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Toyota Camry

Ein verkannter Begleiter für den Alltag

„Camry“ ist die englische Aussprache des japanischen Wortes „kan-muri“ und bedeutet „Krone“. Tatsächlich setzte sich Toyota mit dem Camry die Krone für die meistverkaufte Mittelklasse-Limousine der Welt auf – mit bisher acht Generati-onen und über 19 Millionen verkauften Fahrzeugen. Aber in Europa kennt das Modell kaum jemand, da es 2004 schon wieder verschwunden ist. Gegen die vielen namhaften Konkurrenten in der Mittelklasse kam der Toyota Camry einfach nicht an. 2019 versucht er es erneut. Weiterlesen

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Keine Chance gegen die Konkurrenz in Europa

Der Toyota Camry kann auf über 35 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken. 1983 trat er in Europa die Nachfolge des Toyota Cressida an, obwohl dieser noch bis 1985 hierher exportiert wurde. In manchen Län-dern standen die beiden Modelle sogar bis 1992 parallel bei den Händlern. Doch so richtig Fuß fassen konnte der Camry auf europäischem Boden nie. Ein Grund hierfür ist die starke Konkurrenz in der Mittelklasse. Volkswagen, Opel, Ford, Peugeot, Kia und Hyundai decken bereits alle Bedürfnisse und Varianten ab. Da fällt eine graue Maus wie der Toyota Camry kaum auf. Ganz anders sieht es da auf dem nordamerikanischen Markt aus. Hier hat Toyota allein 2017 über 387.000 Camrys verkauft, damit liegt die Limousine in den USA auf Platz sechs der meistverkauften Autos – gleich hinter den Pick-ups und SUVs. Für die USA ist der Camry wie der VW Golf bzw. der VW Passat für Deutschland: ein unauffälliges und hochwertiges Auto für die breite Masse, ohne wirkliche Schwächen, ohne wirkliche Stärken, aber mit viel Platz und Alltagstauglichkeit. Deshalb führt der Camry in den USA die Mittelklasse an, auch ohne Designpreis oder spektakuläre Auszeichnungen. Außerdem stand der Camry schon für verschiedene andere Fahrzeuge Modell, zum Beispiel für den Lexus ES, den Toyota Windom und den Toyota Vis-ta. In Australien war er von 1989 bis 1997 als Holden Apollo erhältlich. Und in Japan wird er seit 2000 von einer Toyota-Tochterfirma als Daihatsu Altis gefertigt.

2004 bis 2019 nicht nach Deutschland exportiert

In seinem Heimatland hat der japanische Hersteller Toyota eine breite Produktpalette im Angebot. Doch gerade aus der Oberklasse schaffen es nur wenige Modelle nach Europa. So wurde der Konzern erst 1989 mit der Gründung der Zweit-marke Lexus als Anbieter von hochwertigen Limousinen und Coupés wahrgenommen, obwohl mit dem sparsamen Toyota Crown und dem luxuriösen Toyota Century bereits passende Modelle zur Verfügung standen. In der Mittelklasse versuchte Toyota schon in den 1970er Jahren mit dem Toyota Corona und dem Toyota Cressida in Europa Fuß zu fassen. Doch auch mit der Ablöse in den 1980er Jahren durch den Toyota Camry gelang das noch nicht so richtig. Ende der 1990er Jahre folgte dann der Toyota Avensis, woraufhin der Camry 2004 aus Europa abgezogen wurde.

Die Entwicklung des Toyota Camry im Überblick

  • Celica Camry (1980–1983)
  • 1. Generation: Camry V10 (1983–1986) – 75 bis 92 PS
  • 2. Generation: Camry CV20/SV21/VZV21 (1986–1991) – 84 bis 161 PS
  • 3. Generation: Camry SXV10/VCV10 (1991–1996) – 136 bis 188 PS
  • 4. Generation: Camry XV20 (1996–2001) – 126 bis 190 PS
  • 5. Generation: Camry XV30 (2001–2006) – 152 bis 186 PS
  • 6. Generation: Camry XV40 (2006–2011) – 147 bis 268 PS
  • 7. Generation: Camry XV50 (seit 2011) – 148 bis 277 PS
  • 8. Generation: Camry XV70 (seit 2017) – 150 bis 302 PS

Celica Camry (1980–1983)

Bereits 1980 lief der erste Toyota Camry im Toyota-Werk Tsutsumi vom Band. Im Vergleich zum späteren Modell wurde dieser Toyota noch von den Hinterrädern angetrieben und als Toyota Celica Camry nur im asiatischen Raum angeboten. Als Vorlage diente der Toyota Corona, allerdings hat der Celica Camry mehr Ausstattung an Bord. Ab 1982 wurde der Celica Camry dann als Toyota Vista angeboten.

1. Generation: Camry V10 (1983–1986)

Die offizielle Geschichte des Camry beginnt 1983 mit der 1. Generation V10. Mit dem Camry wechselte Toyota in der Mittelklasse von Heck- auf Frontantrieb. Zwei Karosserie-Varianten hatte Toyota im Angebot: eine viertürige Limousine und ein fünftüriges Schrägheck mit der Bezeichnung „Liftback“. Passend zu den 1980er Jahren fiel das Design noch recht eckig und kastenförmig aus.

