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Auf das Notwendigste reduziert, aber trotzdem ein VW

Ein Volkswagen für unter 10.000 Euro? Mit diesem Anspruch ging der deutsche Konzern an die Entwicklung des VW Fox. Die Zielgruppe besteht aus „Young Urban Travelers“: Schüler, Studenten und Auszubildende, die trotz schmalem Budget mobil sein wollen. Heraus kam ein wirklich spartanischer Kleinstwagen, der in Brasilien gefertigt wird und so gut wie keine Ausstattung an Bord hat. Diese ist nur gegen Aufpreis erhältlich – und schon steigt der Preis schnell über die 10.000-Euro-Grenze. Weiterlesen

Technische Daten

55 - 75 PS

Leistung

4.9 - 6.7 l/100 km

Verbrauch (komb.)

130 - 159 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

148 - 167km/h

Höchstgeschwindigkeit

13 - 17.5s

von 0 auf 100 km/h

Technische Daten anzeigen

Alternative Modelle

Die häufigsten Fragen und Antworten.

Der VW Fox wurde sechs Jahre lang von 2005 bis 2011 gebaut.

Der VW Fox wurde in Brasilien und Argentinien gebaut. Die Fahrzeuge für den europäischen Markt stammen aus dem Werk in São Bernardo do Campo.

Der einzige Volkswagen unter 10.000 Euro

Normalerweise zählt ein VW nicht zu den günstigen Automobilmarken. Deshalb hat VW extra ein kleines, sparsames Modell entwickelt, um die preisbewusste Zielgruppe anzusprechen. Der „Fuchs“ kam 2005 auf den Markt und wurde 2011 vom VW up! abgelöst. Er ist der einzige Volkswagen, der unter 10.000 Euro zu haben ist. Dafür muss das Auto aber auch einige Abstriche bei der Ausstattung machen. Im Innenraum ist mehr billiger Kunststoff ver-baut, als es für einen VW üblich ist. Serienmäßig hat der Fox gerade mal ABS, Gurtstraffer sowie Fahrer- und Beifahrer-Airbag an Bord. Gegen entsprechenden Aufpreis ließ sich der kleine VW aufrüsten – aber das hat ganz schön gekostet. Für den Preis gab es bereits einen VW Polo mit ähnlicher Ausstattung:

  • Einstiegshilfe „Easy Entry“
  • Seitenairbags
  • Verschiebbare Rücksitzbank
  • Elektrische Fensterheber
  • Elektrisch verstellbare Spiegel
  • ESP
  • Bremsassistent mit Antriebsschlupfregelung (ASR)
  • Elektronische Differentialsperre
  • Elektrohydraulische Servolenkung mit verstellbarem Lenkrad
  • Zentralverriegelung

Ein großer Kleinstwagen mit solider Sicherheit

Mit 3,8 Metern Länge und 1,6 Metern Breite zählt der Volkswagen Fox eigentlich eher zu den Kleinwagen. Aufgrund der spartanischen Ausstattung stuft ihn jedoch sogar das Kraftfahrt-Bundesamt als Kleinstwagen ein. Der Vorteil: Trotz seiner kompakten Maße bietet der VW Fox ein gutes Raumgefühl und erstaunlich viel Platz im Kofferraum – sogar für einen Kleinwagen. Mit der klapp- und verschiebbaren Rückbank lässt sich der Laderaum zusätzlich vergrößern. Auch ohne zusätzliche Airbags und Assistenten erfüllt das Auto die Standardanforderungen im Bereich Sicherheit. Beim Euro NCAP-Crashtest 2005 erreichte der Fox insgesamt vier von fünf Sternen: bei der Insassensicherheit vier Sterne, bei der Kindersicherheit vier Sterne und bei der Fußgängersicherheit zwei Sterne.

Nicht für die Autobahn geeignet

Den Fox gab es von 2005 bis 2011 mit drei verschiedenen Motoren. Die Standard-Variante ist mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor ausgestattet und schafft 54 PS und 148 km/h Höchstgeschwindigkeit. Diese Leistung reicht für den Stadtverkehr und gerade noch so für die Landstraße. Auf der Autobahn hat der VW ganz schön zu tun – jedes Überholmanöver wird zum Abenteuer. Auch steigt der Kraftstoffverbrauch von 5,9 Litern auf 100 Kilometer bei Höchstleistung stark an. Der nächst größere Motor ist ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 75 PS und 167 km/h Spitzengeschwindigkeit. Als dritten im Bunde gibt es noch den 1,4-Liter-Dreizylinder-Dieselmotor mit 70 PS, 161 km/h Spitzengeschwindigkeit und 4,9 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer. Alle drei Modelle sind mit Fünfgangschaltung und Frontantrieb unterwegs. In Brasilien startete der Fox 2007 mit 72 und 103 PS, 2016 ging er mit 82, 104 und 120 PS an den Start – alles aus einem Vierzylinder-Benzinmotor mit 1,0 oder 1,6 Litern Hubraum.

