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Diesel-Plug-in-Hybride im Überblick

Bei den Plug-in-Hybrid-Modellen ist der Benziner als Sparring-Partner der große Star. Die Auswahl an Diesel-Hybrid-Modellen beschränkt sich derzeit auf einen einzigen Hersteller. Nur Mercedes-Benz bietet Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge mit Diesel-Motor an. Wir stellen die Fahrzeuge ausführlich vor.

Diese Diesel-Plug-in-Hybridautos gibt es 2022

Ein Hersteller, vier verschiedene Modelle, mit oder ohne Allrad-Antrieb - mehr Auswahl an Diesel-Plug-in-Hybriden können wir in diesem Jahr nicht anbieten. Neben der Limousine und dem T-Modell der E-Klasse ist mit dem gleichen Antrieb noch der Mercedes-Benz GLC verfügbar. Heraus sticht der Mercedes-Benz GLE 300 de 4MATIC – nicht nur wegen des Preises.

Mercedes-Benz E 300 de Limousine

Modell: Mercedes-Benz E 300 de Limousine

Die neue E-Klasse wird für das Modelljahr 2023 erwartet, doch bis dahin wird es auch die Limousine der Mercedes-Benz E-Klasse als Diesel-Hybrid geben. Das Fahrzeug verbindet Dynamik mit Effizienz und empfiehlt sich dank einer hohen Anhängelast durchaus auch als potente Zugmaschine. Dank der neuesten Generation der Dieselmotoren von Mercedes-Benz und einer hochentwickelten Plug-In-Hybrid-Technologie sorgt es für lokal emissionsfreie, rein elektrisch angetriebene Fahrten in der Stadt und für einen niedrigen Verbrauch auf längeren Strecken. Der Plugin-Hybrid-Antrieb mit Diesel-Motor kann wahlweise über einen reinen Hinterradantrieb oder über einen 4MATIC Allradantrieb verfügen. In der perfekten Symbiose von Diesel-Aggregat und Elektro-Power steht in dem E 300 de eine Systemleistung von bis zu 225 kW zur Verfügung, die Nennleistung wird mit 143 kW (194 PS) angegeben. Der 400 Nm starke 2,0-Liter Selbstzünder mit einer Leistung von 143 kW wird durch einen bis zu 90 kW starken Elektromotor unterstützt, der selbst auch 440 Nm Drehmoment zur Verfügung stellt. Dank der Kraft der zwei Herzen sprintet die Limousine innerhalb von 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und fährt bis zu 235 km/h schnell. Geschaltet wird dabei vollautomatisch über die 9G-Tronic.

Die rein elektrische Reichweite wird mit 47-55 Kilometer angegeben, somit reduziert sich der WLTP-Verbrauch auf den ersten 100 Kilometer auf 1,2-1,6 l/100 km zzgl. 16,1-17,4 kWh/100km. Der Diesel-Tank fasst 50 Liter, die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 9,3 kWh. An einer 11/22 kW-AC Ladesäule beträgt die Ladezeit gerade einmal 1,25 Stunden von 10 % - 100 % State of Charge, da Mercedes-Benz auch bei den Hybrid-Modellen serienmäßig einen 7,4-kW-On-Board-Charger verbaut. An einer haushaltsüblichen Schuko-Steckdose lässt sich der Mercedes-Benz E 300 de innerhalb von fünf Stunden wieder komplett aufladen.

Die elektrifizierte E-Klasse misst 4,94 Meter in der Länge. Das Fahrzeug ist inklusive Außenspiegel 2,06 Meter breit und gerade einmal 1,47 Meter flach. Der Radstand von 2,94 Metern kommt den bis zu fünf Passagieren zugute, der Wendekreis beträgt 11,6 Meter.

Der Mercedes-Benz E 300 de bietet eine maximale Zuladung von 660 kg, eine maximale Stützlast von 84 kg, eine maximale Anhängelast von 2.100 kg und eine maximale Dachlast von 100 kg. Das Kofferraumvolumen wird mit 370 Liter angegeben. Los geht es ab 59.361 Euro.

Mercedes-Benz E 300 de 4MATIC Limousine

Die Abmessungen und Leistungsangaben sind bei der Mercedes-Benz E 300 de 4MATIC Limousine identisch zu dem Modell ohne 4MATIC-Allradantrieb. Durch das Mehrgewicht beträgt die rein elektrische Reichweite nur 46-54 Kilometer und die Höchstgeschwindigkeit endet bei Tempo 230 km/h. Der WLTP-Verbrauch wird auf den ersten 100 Kilometer, sofern das Fahrzeug komplett aufgeladen war, mit 1,2-1,8 l/100 km zzgl. 15,8-17,5 kWh/100km angegeben. Die maximale Zuladung beträgt bei der Mercedes-Benz E 300 de 4MATIC Limousine 630 kg, somit 30 kg weniger als bei der Version ohne Allradantrieb. Der Preis für die Variante mit Allradantrieb liegt bei 62.100 Euro.

