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Ferrari Daytona

Ferrari Daytona - Ein spezieller Klassiker aus Maranello

Als letztes Ferrari-Modell mit Frontmotor entwickelte die italienische Traditions-Manufaktur 1969 das Modell 365 G TB/4, besser bekannt als Ferrari Daytona. Sowohl die ursprüngliche Modellbezeichnung wie auch der Namenszusatz Daytona haben, wie bei Ferrari üblich, eine besondere Bedeutung. Jeder der zwölf Zylinder hat einen Hubraum von 365 qcm. Die Ziffer 4 gibt an, dass der Motor mit vier obenliegenden Nockenwellen ausgestattet ist. Die Zusatzbezeichnung Daytona ist ein Hinweis auf das Rennergebnis des legendären 24-Stunden-Rennens von Daytona 1967, bei dem Ferrari die ersten drei Plätze belegte und damit einen besonderen Triumph feierte.

Ferrari Daytona - Ein echter Macho

Als echten Macho bezeichnen Oldtimer-Experten den Ferrari Daytona, denn dieses Auto verlangt seinem Fahrer und seiner Fahrerin einiges ab. Über Komfortausstattungen wie eine Servolenkung verfügt der Daytona nicht, sodass das Einparken etwas Kraftanstrengung erfordert. Leise ist der kraftvolle Motor des Ferrari Daytona auch nicht. Das soll er aber auch nicht sein, denn wer einen Ferrari fährt, möchte den Sound des Motors hören. Die Höchstgeschwindigkeit von 274 Stundenkilometern erscheint aus heutiger Sicht für ein Auto mit 4,4 Liter Hubraum und 348 PS langsam, doch zu seiner Zeit war er der schnellste Ferrari mit Straßen-Zulassung. Die Beschleunigung von 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h kann sich heute noch sehen lassen. Wirklich eindrucksvoll ist auch der Verbrauch dieses außergewöhnlichen Klassikers. Für eine Entfernung von 100 Kilometern sind ungefähr 22 bis 35 Liter Super-Kraftstoff erforderlich. Für professionelle Auto-Rennen wurde der Daytona nicht eingesetzt, obwohl seine Fahrer bis heute der Überzeugung sind, dass er dafür geeignet ist. Die Technik des Ferrari Daytona stammt teilweise aus der Renntechnik, zum Beispiel die Trockensumpfschmierung.

Der Ferrari Daytona hat seinen Preis

Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der Ferrari Daytona auf dem Pariser Autosalon 1968. Bei dieser Messe war er der bis dahin teuerste Ferrari aller Zeiten. Im Jahr 1968 betrug der Listenpreis für die einfachste Ausstattung 68.598 DM. Ferrari-Freunde würden sich freuen, wenn sie für diesen Preis heute noch einen Ferrari Daytona kaufen könnten. Die wenigen noch vorhandenen Modelle erzielen sechsstellige Preise in britischen Pfund und nach Expertenmeinung ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Ferrari Daytona zu einem Preis über einer Million britischer Pfund verkauft wird. Wie viele Modelle derzeit noch in einem guten und fahrbereiten Zustand sind, ist nicht bekannt. Ferrari stellte von 1968 bis 1973 insgesamt 1260 Fahrzeuge dieses Typs her. Die meisten Fahrzeuge wurden in die USA verkauft.

Zur Technik des Ferrari Daytona

Das bis heute zeitlos elegante und sportliche Design des Ferrari Daytona stammt von Leonardo Fioravanti aus der renommierten italienischen Designschmiede Pininfarina. Als Chassis diente der verschweißte Stahlrahmen des Vorgängermodells 275 GTB/4 mit einer deutlichen Vergrößerung der Spurweite. Die Karosserie wurde aus Stahlblech, die Türen und Hauben zunächst aus Aluminium, später aus Sicherheitsgründen ebenfalls aus Stahlblech mit Seitenaufprallschutz hergestellt. Um das Gewicht in Grenzen zu halten, wurden nicht sichtbare Karosserie aus GFK gefertigt. Dennoch bringt der Ferrari Daytona vollgetankt ein stolzes Gewicht von mehr als 1.600 kg auf die Waage. Ein Novum bei Ferrari war die Bremsanlage mit verkleinerten Bremsscheiben und Innenbelüftungssystem. Weitere technische Details sind

  • Einzelradaufhängung
  • Fünfganggetriebe in Transaxle-Anordnung
  • Anbringung des Getriebes getrennt vom Motor in einem Gehäuse mit dem Differential an der Hinterachse
  • 6 Weber Fallstrom-Doppelvergaser
  • Wasserkühlung.

Ferrari Daytona Spider für Frischluftfreunde

Als Cabriolet erblickte 1969 auf der IAA Frankfurt der Ferrari Daytona Spider die Welt. Technisch unterscheidet er sich nicht vom Coupé, doch die Preise, die der Spider erzielt, sind mit 1,2 bis 1,5 Millionen Euro deutlich höher. Von diesem Modell fertigte man in Maranello gerade einmal 125 Stück. Vom Spider zu unterscheiden ist der Ferrari Daytona Conversion. Dabei handelt es sich um ursprüngliche Coupés, die nachträglich zum Cabriolet umgebaut wurden. Der Preis, den diese Fahrzeuge erzielen, ist mit etwa 250.000 Euro deutlich niedriger als der eines echten Spiders. Es gibt nur einen Ferrari Daytona Spider mit offenen Scheinwerfern hinter einer Plexiglasscheibe - und zwar das Ursprungsmodell. Die Serienmodelle sind mit Klappscheinwerfern ausgestattet.