2. Generation: Camry CV20/SV21/VZV21 (1986–1991)

Einen Camry Kombi gibt es erst ab der 2. Generation, parallel zum Stufenheck. Die Schrägheck-Variante verschwand aus dem Programm. 1985 stellte Toyota den Export des Toyota Cressida nach Europa ein, in Nordamerika wurden weiterhin beide Modelle angeboten. Allerdings konnten in Deutschland nur rund 3.000 Exemplare des Camry verkauft werden, davon waren 60 % Kombis. Vom Design her war der Camry der 2. Generation schon etwas glatter und rundlicher als sein Vorgänger.

3. Generation: Camry SXV10/VCV10 (1991–1996)

Für die 3. Generation wurde der Camry komplett neu entwickelt und machte den Mitstreitern in Deutschland mit einer sehr üppigen Ausstattung das Leben schwer. Zunächst legte die Karosserie rund 20 Zentimeter zu, bot damit mehr Platz, 517 Liter Volumen im Kofferraum und eine 3. Sitzreihe für den Kombi. Das Design wurde etwas eleganter und orientierte sich an den verwandten Lexus-Modellen. Die Limousine des Camry kam weiterhin aus Japan, der Kombi stammte jedoch aus dem Toyota-Werk in den USA. Als erstes Fahrzeug in der oberen Mittelklasse hatte der Camry serienmäßig einen Airbag an Bord, verfügte über ein elektronisches Vier-Sensoren-ABS und einen Seitenaufprallschutz in den Türen. Die zwei Scheibenwischer auf der Heckscheibe des Kombis sind bis heute einzigartig.

4. Generation: Camry XV20 (1996–2001)

In der 4. Generation wuchs der Camry erneut um zehn Zentimeter auf 4,82 Meter Länge und drängte sich damit in die obere Mittelklasse. Das Design wurde etwas dynamischer, kleiförmiger, während die Leistung leicht abnahm, um die Euro-2-Abgasnorm zu erfüllen. Gleichzeitig sorgte ein größerer Radstand für mehr Beinfreiheit im Innenraum, während auch der Komfort dank weicherer Materialien, Klimaautomatik und weiteren Airbags zunahm. Allerdings verschwand die Kombi-Variante 1996 vom europäischen Markt und war nur noch als Toyota Camry Gracia in Japan erhältlich. In den USA gab es von 1998 bis 2003 zusätzlich eine Coupé- und eine Cabriolet-Version mit dem Namen Toyota Camry Solara.

5. Generation: Camry XV30 (2001–2006)

Mit der 5. Generation kratzte der Camry endgültig an der Oberklasse und war auf den ersten Blick kaum von einem Lexus zu unterscheiden. Die Karosserie wuchs um neun Zentimeter in die Höhe und der Radstand um fünf Zentimeter in die Länge. Somit haben Beine und Kopf mehr Freiheit, der Kofferraum hat Platz für 587 Liter Volumen und mit längeren Federwegen, Maßnahmen zur Geräuschdämmung und besser abgestimmter Servolenkung fährt sich der Camry deut-lich komfortabler.

6. Generation: Camry XV40 (2006–2011)

Ab 2004 war der Toyota Camry nicht mehr in Europa erhältlich. Dafür auch als Coupé- und Cabriovariante in Nordameri-ka. In Sachen Ausstattung lieferte der Camry mit ABS, optionalem ESP, sieben Airbags, Satellitenradio, Xenonlicht, LED-Rückleuchten und Bluetooth-Technologie ein ordentliches Ergebnis ab.

7. Generation: Camry XV50 (seit 2011)

Trotz optischer Ähnlichkeiten hat der Camry in der 7. Generation eine komplett neue Karosserie bekommen. Im asiati-schen Raum ist er nur noch mit Hybridantrieb erhältlich, in den USA nur noch mit Automatikgetriebe. Natürlich hat er wieder ESP, zehn Airbags und viel Komfortausstattung an Bord.

8. Generation: Camry XV70 (seit 2017)

Mit der 8. Generation ist der Camry noch einmal länger geworden und bietet mehr Platz im Innenraum. Das Design ist im Vergleich zur Konkurrenz immer noch sehr unauffällig, wirkt mit der markanten Front, dem sportlichen Heck und den konturierten Seitenlinien jedoch wesentlich ausgeprägter als bei den Vorgängern. Mit einer Hybrid-Version will es Toyo-ta erneut in Europa versuchen und den 2018 ausgelaufenen Toyota Avensis ersetzen, obwohl das Profil ohne Diesel-Variante, ohne Allrad- oder Kombi-Version und ohne Sportmodell recht eindimensional daherkommt.

Fazit

Im Gegensatz zum Toyota Corolla oder Toyota Avensis ist der Toyota Camry eher selten auf deutschen Straßen zu se-hen, vor allem die Modelle nach 2004. Das hat jedoch nichts mit seinen Qualitäten als alltagstauglicher Mittelklassewa-gen zu tun, der sich immer weiter in Richtung Oberklasse schiebt und durchaus mit den deutschen Herstellern konkurrie-ren kann. Inwiefern die 8. Generation auf europäischem Boden Fuß fassen kann und dann auch wieder als Gebraucht-wagen zur Verfügung steht, das bleibt abzuwarten.

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