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Lamborghini Huracán

Lamborghini Huracán

Leichter Sportwagen mit V10-Power

Lamborghini – mehr muss man nicht sagen. Die Marke steht für Power, Luxus und Tradition. Und so ist auch der Lamborghini Huracán ein exklusiver Sportwagen der alten Schule. Ohne Turbolader, Kompressionen und modernen Schnickschnack katapultiert der Lamborghini-typische Saugmotor mit zehn Zylindern den Luxusschlitten mit 580 bis 640 PS in 3,6 bis 2,9 Sekunden auf 100 km/h. Ein bisschen Audi steckt vom Mutterkonzern mit drin, was für eine ruhigere Fahrweise sorgt. Weiterlesen

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Lamborghini Huracán - Karosserieform

Lamborghini Huracán - Außenfarbe

Stierkampf-Tradition mit Audi-Elementen

Bereits seit 1963 stellt Lamborghini Sportwagen her. Passend zum Kampfstier im Logo wird jedes neue Modell nach dem Stierkampf benannt. Beim Lamborghini Huracán ist es ein Stier der spanischen Rasse „Conte de La Patilla“, der im 19. Jahrhundert als unbesiegbar galt. Außerdem trägt der Maya-Gott für Sturm und Wind ebenfalls diesen Namen, sodass man sich vor dem Sportwagen in Acht nehmen sollte. So angriffslustig wie der Name klingt, sieht der Lamborghini auch aus – mit scharfen Kanten, schlitzförmigen Scheinwerfern und schreienden Signalfarben von Lamborghini-Designer Filippo Perini. Dabei hat er die typische Lamborghini-Form eines flachen Keils, die im Straßenverkehr sofort neugierige Blicke auf sich zieht. 2014 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt, wird das Fahrgestell seitdem im Audiwerk in Neckarsulm vorgefertigt und dann im italienischen Sant’Agata Bolognese zusammengesetzt. An der ein oder anderen Stelle schimmert der Einfluss von Audi auch durch. Zum Beispiel bei den Knöpfen und Bedienelementen im Innenraum.

Leichtbauweise trifft auf V10-Motor

Nach zehn Jahren Lamborghini Gallardo trat der Huracán ein schweres Erbe an. Von 2003 bis 2013 wurde der Vorgänger gebaut und entwickelte sich zum Bestseller. Die Hälfte aller seit Unternehmensgründung verkauften Lamborghini gingen auf sein Konto. Ein großer Unterschied zum Nachfolger: Der Lamborghini Huracán fährt sich angenehmer und leichtfüßiger. Grund dafür ist das 7-gängige Doppelkupplungsgetriebe von Audi, mit dem das bisherige sequenzielle Getriebe ersetzt wurde. Die ruckeligen Gangwechsel des Gallardo gehören der Vergangenheit an. Mit dem Audi R8 teilt sich der Huracán zudem noch den Antriebsstrang mit dem V10-Motor und das Fahrgestell aus Aluminium und Karbonverstärkung. Die Leichtbauweise ist in der Sportwagen-Klasse üblich, trotzdem ist der Huracán mit seinen 1.389 bis 1.542 kg Leergewicht eine ganze Ecke leichter als seine Konkurrenten: Porsche 911 Turbo, Porsche GT3, Audi R8 V10, Nissan GT-R und Ferrari 458.

Spyder-Variante für Cabrio-Feeling

Lamborghini lässt sich mit neuen Modellen immer viel Zeit. Dafür muss der Huracán seinen Vorgänger in fast allen Punkten übertreffen. Ein bisschen kantiger, ein bisschen länger, ein bisschen breiter, ein bisschen mehr Radstand und vor allem mehr Leistung. Während beim Gallardo bei 570 PS Schluss war, fängt der Lamborghini Huracán bei 580 PS überhaupt erst an und hat je nach Modell bis zu 640 PS unter der Haube. Seit 2016 gibt es den Huracán – wie schon beim Vorgänger – auch in der Spyder-Variante, also mit einem leichten Verdeck, dass sich in wenigen Sekunden öffnet und dem Sportwagen ein Cabrio-Feeling verleiht. Die Spyder-Modelle sind dann auch ein ganzes Stück schwerer als ihre Kollegen ohne Verdeck. Ansonsten bleiben sie der Coupé-Linie treu. Andere Versionen des Huracáns sind aufgrund des eigenwilligen Designs und der hohen technischen Ansprüche auch gar nicht möglich.

