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Ferrari 599

Ferrari 599

Auf jeder Autoshow und bei jedem Treffen von Motorsportenthusiasten am Rande der Rennstrecken sind die Supersportwagen der exklusiven Kleinserienhersteller die Stars. Und die Konstrukteure sind natürlich darauf bedacht, den PS-starken Coupés und Cabriolets mit jeder neuen Generation erneut das Image des ultimativen Traumautos zu geben. Weiterlesen

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Die GTB Fiorano der Baureihe 599 sind von 2006 bis 2012 die Ferrari-Flaggschiffe

Kein Wunder also, dass sich auf dem Markt für Neu- und Gebrauchtwagen 2-Sitzer finden, die trotz ihres Profils als Straßensportwagen in ihrem Auftritt eher Rennwagen ähneln. Technisch können die Supercars aktuellerer Baujahre sogar tatsächlich mit Features aufwarten, die ihren Ursprung im professionellen Motorsport haben. Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari gehörte mit seiner langjährigen Präsenz in der prestigeträchtigen Wettbewerbsklasse der Formel 1 zu den ersten Produzenten, die in ihren Modellen Rennwagentechnologie auf die Straße brachten. Ein Beispiel dafür war das V12-Flaggschiff der Baureihe 599, das Ferrari in den Jahren von 2006 bis 2012 als Coupé mit der Bezeichnung GTB Fiorano sowie gegen der Bauzeit in einer Sonderedition als Cabriolet auf den Markt brachte.

Die 599er Coupés realisiert Ferrari mit V12-Frontmotoren

Viele Sportwagenhersteller der Luxusklasse setzten für ihre Straßenmodelle Mittelmotoren ein. Deren Einbau direkt hinter den Sitzen sorgte einerseits für eine optimale Gewichtsverteilung. Andererseits ergaben sich aus der Lage des Motors bestimmte Vorgaben für die Anlage der Karosserie mit ihrer weit vorne platzierten Fahrgastzelle. In der Klasse der mit V8-Aggregaten ausgestatteten Sportwagen setzte Ferrari ebenfalls auf den Trend, Modelle in Mittelmotorbauweise zu realisieren und die dafür typische Karosseriebauform umzusetzen. Zwar hatten die Italiener mit ihrem Supersportwagen Enzo Ferrari im Jahr 2002 gezeigt, dass sich dieses Konzept auch in der Klasse der V12-Modelle realisieren ließ. Doch mit seinem Zwölfzylinder-Spitzenmodell der Baureihe 599 folgte der Hersteller wieder seiner langjährigen Frontmotortradition: Die GTB Fiorano erhielten wie bei den früheren V12-Ferraris üblich einen vorne eingebauten Motor. Die technische Basis dafür lieferte allerdings das Mittelmotormodell Enzo Ferrari der Baureihe F 140, dessen Hochleistungsaggregat die Ingenieure für den Einsatz im 599er anpassten.

Die 599er-Flaggschiffe sind die leistungsstärksten Sportwagen im Ferrari-Programm

Mit dieser Entscheidung war klar, welche Position der GTB Fiorano im Neuwagenprogramm von Ferrari einnahm. Da der nach dem Firmengründer benannte Supersportwagen seinerzeit das schnellste Serienmodell des Herstellers gewesen war, sollten nun die 599er diese Rolle übernehmen. Obwohl die Leistungsabgabe des Zwölfzylinders gegenüber dem V12-Mittelmotor des Enzo Ferrari etwas gedrosselt wurde, konnten die zweisitzigen Coupés der Baureihe 599 noch auf eine Leistung von bis zu 456 kW (620 PS) zugreifen. Mit diesem Wert legte der Fiorano einen deutlichen Abstand zwischen sich und die anderen Modelle im Neuwagenprogramm des italienischen Herstellers. Zum Vergleich: Die zur gleichen Zeit wie die 599er produzierten Viersitzer der Coupé-Baureihe 612 Scaglietti konnten aus ihrem V12-Aggregat maximal 397 kW (540 PS) abrufen.

