Gebrauchte Westfield bei AutoScout24 finden

Westfield

Aktuelle Westfield Topmodelle im Überblick

Finden Sie jetzt Ihr Wunschauto.

Aus über 2,4 Mio. Fahrzeugen im europaweit größten Online-Automarkt.

Einfach inserieren, erfolgreich verkaufen. Kostenlos auf dem großen Marktplatz.

Schnell, bequem und meistbietend verkaufen. Kostenlos, ohne Probefahrten, ohne Anrufe.

Britische Sportwagentradition von Westfield

Leichte Karosserien in der Bauweise von Cabrios, ein Innenraumkonzept als Zweisitzer, kompakte Abmessungen und puristische Ausstattung, diese Eigenschaften machten die typischen britischen Roadster bereits in den 1920er Jahren zu beliebten Sportwagen, die außergewöhnliche Leistungen auf der Straße brachten und zugleich für Motorsportveranstaltungen genutzt werden konnten. Zwar sorgten später schärfere Sicherheitsvorschriften und der zunehmende Komfortbedarf dafür, dass sich der Charakter der in Serie produzierten offenen Zweisitzer veränderte und die Hersteller sich zunehmend an den modernen Standards des Automobilbaus orientierten. Doch parallel dazu entwickelten sich speziell in Großbritannien kleine Unternehmen, die die ursprüngliche Roadster-Tradition weiterverfolgten. Die Möglichkeit dazu bot sich mit so genannten Bausatzautos oder Kit Cars, wie sie etwa der Ingenieur Colin Chapman als einer der Pioniere der Branche mit seinem Lotus Seven in den 1950er Jahren auf den Markt brachte. Während sich Lotus später der Serienfertigung klassischer Sportwagen zuwandte, nutzten andere Roadster-Enthusiasten die Chance, um als Kit-Car-Hersteller oder Kleinserienproduzenten die Nische zu besetzen, indem sie die Tradition der legendären Seven-Modelle fortleben ließen. Zu einem der bekanntesten britischen Anbieter von Bausatzautos dieser Art gehörte die im Jahr 1983 gegründete Firma Westfield Sportscars. Neben Kit Cars in einem leicht modifizierten Seven-Look bot Westfield später auch im eigenen Werk komplett fertig montierte Roadster sowie Rennwagen für den Einsatz in Sportwettbewerben an.

Westfield etabliert sich mit seinen Seven-Modellen als Roadster-Spezialist

Eine leichte Karosserie aus Glasfaser, ein niedriges Windschild, verdeckfreie Dachkonstruktion mit Überrollbügel und die kastenförmig angelegte Front mit den direkt über den Vorderrädern montierten halben Kotflügeln, das waren die charakteristischen Merkmale, die die nach dem Vorbild des Lotus Seven bei Westfield gebauten Roadster seit den 1980er Jahren auszeichneten. Das Seven Model SE gehörte damit zu den Klassikern im Programm der Briten, mit dem sie sich als Roadster-Spezialist etablierten. Die puristisch ohne Blinker, Scheibenwischer oder Heizung ausgestatteten Zweisitzer lieferte Westfield zunächst ausschließlich als Bausatz zur Selbstmontage. Die technischen Komponenten und die Motoren stammten je nach Fertigungsjahr von unterschiedlichen Herstellern wie Mazda, Ford, General Motors, Suzuki oder Honda. Eine Straßenzulassung der Westfield Seven Model SEi Kit Cars war in den meisten europäischen Ländern in der Regel allerdings nicht möglich, sodass die Fahrzeuge dort vor allem als Sportgeräte bei Amateurrennen zum Einsatz kamen.

Westfield liefert seine Roadster in verschiedenen Bausätzen als Kit Car

Während später das Seven Model SEi das Programm der Westfield-Straßenmodelle in Kontinentaleuropa dominierte, bot der Hersteller seine klassischen Kit Cars in Großbritannien weiter in unterschiedlichen Ausstattungslinien unter den Bezeichnungen Classic Special Edition oder FW Special Edition mit einem veränderten Heckaufbau an. Die Bausätze waren als Starter Kit, in Teilen vormontiert oder komplett in Einzelteilen für den Selbstbau zu haben. Auf Wunsch übernahm Westfield jedoch gegen Aufpreis auch die Montage der Roadster im hauseigenen Werk, wo auch die Kleinserienmodelle mit offizieller Zulassung für die Straße weitgehend in Handarbeit gefertigt wurden.