Der Saugmotor mit dem Abgasproblem

Der Benzin-Motor wurde vom Vorgänger Gallardo übernommen und ist ein Lamborghini-typischer Saugmotor. Da bleibt sich die Marke treu. Der Motor saugt die Luft an und presst sie in die Zylinder, ohne sie vorher in einem Turbolader zu verdichten. Der Vorteil: Ein Saugmotor ist zuverlässiger, hat weniger Einzelteile und kein Turboloch. Beim Fahren ist er deutlich entspannter. Der Nachteil: Turbolader sorgen für einen besseren Wirkungsgrad, moderaten Spritverbrauch und bessere Abgaswerte. Und hier liegt der Schwachpunkt des Lamborghini-Motors: Um die strengen EU 6-Abgasnormen erfüllen zu können, arbeitet der Huracán als weltweit erster V10-Motor mit einer dualen Einspritzung in Form einer Direkteinspritzung und einer Multipointeinspritzung – mit mehreren Ventilen pro Zylinder. Diese Technik ermöglicht wiederum mehr Leistung, sodass es der Lamborghini Huracán Performance in 2,9 Sekunden auf 100 km/h und in 8,9 Sekunden auf 200 km/h schafft. Gleichzeitig kann bei moderater Fahrweise der Verbrauch des Sportwagens auch auf 15 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden. Das klappt durch die Start-Stopp-Automatik und das gut abgestimmte Doppelkupplungsgetriebe. Seit 2016 ist auch eine Zylinderabschaltung verbaut, die im Stadtverkehr unmerklich fünf der zehn Zylinder ungenutzt lässt.

Corsa, Sport oder Strada?

Das Herzstück des Innenraums ist das 12,3 Zoll große Display in der Konsole, was nach dem Huracán auch im Audi TT 8S eingesetzt wurde. Darauf kann der Fahrer alle wichtigen Zahlen ablesen, zum Beispiel Geschwindigkeit, Drehzahl, Infotainmentangebot und die Route. Als erstes Serienauto weltweit hat der Lamborghini Huracán ein Trägheitsnavigationssystem eingebaut, wie es auch in Flugzeugen verwendet wird, um die geografische Position zu bestimmen. Für so viel Information ist das Display etwas klein geraten. Außerdem wäre eine Tempoanzeige per Head-up-Display ein deutlicher Pluspunkt. Auf einem schmalen Display in der Mittelkonsole lassen sich zusätzlich Motortemperatur, Motoröldruck und Batteriespannung ablesen. Deutlich besser ist das Multifunktionslenkrad gelungen, bei dem alle wichtigen Funktionen in Daumenreichweite liegen. Hierzu zählt auch das Fahrdynamiksystem namens ANIMA (Adaptive Network Intelligent Management). Während „Corsa“ und „Sport“ den Wagen über die Rennstrecke jagen, eignet sich „Strada“ zum spritsparenden Schlendern durch die Stadt. Je nach Auswahl am Lenkrad reguliert das System unter anderem die Reaktionen von Motor und Getriebe, den Allradantrieb, den Fahrzeugsound und die elektronische Stabilitätskontrolle.

Stotterndes ABS verdirbt den Spaß

Bei früheren Huracán-Modellen mit der Sportbereifung Pirelli P Zero Trofeo R funktioniert die Regulierung durch das ABS-System hingegen nicht so gut. Die Elektronik greift zu früh zu extrem in den Bremsvorgang ein, fällt durch eine unregelmäßige Frequenz auf und gibt dem Fahrer das Gefühl eines verhärtenden Pedals und einer größeren Verzögerung. Zwar hat der Lamborghini auch eine Keramikbremsanlage im Angebot und kommt von 100 km/h bereits nach knapp über 30 Metern zum Stehen, aber das unharmonische Bremsen sorgt bei der hohen Geschwindigkeit nicht gerade für ein Gefühl der Sicherheit. Grund dafür könnte die fehlende Abstimmung zwischen dem ABS und dem sehr guten Grip der Sportreifen sein. In der frühen Entwicklungsphase gab es die Reifenvariante noch gar nicht, weshalb das ABS zum großen Teil mit Standardreifen getestet wurde. Das haben die Kollegen mit den Michelin Pilot Sport Cup 2 Reifen beim Audi R8 V10 besser hingekriegt.

Fazit

Ein Lamborghini ist kein Fahrzeug für den Alltag – das sollte nicht überraschend sein. Das Hineinklettern in die eng anliegenden Schalensitze, die geringe Rundumsicht und der winzige Kofferraum mit 100 Liter Volumen eignen sich nicht für den alltäglichen Gebrauch. Der Huracán ist auf der ganzen Linie ein Sportwagen und macht erst richtig Spaß auf der Rennstrecke. Hier überzeugt er mit einem souveränen Fahrgefühl, der Leistung eines V-10-Saugmotors und einer innovativen Leichtbauweise. Wer mit dem Lamborghini von der Rennstrecke runter kommt, der zieht alle Blicke auf sich. Der Huracán zeigt was er hat und lässt sich gern zeigen. Das sollte einem (neben dem stolzen Preis) bewusst sein, wenn man nach einem gebrauchten Lamborghini Huracán Ausschau hält.

Technische Daten Lamborghini Huracán

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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