autos sind bis 2022 für die verschiedenen Marken des Konzerns geplant – alle auf der Basis des neuen "Modularen Elektrobaukastens" (MEB). Weiterlesen

Eine komplette ID. Familie auf der MEB-Plattform

2016 stellte der Volkswagen-Konzern auf dem Pariser Autosalon erstmals die Studie VW ID. als Auto mit E-Motor und bis zu 600 km Reichweite vor. Schon hier kam die MEB-Plattform zum Einsatz, um das 4,10 Meter lange Fahrzeug mit 140 kW Leistung aus einem Heckmotor anzutreiben. Insgesamt entstanden fünf Studien in unterschiedlichen Klassen, bevor 2019 mit dem ID.3 das erste Großserien-Elektroauto der ID. Familie auf den Markt kam:

  • VW ID. (2016)
  • VW ID. Buzz (2017)
  • VW ID. Crozz (2017)
  • VW ID. Vizzion (2018)
  • VW ID. Buggy (2019)

Im Vorfeld der Auto Shanghai 2019 stellte der Hersteller auch noch den VW ID. ROOMZZ vor – ein Elektro-SUV mit All-radantrieb, 450 km Reichweite und 306 PS Leistung. Mit den Elektro-Modellen führte Volkswagen auch ein neues Design ein: außen scharfe Kanten und kein Kühlergrill mehr, innen sind die Bedienelemente auf das Notwendigste reduziert. Im VW-Werk in Zwickau lief die Produktion für den ID.3 im November 2019 an. Die ersten Modelle werden im Frühjahr 2020 ausgeliefert. 100.000 Exemplare hat der Konzern zunächst von der ersten Edition des Elektroautos geplant.

VW e-Golf vs. VW ID.3

Der VW ID.3 ist nicht das erste rein elektrisch betriebene Auto von Volkswagen. 2014 machte der deutsche Hersteller bereits einen großen Schritt in Richtung E-Mobilität und baute seinen beliebten VW Golf zu einem E-Auto um. Mit einem 85 kW starken Elektromotor und einem Lithium-Ionen-Akku mit 24,2 kWh Kapazität schafft der Golf rund 150 km Reichweite bei maximal 140 km/h Höchstgeschwindigkeit. 2017 legte der Hersteller eine verbesserte Version nach: mit 100 kW Leistung, 150 km/h Top-Speed und über 200 km Reichweite. Zwischen dem VW e-Golf und dem ID.3 gibt es jedoch einen großen Unterschied: Der VW ID.3 ist von Beginn an als Elektroauto konzipiert. Dementsprechend sieht der Nachfolger des e-Golf auch völlig anders aus, passend zum Namen “Intelligentes Design” (ID). Mit 4,26 Metern Länge ist er genauso lang wie der VW Golf 7 und zählt damit zu den Kompaktwagen. Durch den fehlenden Motor ist die Front jedoch extrem kurz, sodass sich der ID.3 2,77 Meter Rad-stand leisten kann – genauso viel wie der Mittelklassewagen VW Passat . Durch die veränderten Pro-portionen wirken die aerodynamisch gestalteten Räder noch größer als sie sind.

„Open Space“ bietet viel Platz im Innenraum

Der groß angelegte Fahrgastraum führt im Innenraum zu einem sehr komfortablen Raumangebot – wesentlich luftiger als in einem üblichen Kompaktwagen. Vorne sitzt man schon fast wie in einem kleinen Van. Die Scheibe ist weit vorne angebracht, das Armaturenbrett wirkt sehr aufgeräumt, der Schalthebel sitzt wie beim BMW i3 hinter dem Lenkrad. “Open Space” nennt Volkswagen das neue Innenraum-Konzept – mit Becherhalter, Ablagefach, Smartphone-Ladefläche und bequemen Armlehnen. Der Kofferraum ist für 385 Liter Gepäck ausgelegt, nur knapp mehr als beim VW Golf 8. Die Bedienung ist möglichst einfach gehalten. Statt versteckter Untermenüs gibt es im ID.3 auch noch ein paar feste Soft-Tasten, um die Klimaanlage und den Warnblinker zu bedienen. Neben dem übersichtlichen Touch-screen ist noch ein kleines Display hinter dem Lenkrad verbaut, das wie beim BMW i3 die wichtigsten Informationen für den Fahrer zusammenfasst: Tacho, Reichweite, Akkustand etc. Allerdings kann das Elektroauto auch High-Tech. Wie bei BMW und Mercedes-Benz lässt sich der elektrische Volkswagen auch per intelligenter Sprachsteuerung bedienen. Diese wird über den Ausspruch “Hallo ID” aktiviert und zeigt durch ein leuchtendes Band unterhalb der Windschutzscheibe ihre Bereitschaft. So lässt sich das Auto der Zukunft ganz einfach bedienen.

Ein grüner Wolfsburger?

