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Kompaktklasse

Schrägheck und quer eingebauter Motor kennzeichnen viele Kompaktklasse-Modelle

Mit der Entwicklung von Motoraggregaten, die aufgrund ihrer Konstruktionsart weniger Platz benötigten und quer eingebaut werden konnten, wurde es für die Autodesigner in den 1960er Jahren möglich, kompaktere Limousinenformen zu realisieren. Durch den Quereinbau der Motoren konnte zunächst der Frontbau kürzer ausfallen. Damit eröffneten sich zugleich Alternativen zur Bauweise der hinteren Fahrzeugpartie, die klassischerweise in Form eines Stufenhecks mit horizontal angelegtem Kofferraumdeckel konstruiert wurde. Für die neue Kompaktbauweise konzipierten Entwicklungsingenieure ein Schrägheck mit nach oben öffnender Klappe mit Rückfenster. Obwohl sich dadurch das Kofferraumvolumen reduzierte, wurde die Schrägheckkarosserie zum charakteristischen Merkmal vieler Modelle, die ab den 1970er Jahren in der neu entstehenden Kompaktklasse auf den Markt kamen.

In der Kompaktklasse sind fast alle großen Autohersteller präsent

Ein typischer Vertreter und Mitbegründer der Kompaktklasse wurde der VW Golf, der im Jahr 1974 in erster Generation in den Handel kam und dessen Verkaufserfolge dazu führten, dass die Mehrheit der europäischen Hersteller ab den 1970er Jahren eigene Modellentwürfe in der Kompaktklasse präsentierte. Insbesondere in Europa entwickelte sich das Fahrzeugsegment der Kompaktmodelle zu einem der volumenstärksten der Branche. Während die traditionell eher auf großdimensionierte Fahrzeuge ausgerichteten US-Hersteller erst relativ spät mit eigenen Modellen in der Kompaktklasse vertreten waren, etablierten sich die großen asiatischen Produzenten in Europa als wichtige Anbieter.

In der Kompaktklasse realisieren die Konstrukteure unterschiedliche Karosserieformen

Das fünftürige Schrägheckmodell wurde auf den meisten Märkten Europas zum typischen Vertreter der Kompaktklasse. Doch mit der Ausdifferenzierung ihrer Baureihen brachten die meisten Hersteller in dieser Klasse bald ganz unterschiedliche Karosserieformen auf den Markt. So spielten außerhalb der europäischen Länder insbesondere die Kompaktklasse-Limousinen mit klassischem Stufenheck eine größere Rolle. Vor allem in Deutschland wurden Kombis der Kompaktklasse populär, da sie einen Kompromiss zwischen kompakten Abmessungen und großem Laderaum boten. Darüber hinaus entwickelten die Automobilkonzerne in der Kompaktklasse Coupés sowie Cabrios mit Hardtop oder offene Modelle mit traditionellem Stoffverdeck.

Das Verständnis von Kompaktklasse verändert sich im Laufe der Jahre

Auch bei den Konstruktionsprinzipien der Kompaktklasse änderte sich im Laufe der Jahrzehnte einiges. So entstanden Baureihen, in denen Kompaktmodelle mit längs eingebauten Motoren vom Band liefen. Zudem wurden die Antriebskonzepte vielfältiger, als die ersten Fahrzeuge der Kompaktklasse mit Allradantrieb in den Handel kamen. Und auch das Verständnis von kompakten Abmessungen veränderte sich mit der Zeit: Waren die Fahrzeuge in den 1970er Jahren weit unter vier Meter lang, galten in jüngeren Baujahren selbst Modelle mit 4,50 Metern noch als Vertreter der Kompaktklasse.