Den Euro ST bietet Westfield als Roadster mit Straßenzulassung an

Als Kleinserienhersteller war Westfield mit einem für den öffentlichen Straßenverkehr ausgestatteten Roadster präsent, der in vielen Ländern Europas unter dem Namen Euro ST auf den Markt kam und in Großbritannien als Westfield Sport Turbo vermarktet wurde. In der Straßenversion verließ der vom Klassiker der Baureihe Seven Model abgeleitete Roadster mit der vorgeschriebenen Beleuchtung und einer Abgasanlage mit Katalysator das Werk des Herstellers. Besonderheit beim Euro ST: Der Roadster wurde mit einem an der Beifahrerseite montierten Auspuffrohr aus gelochtem Chrom ausgeliefert und unterschied sich dadurch auffällig von anderen Sportwagen der aktuelleren Baujahre.

Sportliche Sonderausstattung und optionale Komfortfeatures für den Westfield Euro ST

Ungewöhnlich war allerdings auch die Gestaltung des Euro-ST-Innenraums, der mit Aluminiumplatten ausgelegt war. Passend zum sportlichen Interieur stattete Westfield sein Serienmodell zudem mit Schalensitzen und Armaturen im Karbon- oder Alulook aus. Darüber hinaus bekam der Euro ST praktische Ausstattungsdetails wie ein kleines Staufach, das durch den von den Westfield FW-Modellen bekannten Heckaufbau mit seinem als Kantenspoiler ausgearbeiteten Kofferraumdeckel realisiert werden konnte. Überdies ließ sich der ab Werk mit einem manuell einsetzbaren Verdeck ausgelieferte Westfield-Roadster der Serienproduktion auf Wunsch mit Komfortelementen wie Ledersitzen oder sportlichen Anbauteilen wie einem Heckdiffusor nachrüsten. Für ein besseres Handling des Zweisitzers sollten das als Option erhältliche selbstsperrende Differenzial sowie die an Vorder- und Hinterachse verbauten Stabilisatoren sorgen.

In Deutschland kommt der Westfield Euro ST mit einer Leistung von 192 PS auf den Markt

Für den deutschen Markt stattete Westfield den Euro ST mit einem von Opel zugelieferten 1,6 Liter Motor aus, der dem Roadster eine Leistung von bis zu 141 kW (192 PS) zur Verfügung stellen konnte. Dank eines Fahrzeuggewichts von nur rund 650 Kilogramm ließ sich mit dem Turboaggregat eine Spurtzeit von 4,7 Sekunden auf der Strecke von Null bis 100 Stundenkilometer erzielen. Als Höchstgeschwindigkeit gab der Hersteller einen Wert von 245 km/h an. Im Betrieb auf der Landstraße ermittelte Westfield für den Euro ST einen Benzinverbrauch von gut sechs Litern, was einem CO2 -Wert von 179 g/km entsprach.

Die Westfield-Roadster für den britischen Markt

In Großbritannien war das Euro ST Modell als Westfield Sport Turbo mit einer stärkeren Motorisierung zu haben, die dem Roadster eine Leistung von maximal 153 kW (208 PS) bereitstellen konnte. In der Version Westfield Sport setzte der Konstrukteur einen von Ford zugelieferten Vierzylindermotor ein. In der Zeit von 1991 bis 2010 gab es von Westfield zudem ein V8-Modell, das unter dem Namen SEight mit Triebwerken des britischen Herstellers Rover in unterschiedlichen Hubraumklassen im Programm stand. Für sein Modell Megabusa setzte Westfield zunächst ab dem Jahr 2000 einen von Suzuki stammenden 1,3 Liter Motor ein, der in der Generation der Mega S2000 dann durch ein Honda-Triebwerk mit rund 179 kW (243 PS) ersetzt wurde.

Mit dem AeroRace bietet Westfield einen Roadster für den Rennsporteinsatz an

Abgerundet wurde das Programm des britischen Roadster-Spezialisten durch ein für den Rennsport konstruiertes Modell, das unter der Bezeichnung AeroRace als Ableitung der klassischen Seven Models des Herstellers fertig montiert zu den Kunden kam. Entsprechend seinem Einsatzzweck wurde der Roadster mit einem kompletten Überrollkäfig und ohne die für den Straßenverkehr vorgeschriebene Ausstattung gefertigt. Als Antrieb setzte Westfield einen Ford-Motor ein, der dem AeroRace eine Leistung von rund 132 kW (180 PS) lieferte.

Mehr anzeigen