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Maserati MC12
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Maserati MC12

Der MC12 ist einer der wenigen Supersportwagen des Herstellers Maserati

Als der italienische Fiat-Konzern nach seiner bereits ab den 1960er Jahren erfolgten Beteiligung an Ferrari im Jahr 1993 mit der Edelschmiede Maserati den zweiten Sportwagenbauer unter sein Firmendach holte, spekulierten die Marktbeobachter darüber, wie die Italiener die beiden auf Sportmodelle spezialisierten Traditionshersteller in Zukunft positionieren würden, ohne dass eine hausinterne Konkurrenz entstand. Weiterlesen

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Mancher zweifelte aber auch an, dass es mittelfristig überhaupt Platz für zwei Luxusmarken im Konzern der Turiner geben würde. Doch Fiat gelang es, die jeweiligen Profile der beiden bald eng kooperierenden Sportwagenproduzenten zu schärfen und Maserati etwa mit der gründlichen Modernisierung seiner Baureihe Quattroporte als Anbieter von Sportlimousinen in der Tradition der Gran Turismo Eigenständigkeit zu verschaffen. Zugleich setzten die Konzernstrategen bei Maserati auf ein Konzept, das sich bereits bei Ferrari als sehr erfolgreich erwiesen hatte. Die Teilnahme an Rennsportveranstaltungen und die Auflage von Kleinserien sollten das sportliche Maserati-Image stärken und für Werbung sorgen. Den Rennstall in der Königsklasse der Formel 1 überließen die Italiener weiter exklusiv Ferrari. Dafür sollte Maserati eine alte Tradition wieder aufgreifen und bei Tourenwagenrennen und Wettbewerben der GT-Klasse antreten. Die Möglichkeit dazu eröffnete ein Coupé, das in den Jahren 2004/5 in Kleinserie unter dem Namen Maserati MC12 gefertigt wurde und das im Programm von Maserati eine Sonderstellung einnahm: Der MC12 war einer der wenigen Supersportwagen, die das Dreizack-Logo des Herstellers zeigten. Zugleich markierte er nach fast 40 Jahren die Rückkehr Maseratis in den professionellen Motorrennsport der GT-Klasse.

Für die Entwicklung des MC12 nutzt Maserati Technik des Enzo Ferrari Coupés

Da die Regeln für die Teilnahme an Gran-Turismo-Rennen vorschrieben, Straßenversionen der Renngeräte in einer Kleinauflage herzustellen, nutzte Maserati die Chance für die Entwicklung eines Homologationsmodells. Die Grundlage dafür stand mit dem Enzo Ferrari Coupé zur Verfügung, dessen Technik die Ingenieure von Maserati nutzen durften, weil das Produktionsende des Supersportwagens in dem Partnerunternehmen aus Maranello für das Jahr 2004 geplant war. Technisch hatten die beiden Zweisitzer also viele Gemeinsamkeiten, auch wenn das Maserati-Team einige Komponenten für den Einsatz im MC12 modifizierte. Ansonsten aber musste der Supersportwagen von Maserati einen eigenständigen Auftritt bekommen. Schließlich sollte bereits mit der Optik klargemacht werden, dass der MC12 nicht nur einfach ein Kleinserienmodell war, sondern direkt von den Rennwagen abstammte, die den Namen Maserati wieder in den Profisport zurückbrachten.

Rennwagen-Design für den Maserati MC12

Während Ferrari traditionell auf eine Zusammenarbeit mit dem Designbüro Pininfarina setzte, das auch das nach Firmengründer Enzo benannte Coupé entworfen hatte, so arbeitete Maserati bei der Gestaltung des MC12 mit hauseigenen Designern sowie mit dem Konstruktionsbüro Italdesign von Giorgetto Giugiaro zusammen. Es entstand ein Karosserieentwurf, der auf den Einsatzzweck des MC12 auf dem Rennparcours abgestimmt war. Um die Aerodynamik des Coupés zu optimieren, erhielt der Supersportwagen von Maserati eine relativ steil abfallende Front mit keilförmigem Abschluss in Form einer mit großem Lufteinlass versehenen Frontschürze. An den Flanken statteten die Konstrukteure den MC12 mit bis unter die Türfenster reichenden Luftschächten aus, die dem hinter der haubenartig aufbauenden Fahrgastzelle verbauten Motor Kühlung zuführten.