Nach sieben Jahren vom VW up! abgelöst

Mit dem VW Lupo stieg Volkswagen Ende der 1990er Jahre in das Kleinstwagen-Segment ein. Das Automobil war nur dreitürig erhältlich und hatte wahlweise vier oder fünf Sitzplätze und einen recht kleinen Kofferraum. Insgesamt wurden vom Lupo 490.000 Autos hergestellt – bis Mitte 2001 in Wolfsburg, danach in Brüssel. In den ersten drei Jahren konnten die Verkaufszahlen gesteigert werden, danach fielen sie langsam ab. 2005 stellte VW den Lupo ein und ersetzte ihn durch den VW Fox aus Brasilien. In São José dos Pinhais wurden die Fahrzeuge für den südamerikanischen Markt produziert und in São Bernardo do Campo die für den Export nach Europa. Auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig präsentierte VW den Fox erstmals in Deutschland. Der Preis für das Basismodell lag rund 1.000 Euro unter dem des Vorgängers. Und der Kofferraum bietet deutlich mehr Platz als beim Lupo. Trotzdem konnte der VW Fox nicht so richtig zünden. Nur 143.194 neue Exemplare wurden zwischen 2005 und 2012 in Deutschland zugelassen. Der Fox ist nicht besonders originell und erfüllt nicht die typischen Volkswagen Standards, die sonst für die Wolfsburger Autos gelten. Hätte VW ihn jedoch aufgewertet, wäre er dem VW Polo in die Quere gekommen. Somit verschwand der VW Fox 2011 vom Markt und wurde in Europa vom VW up! ersetzt – als Teil der New Small Family.

Ein ausgereiftes Auto für wenig Geld

Auch wenn der VW Fox im Vergleich zu seinen großen Geschwistern deutlich abgespeckt ist, so bietet er im Segment der kleinen Wagen doch die meiste Reife für wenig Geld. Auch wenn Optik und PS-Zahlen nicht wirklich punkten, hat sich der Fox doch einiges vom Polo abgeschaut, zum Beispiel das angenehme Raumgefühl. Vom Design her hätte sich der VW ruhig etwas vom auffälligen Citroën C1 abschneiden können, so wie es später der VW up! gemacht hat. Noch ein Stückchen kürzer als der C1 ist der zwergenhafte Toyota Aygo mit 3,41 Metern Länge. Trotzdem hat er sechs Airbags an Bord und kann in Sachen Sicherheit mit dem Fox mithalten. Der Chevrolet Matiz bietet in 3,50 Metern Länge fünf Sitzplätze – jeweils mit Dreipunktgurt und Kopfstütze – sowie vier Türen und einen variablen Kofferraum. Beim Fiat Panda überzeugt die große Motorenpalette, die mit Benzin-, Diesel- und Erdgas-Motoren bis 100 PS aufwarten kann.

Von Brasilien aus in die ganze Welt

Von Brasilien aus ging der VW Fox in die ganze Welt, hatte auf den Kontinenten aber verschiedene Namen und Modelle. So wurde das Auto in Europa nur als Dreitürer verkauft, in Lateinamerika gibt es ihn auch mit fünf Türen. Hier ist er nicht das kleinste Modell von VW, sondern ist zwischen dem erfolgreichen VW Gol und dem Polo angesiedelt. Außerdem ist die Modellpalette wesentlich größer – mit einem Fox in SUV-Optik namens CrossFox und einer Kombi-Variante namens SpaceFox. In Mexiko hieß der Fox ab 2004 VW Lupo, um nicht mit dem von 2000 bis 2006 amtierenden Staatspräsidenten Vicente Fox Quesada ins Gehege zu kommen. 2009 bekam der brasilianische Fox auch ein umfangreiches Facelift – mit neuer Innenausstattung, neuen Scheinwerfern und neuem Stoßfänger. Auch in den USA und in Kanada taucht der Name VW Fox zwischen 1986 und 1993 auf – für eine Export-Variante des VW Voyage, die wiederum eine Stufenheck-Variante des VW Gol war. Insgesamt exportierte VW 220.000 Fox Fahrzeuge von Brasilien nach Nordamerika, alle mit einem wassergekühlten 1,8-Liter-Reihenmotor. In den 1970er Jahren war auf den amerikanischen Straßen ebenfalls schon ein Fox unterwegs: der Audi Fox. Dahinter steckt der Audi 80 bzw. der VW Passat Variant.

Fazit

Der Fox ist der einzige Volkswagen, der schon für unter 10.000 Euro zu haben war. Speziell für eine sparsame Zielgruppe im Stadtgebiet, die trotzdem VW fahren möchte. Allerdings musste der Konzern seine Qualitätsansprüche für den Preis ganz schön runterschrauben. Dafür gibt es genügend teure Zusatzausstattung für das in Brasilien gefertigte Automobil. Wer also ein echtes Schnäppchen machen will und trotzdem Platz in seinem Kleinwagen braucht, der kann nach einem gebrauchten VW Fox Ausschau halten. Allerdings lohnt sich ein Blick auf das Fahrwerk, denn gerade Achsenaufhängungen, Antriebswellen und Dämpfungen sind beim Fox anfällig für Verschleiß.

Fahrzeugbewertungen zu VW Fox

92 Bewertungen

4,4