Mit Dieselmodellen für seine Nobelmarke Lexus hielt sich der japanische Autoproduzent Toyota jahrelang zurück. Der Grund: Die Ende der 1980er Jahre etablierte Marke Lexus war zunächst vor allem für den nordamerikanischen Markt konzipiert worden. Und dort spielten die Selbstzünder aufgrund des eher niedrigen Benzinpreises selbst bei den als durstig geltenden Sport Utility Vehicle (SUV) traditionell eine untergeordnete Rolle. Für die europäischen Märkte hingegen war es ein Nachteil, nicht in allen Modellreihen Dieselversionen anbieten zu können. Das musste Toyota insbesondere bei dem Einstiegsmodell dem Lexus IS erfahren, dessen erste Generation im Jahr 1998 auf dem Markt etabliert wurde. Bis zum Baujahr 2004 gab es den Lexus IS ausschließlich mit Reihensechszylinder-Motoren der 2,0 und 3,0 Liter Hubraumklasse. Erst bei der Konzeption des Nachfolgers entschieden sich die Japaner, ihre Mittelklasse auch mit Common Rail Dieselmotoren auszustatten. Markteinführung des ersten Lexus Mittelklasse-Diesel war das Jahr 2005, als der Lexus IS 220d in der zweiten IS-Generation die Modellpalette des Herstellers ergänzte.
Gebaut wurde der IS 220d als klassische Stufenhecklimousine. Die zuvor bei den Benzinern vorhandene SportCross genannte Version in Schrägheckbauweise fiel mit dem Modellwechsel aus dem Programm. Gegenüber der ersten IS-Baugeneration wirkte der Lexus IS 220d erwachsener. Das war vor allem auf das Längenwachstum von fast zehn Zentimetern auf knapp 4,58 Meter zurückzuführen. Aber auch in der Breite legte der IS 220d mit nunmehr 1,80 Metern deutlich zu. Im Jahr 2009 erhielt der Lexus 220d eine Modellpflege, die in erster Linie leichte Veränderungen in der Scheinwerfer- und Frontgestaltung mit sich brachte.
Während der Hersteller bei den Benzinern der Baureihe in der zweiten Generation auch auf kräftige V6-Triebwerke setzte, wählten die Ingenieure für die erste Dieselversion des Lexus IS ein aus Aluminium konstruiertes Common Rail Aggregat mit Turboaufladung. So sollte auch der Lexus IS 220d seinem Anspruch als Sportlimousine gerecht werden. Dazu stellte das aus dem Toyota-Regal stammende Dieseltriebwerk dem IS 220d eine Leistung von bis zu 130 kW (177 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern (Nm) zur Verfügung. Mit dieser Motorisierung schaffte der Lexus IS 220d den Spurt von Null auf einhundert Stundenkilometer in 8,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag laut Hersteller bei gut 220 km/h. Als Verbrauch gab Lexus für den IS 220d Werte von 5,5 Litern Diesel auf einhundert Kilometer an. Das entspricht einem CO2-Wert von 144 g/km.
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