Ein Heckflügel im XXL-Format dominiert den Auftritt des Maserati Coupés MC12

Weitere charakteristische Merkmale des Zweisitzers waren ein mittig auf dem Dach angeordneter Entlüftungsstutzen und ein weit über das Heck ragender feststehender Heckflügel im Format XXL, der den Auftritt des MC12 dominierte. Diese Bauweise verlieh dem Maserati auf der Straße einen spektakulären Auftritt, diente jedoch vor allem einem praktischen Zweck, der insbesondere auf der Rennstrecke wichtig war. Der Heckflügel konnte gemeinsam mit dem mächtigen Diffusor den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen und den Rennwagen so besser stabilisieren. Zugleich bescherte die Konstruktion dem MC12 jedoch Abmessungen, die für ein Coupé in der Klasse der Supersportwagen ungewöhnlich üppig ausfielen: Die Karosserie erstreckte sich über eine Länge von fast 5,15 Meter und war nahezu 2,10 Meter breit. Trotz dieser Dimensionen erwies sich der MC12 als Leichtgewicht. Durch den Einsatz einer Karosserie aus Karbonfasern und die Verwendung von Karbon und Aluminium für das Chassis konnten die Konstrukteure das Gewicht des Supersportwagens auf gut 1,3 Tonnen begrenzen.

Im MC12 setzt Maserati V12-Motoren mit bis zu 630 PS ein

Um den MC12 für die Rennstrecke ausreichend zu motorisieren, setzten die Ingenieure von Maserati ein V12-Aggregat ein, das von Ferrari ähnlich im Enzo Ferrari verbaut worden war. Das Hochleistungstriebwerk mit 6,0 Litern Hubraum konnte in den MC12-Straßenversionen eine Leistung von bis zu 465 kW (630 PS) abrufen und machte das Coupé damit zum Leistungsträger im Programm des Herstellers. Der MC12 erreichte mit dem Zwölfzylinder in der Straßenversion eine Spitzengeschwindigkeit von rund 330 Stundenkilometern und brachte das Coupé innerhalb von gut 3,8 Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 km/h. In knapp unter zehn Sekunden hatte der Maserati Supersportwagen die Grenze zu 200 km/h erreicht.

Maserati produziert nur 50 Exemplare der Straßenversion MC12

Mindestens 25 Modelle des MC12 musste Maserati als Straßenversionen bauen, um die Zulassung für die GT-Rennteilnahme zu erhalten. Diese Vorgabe erfüllten die Italiener bereits im Baujahr 2004. Im Jahr 2005 fertigte Maserati dann noch einmal weitere 25 Coupés der Baureihe, die an ausgewählte Kunden vergeben wurden. Damit gehörte der MC12 zu den seltensten Modellen des Herstellers aus aktuellerer Zeit. Da die meisten Exemplare an private Sammler verkauft wurden, tauchte der MC12 als Gebrauchter später nur äußerst selten auf dem Markt auf. Aber weil die Fahrzeuge als Homologationsmodell entwickelt worden waren, durften sie trotz ihrer Performance und ihrer Gestaltung in Form eines Rennwagens im Straßenverkehr bewegt werden.

Mit der Versione Corse baut Maserati MC12-Varianten ohne Straßenzulassung

Darin unterschied sich der MC12 von seinem Schwestermodell Ferrari FXX, das mit ähnlicher Technik und Optik als Supersportwagen ohne Straßenzulassung in den Jahren 2005/6 bei Ferrari gefertigt wurde. Doch auch vom MC12 gab es modifizierte Versionen, die für den privaten Renneinsatz angepasst wurden. Nur gut ein Dutzend dieser Versione Corse lieferte Maserati im Jahr 2006 an private Kunden aus. Im Unterschied zu den Homologationsmodellen der Baureihe steigerten die Ingenieure von Maserati die Leistung der MC12 in dieser technisch an den Einsatz auf der Rennstrecke angepassten Ausführung auf bis zu 555 kW (755 PS), womit diese Modelle ähnliche Leistungen brachten wie die GT1-Rennwagen von Maserati.

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