Wohnwagen: Hochdach

Im Gegensatz zu einem Faltdach kann das Hochdach eines Wohnmobils nicht während der Fahrt versenkt werden, sondern ist fest installiert. Das hat Vor- und Nachteile, wie Sie sehen werden.

Informationen zum Hochdach

Manche Wohnmobile haben ein Hochdach, wobei man noch unterscheiden kann - und das trifft auf die kleineren Varianten, die Campingbusse, zu - zwischen einem festen Hochdach und einem Hub- bzw. Faltdach. Letzteres ist während der Fahrt versenkbar und wird nur bei Gebrauch im Stand hochgeklappt, um sowohl die nötige Standhöhe als auch den entsprechenden Schlafplatz zu haben. Nachteil dieser Hubdächer ist, dass die Seitenwände aus Zeltstoff sind und somit Kälte hereinkommt.

Wir aber wollen uns hier mit den festen Hochdächern der Wohnmobile beschäftigen. Die sogenannten Alkovenfahrzeuge besitzen ein Hochdach, unter dem die zusätzlichen oder aber alleinigen Schlafplätze untergebracht sind. Dabei ist die Höhe der einzelnen Hochdächer beziehungsweise die darin verborgene Schlafhöhe je nach Hersteller und Fahrzeug unterschiedlich. Es gibt Hochdächer, die lediglich zum Schlafen zu benutzen sind, wobei man allerdings keineswegs unter Klaustrophobie leiden darf. Andere Hochdächer gewähren derartig viel Freiraum, dass man sogar bequem – zum Lesen etwa – darin sitzen kann. Die meisten der Hochdächer sind der Breite und der Länge nach einem Doppelbett gleichkommend.

Ein gutes Hochdach im Wohnmobil vereint mehrere Voraussetzungen in sich: Wie bereits erwähnt, sollte es hoch genug sein und genügend Platz haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Lichteinfall. Ideal sind 1-2 Fenster an den Seiten, die man aufklappen kann, oder aber in der Front ein größeres. Viele der Hochdächer haben zudem oben auf dem Dachbereich eine zusätzliche Entlüftungsmöglichkeit in Form einer kleineren, aufklappbaren Dachluke. Sollte das Hochdach nur über ein Fenster verfügen, so ist es von Vorteil, wenn dieses sich im Kopfbereich befindet. Selbstverständlich sollten alle Fenster mit einer Verdunkelungsmöglichkeit sowie einem Fliegengitter versehen sein, damit der Schlaf nicht zum Albtraum wird. Weiterhin ist eine gute sowie richtig angebrachte Beleuchtung vonnöten, denn was nützt es, wenn man eine bequeme Schlafstatt ohne Beleuchtung hat? Hierbei ist darauf zu achten, dass die Beleuchtungskörper so angebracht sind, dass der Lichteinfall beim Lesen auch auf die richtige Stelle trifft. Zudem muss das Ein- und Ausschalten vor Ort geschehen können und nicht von unten her.

Womit wir bei dem Besteigen des Alkovens wären: Das "Klettern" in den Alkoven sollte weder zu einem Risikospiel noch zu einer turnerischen Höchstleistung aufrufen. Das bedeutet, dass die notwendige Leiter sicher anzulegen ist - am besten gesichert durch Einhaken -, sowie dass der Aufstieg keinesfalls durch Möbel im Innenraum behindert wird. Und wenn wir gerade von Sicherheit reden: Da häufig Kinder in Alkoven schlafen, ist eine Art Sicherheitsabtrennung in Form eines Netzes oder einer hochklappbaren anderen Vorrichtung von großem Vorteil.

Last not least ist natürlich das Bett und seine Bequemlichkeit auch im Hochdach von großer Bedeutung für den erholsamen Schlaf. So sollte man darauf achten, dass sowohl ein Lattenrost als auch eine bequeme Matratze vorhanden sind. Eine gute Isolierung des Hochdaches ist selbstverständlich.

Der Alkoven und mit ihm das Hochdach im Wohnmobil bietet neben einer kuscheligen Schlafstatt noch einen weiteren großen Vorteil: Man verfügt über zusätzlichen Stauraum. Sämtliche Bettwäsche einschließlich anderer Sachen können während der Fahrt oder aber auch beim „Leben im Wohnmobil“ dezent hier untergebracht werden, und der untere Bereich sieht immer aufgeräumt aus.

Verschweigen sollte man aber auch nicht, dass das Hochdach im Wohnmobil auch Nachteile mit sich bringt: Zum einen ist der Benzinverbrauch durch den größeren Windwiderstand leicht erhöht, zum anderen ist das Fahrzeug wesentlich windanfälliger, und letztendlich kommt man nicht unter allen Felsvorsprüngen in Südeuropa oder kleineren Brücken durch, auch herunterhängende Äste erschweren das Parken oftmals sehr.

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