Bei der Produktion müssen sich die Wolfsburger wie alle anderen Hersteller auch mit den üblichen Herausforderungen der Elektroautos herumschlagen. So will der Konzern den ID.3 möglichst umweltfreundlich herstellen. Das VW-Werk in Zwickau arbeitet wie der Zellhersteller in Polen mit grünem Strom. Alle Lieferanten der Bauteile sollen möglichst viel CO2 einsparen. Gleichzeitig will das Unternehmen Klimaprojekte unterstützen, um den ID.3 mit einer möglichst guten Um-weltbilanz zu produzieren und ins Rennen zu schicken. Abgesehen von der Produktion sind auch dem Volks-Stromer technische Grenzen gesetzt. Das Auto kann mit drei verschiedenen Akkus ausgestattet werden:

  • Pure: 45 kWh Kapazität, bis zu 330 km Reichweite
  • Pro: 58 kWh Kapazität, bis zu 420 km Reichweite
  • ProS: 77 kWh Kapazität, bis zu 550 km Reichweite

160 km/h Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn

Der größte Akku wiegt allerdings schon wieder 500 kg, was wiederum Auswirkungen auf Leistung und Zuladung hat. Ein Anhänger ist wie bei den Konkurrenten sowieso nicht vorgesehen, höchstens ein Fahrradträger ist angedacht. Den An-trieb übernimmt ein Heckmotor, der über die Hinterachse bis zu 150 kW (204 PS) Leistung bei einem maximalen Dreh-moment von 310 Nm auf die Straße bringt. Optional gibt es ein Modell mit Allradantrieb, das 75 kW Leistung über die Vorderachse beisteuert. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 160 km/h beschränkt. Wo andere Elektroautos bei Vollgas-Beschleunigung auf der Autobahn ihre Leistung herunterregeln müssen, soll der ID.3 laut Volkswagen wie gewohnt durchziehen. Beim Laden kann das Auto an einer Schnellladesäule derzeit 100 kW aufnehmen – später sind 125 kW geplant. An einer Ladesäule mit Wechselstrom zieht der Akku mit 11 kW, beim kleinsten Modell sind es 7,4 kW. Die Basisversion des VW ID.3 soll für knapp 30.000 Euro auf den Markt kommen. Allerdings kommen für eine gute Ausstat-tung und den mittleren Akku noch einmal rund 10.000 Euro drauf.

Als reines Elektroauto konzipiert

Bereits sein Vorgänger musste sich mit der Elektro-Version des Hyundai KONA , dem Opel Corsa-e und dem Kia e-Niro herumschlagen. Doch im Vergleich zu allen drei Autos mit elektrischem Motor hat der VW ID.3 einen entscheidenden Unterschied: Er ist nicht als E-Version eines Verbrennungsmotors konzi-piert, sondern von vornherein als E-Auto. Das merkt man vor allem am üppigen Platz im Innenraum und am futuristi-schen Design. Dafür sind die E-Modelle der Mitstreiter schon ausgiebig im Alltag geprüft und lehnen sich nicht so weit aus dem Fenster. Ein weiterer Unterschied liegt im Antrieb: Während alle Konkurrenten mit dem standardmäßigen Frontan-trieb unterwegs sind, haben sich die Wolfsburger bei ihrer MEB-Plattform für einen Heckantrieb entschieden. Dadurch wollen sie die Drehmoment-Vorteile der Elektro-Motoren in Agilität und Fahrleistung umsetzen. Außerdem kommen an der Hinterachse Trommelbremsen zum Einsatz: günstiger, leichter und durch das Rekuperieren werden die klassischen Bremsen sowieso nur noch selten genutzt.

Fazit

Mit dem VW ID.3 geht Volkswagen einen weiteren Schritt in Richtung Elektromobilität und gibt einen Ausblick auf die Zukunft. Bis 2050 will der Konzern CO2-neutral sein, bis 2040 den Verkauf von Modellen mit Verbrennungsmotor einstel-len. Das bedeutet, dass der ID.3 tatsächlich die Nachfolge des VW Golf antreten muss. Dementsprechend ist das Elektro-auto kein futuristisches High-Tech-Modell, sondern von Preis, Leistung und Ausstattung her möglichst nah an den Kunden von Volkswagen. Ein massentaugliches Elektroauto für den Alltag, mit viel Platz im Innenraum und einer einfachen Be-dienung.

Was kostet der VW ID.3?

In Deutschland soll der VW ID.3 in der Basisversion für knapp unter 30.000 € angeboten werden. Abzüglich der E-Auto-Prämie liegt der Preis dann bei rund 26.000 €. Allerdings kommen noch etwa 10.000 € für eine ordentliche Ausstattung dazu.

Wann kommt der VW ID.3?

Im November 2019 startete die Serienproduktion des VW ID.3 in Zwickau, im Frühjahr 2020 sollen die ersten Mo-delle ausgeliefert werden.