Mit der GTO-Version bringt Ferrari eine Performance-Version des 599 auf den Markt

Angesichts ihrer Motorleistungen konnten die 599 GTB die größere und schwerere V12-Konkurrenz aus dem eigenen Haus auch hinsichtlich der Fahrleistungen übertrumpfen. Die 2-Sitzer schafften es in gut 3,7 Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 Stundenkilometern und beschleunigten in der Spitze auf rund 330 km/h. Noch einmal bessere Werte brachten die GTO-Versionen des 599er, die Ferrari im Jahr 2010 in einer auf unter 600 Exemplare limitierten Kleinserie auflegte. Die durch den Einsatz leichterer Bauteile um fast 100 Kilogramm auf rund 1,6 Tonnen Leergewicht abgespeckte Performance-Variante bezog aus sechs Litern Hubraum bis zu 493 kW (670 PS) und übernahm damit den Ehrentitel, das bis dahin schnellste Serienmodell aus der Ferrari-Fertigungsstätte in Maranello zu sein. Den Beschleunigungswert auf der Standardspurtstrecke gab der Hersteller mit gut 3,3 Sekunden an. In knapp unter zehn Sekunden kam der leistungsgesteigerte 599er auf 200 km/h. Und bei der Spitzengeschwindigkeit legte der GTO gegenüber dem GTB noch einmal um gut zehn Stundenkilometer auf fast 340 km/h zu.

Für den Streckeneinsatz bietet Ferrari den 599 mit dem HGTE-Tuningkit an

Mochten die Unterschiede zwischen den beiden 599er-Varianten hinsichtlich der Fahrleistungen eher marginal wirken, so brachte der GTO doch Neuerungen in die Baureihe, die optisch durchaus stärker auffielen. So bekamen die Performer mit dem GTO-Schriftzug als Typenbezeichnung ein umgestaltetes Heck mit markanter ausgeprägtem Spoiler und seitlichen Lüftungsauslässen in der Schürze. Ein in vier Fächer unterteilter Diffusor ersetzte das schmaler angelegte Bauteil, wie es in den GTB-Versionen zum Einsatz kam. Die in kleinen Tunneln untergebrachten markentypischen runden Heckleuchten und die vier integrierten Endrohre der Auspuffanlage verbauten die Ferrari-Konstrukteure hingegen fast identisch bei beiden 599ern. In der Vorderansicht unterschieden sich die Schwestermodelle durch eine modifizierte Frontschürze, deren Öffnungen beim GTO anstelle von Querstreben ein feinmaschiges Rautengitter zeigten. Wer die Mehrleistung der GTO-Variante nicht benötigte und dennoch sportlicher unterwegs sein wollte, für den hatte Ferrari ein Tuningkit im Angebot, das den 599er mit veränderter elektronischer Abstimmung sowie Überrollbügel fit für die Rennstrecke machte. Diese aufbereiteten Coupés waren später auf dem Markt für Gebrauchtwagen als Fiorano HGTE zu finden.

Ferrari baut vom 599 auch Rennversionen, Sondermodelle und Cabrios

Während die HGTE-Varianten des 599 als Straßensportwagen mit Rennsportzutaten gedacht waren, produzierte Ferrari in der Baureihe auch technisch modifizierte Varianten, die ausschließlich für den Einsatz auf der Rennstrecke gebaut wurden. Offiziell trugen diese 599er die Zusatzbezeichnung XX im Namen. Ihrem Profil als Rennwagen entsprechend steigerte Ferrari die Leistung bei den im Jahr 2009 präsentierten 599XX auf bis zu 537 kW (730 PS) und reduzierte das Fahrzeuggewicht etwa durch den vermehrten Einsatz von Karbonbauteilen. Besonderes Augenmerk legten die Ingenieure zudem auf die aerodynamische Optimierung durch die Verwendung spezieller Luftkanäle. Im Jahr 2011 entwickelte der Hersteller die Rennwagen der Baureihe 599 zum XX Evo weiter, der nun maximal 552 kW (750 PS) an Leistung abrufen konnte. Besonderheit bei den Evo-Modellen: Sie verfügten über einen Heckflügel, der bei höheren Geschwindigkeiten automatisch ausfuhr und den Anpressdruck auf diese Weise optimierte. Gegen Ende der Bauzeit des 599 stellte Ferrari zum Übergang ins Jahr 2012 das Sondermodell GTB 60F1 vor, mit dem der Hersteller an seine 60-jährige Präsenz in der Formel 1 erinnerte. Als Gebrauchtwagen gehörte das limitierte Geburtstagsmodell zu einer Rarität und war ähnlich selten wie die Cabrio-Versionen des 599, die Ferrari im Jahr 2010 als SA Aperta in einer Auflage von 80 Exemplaren produzierte.

Technische Daten Ferrari 599

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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