Mercedes-Benz E 300 de T-Modell

Wer etwas mehr Platz benötigt, der wählt einen Kombi. Die Kombi-Modelle werden bei Mercedes traditionell T-Modell genannt. Das T steht für Transport und mit dem Mercedes-Benz E 300 de T-Modell kann man viel transportieren. Die Antriebe und Leistungsdaten teilt sich das T-Modell mit der Limousine und auch den elektrifizierten Kombi gibt es wahlweise mit oder ohne Allradantrieb. In der Version ohne Allradantrieb wird das 4,95 Meter lange, 2,06 Meter breite und 1,48 Meter hohe T-Modell der E-Klasse über die Hinterräder angetrieben. Das Kofferraumvolumen beträgt 480 Liter. Werden die Rücksitzlehnen umlegt, steht ein Volumen von 1.660 Litern zur Verfügung. Die maximal zulässige Zuladung beträgt 675 kg, die maximale Stützlast weiterhin 84 kg und die maximale Anhängelast 2,1 Tonnen. Neben der Stützlast von 84 kg ist auch die maximale Dachlast von 100 kg von Interesse, da sich dieser Diesel-Hybrid auch an die sportliche Zielgruppe richtet, die ggf. Fahrräder, Boote oder sonstige Freizeit-Gerätschaften transportieren möchte. Dank der hohen Anhängelast von 2,1 Tonnen empfiehlt sich dieser Diesel-Plug-In-Hybrid auch als Zugfahrzeug. Der kombinierte Verbrauch auf den ersten 100 Kilometern wird mit 1,3-1,7 l/100 km zzgl. 16,6-17,8 kWh/100 km angegeben, die rein elektrische Reichweite mit 44-54 Kilometern. Für das günstigste Diesel-Hybrid-T-Modell bei Mercedes-Benz sind derzeit 62.248 Euro fällig.

Mercedes-Benz E 300 de 4MATIC T-Modell

Mit einem kombinierten WLTP-Verbrauch von 1,4-1,6 l/100 km zzgl. 16,4-17,1 kWh/100 km fährt die Version mit Allradantrieb vor. Innerhalb von 6 Sekunden geht es auf Landstraßentempo, mit bis zu 230 km/h kann man auf der Autobahn unterwegs sein. Die rein elektrische Reichweite soll bei diesem Modell zwischen 46-51 Kilometern liegen. Die maximale Zuladung beträgt 635 kg, ansonsten teilt sich das Mercedes-Benz E 300 de 4MATIC T-Modell die technischen Daten mit der Variante ohne Allradantrieb, nur in der Preisliste geht es mit einem Basispreis von 64.985 Euro etwas nach oben.

Mercedes-Benz GLC 300 de 4MATIC

Modell: Mercedes-Benz GLC 300 de 4MATIC

Der Hersteller macht es sich und somit den Endkunden recht einfach, es gibt derzeit exakt eine Diesel-Motor-Hybrid-Kombination im Portfolio. Die Kombination aus dem 1.950 ccm Diesel Reihen-Vierzylinder und dem 90 kW starken Elektromotor kommt auch im Mercedes-Benz GLC 300 de zum Einsatz. Bei dem SUV ist allerdings nur die eine Version mit der 4MATIC, dem Allradantrieb, verfügbar. Das Fahrzeug beschleunigt innerhalb von 6,2 Sekunden auf Tempo 100 km/h, kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und eine rein elektrische Reichweite von 45-51 Kilometern. Der kombinierte WLTP-Verbrauch auf den ersten 100 Kilometern wird mit 1,8-2,0 Liter Diesel und 14,6-17,3 kWh Strom angegeben. Dieses allerdings nur, wenn die Lithium-Ionen-Batterie zum Start komplett aufgeladen, sprich über 100 % State of Charge, verfügt. Der Mercedes-Benz GLC 300 de 4MATIC bietet eine maximale Zuladung von 525 kg, eine Anhängelast von 2,0 Tonnen und ein Gepäckraumvolumen von 395 - 1.445 Litern. Die maximale Stützlast beträgt 80 kg, die Dachlast nur 75 kg. Los geht es ab 59.440 Euro.

Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC

Modell: Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC

Der letzte Variante ist gleichzeitig auch das größte Modell in diesem Diesel-Hybrid-Gespann. Als Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC beschleunigt dieses SUV innerhalb von 6,8 Sekunden auf Tempo 100 km/h und ist bis zu 210 km/h schnell. Beim Verbrauch auf den ersten 100 Kilometern zeigt sich der GLE 350 de bescheiden, soll sich das Modell doch mit 0,7-1,0 Liter Diesel und 23,9-26,4 kWh Strom begnügen. Die rein elektrische Reichweite wird mit 93-106 Kilometern angegeben und da kommen wir zum ersten großen Unterschied: Der Akku.

Das 4,92 Meter lange und inklusive Außenspiegel 2,16 Meter breite SUV bekam nicht nur einen um 10 kW stärkeren und somit nun 100 kW starken Elektromotor verpasst, sondern auch eine 23,5 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie. Das bringt uns zum zweiten großen Unterschied: die Ladeleistung. Der Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC verfügt neben dem 7,4 kW-On-Bord-Ladegerät über die Möglichkeit, das Fahrzeug via CCS an öffentlichen Schnellladestationen aufzuladen. Mit einer Ladeleistung von bis zu 60 kW kann der Akku innerhalb von ca. 20 Minuten wieder von 10-80 % State of Charge aufgeladen werden. An einer AC-Ladesäule oder Wallbox mit mindestens 7,4 kW Ladeleistung dauert der Ladevorgang von 10 - 100 % SOC ca. 3,25 Stunden. An einer normalen Steckdose ca. 11,5 Stunden.

Der Mercedes-Benz GLE 350 de 4MATIC verfügt über eine Systemleistung von bis zu 235 kW, einem Systemdrehmoment von 700 Nm und über einen Radstand von 3,00 Metern. Der Wendekreis von 12,02 Metern macht diesen Diesel-Hybriden nicht gerade zum City-Flitzer, aber dieses Modell kann durch andere Werte glänzen. Mit einer Anhängelast von 2,7 Tonnen zum Beispiel, die auf bis zu 3,3 Tonnen erhöht werden kann. Mit einer maximalen Zuladung von 605 kg, wahlweise auch mit einer Dachlast von 100 kg oder einer maximalen Stützlast von 108 kg. Das alles hat seinen Preis, los geht es ab 77.326,20 Euro. Den konventionell angetriebenen Mercedes-Benz GLE gibt es optional auch mit sieben Sitzplätzen, auf diesen Luxus muss man in Kombination mit dem Diesel-Hybrid allerdings verzichten.

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Wie funktioniert ein Diesel-Plug-in-Hybrid?

Die Funktionsweise ist leicht erklärt und analog zu der Kombination zwischen einem Benzin- und Elektromotor. Ein drehmomentstarker und vor allem verbrauchsarmer Selbstzünder wird zusammen mit einem Elektromotor kombiniert. Bis zu einer gewissen Geschwindigkeit kann der Elektromotor das Fahrzeug lokal emissionslos rein elektrisch antreiben. Der Energiebedarf dafür wird der Batterie entnommen, die bei einem Plug-in-Hybrid-Modell extern aufgeladen werden kann. Ist die Batterie leer oder möchte der Fahrer schneller fahren, springt der Diesel an. Der Elektromotor kann in diesem Fall allerdings durch die sogenannte Rekuperation Bremsenergie speichern und wieder abgeben. Dadurch kann auch bei einem Diesel-Hybrid der Verbrauch gesenkt werden.

Warum ist der WLTP-Verbrauch so niedrig angegeben, der Wert kann doch nicht stimmen? Beim WLTP-Test wird das Fahrzeug vollgeladen auf einen Prüfstand gestellt. Der Testzyklus wird so oft wiederholt, bis die Batterie leer ist. Darauffolgend wird eine Messung mit leerer Batterie vorgenommen, bei der die Antriebsenergie ausschließlich vom Diesel-Aggregat und der Rekuperation stammt. Der Mittelwert wird aus diesen beiden Messungen berechnet und anschließend ausgewiesen.

Wieso sind so wenige Diesel-Hybrid Modelle verfügbar?

Es dürfte vor allem die Preisfrage sein. Die Herstellung von Diesel-Plug-in-Hybriden ist kostspielig, die Preise somit nicht gerade günstig. Auch bei den Diesel-Hybrid-Modellen muss die aufwendige Abgasnachbehandlung verbaut werden, welches den Preis erneut nach oben treibt. Die Versionen mit einer Kombination aus Benzin-Aggregat und Elektromotor sind nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der KFZ-Steuer günstiger, da auch die elektrifizierten Diesel-Modelle hier noch recht hoch eingestuft sind.

Wie lange gibt es noch eine Förderung für Plug-in-Hybride?

Über den Umweltbonus, den reduzierten Steuersatz bei der Dienstwagenbesteuerung und auch über eine niedrigere Kfz-Steuer werden Plug-In-Hybride zurzeit mit Steuermitteln gefördert. Der Klimanutzen wird allerdings angezweifelt, da das Umweltbundesamt davon ausgeht, dass die meisten Fahrzeuge mit PHEV-Antrieb überwiegend im verbrennungsmotorischen Modus gefahren werden. Der Klimavorteil ist daher geringer oder kann sich im schlimmsten Fall sogar negativ auswirken. Auswertungen von realen Fahrdaten aus dem Jahre 2020 zeigten, dass in Deutschland der tatsächliche elektrische Fahranteil bei Privatfahrzeugen mit einem Plugin-Hybrid bei ca. 43 % lag. Bei Dienstwagen lag der rein elektrische Fahranteil nur bei 18 %. Das brachte eine Novelle der Förderrichtlinien ins Gespräch, da bei der Bestimmung der offiziellen CO2-Werte im WLTP-Typ-Prüfzyklus je nach elektrischer Reichweite des Fahrzeuges hohe elektrische Fahranteile von rund 60 % bis 80 % angenommen werden, um die mittleren CO2-Emissionen zu berechnen.

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