Informationen zu Fiat 124 Spider
Der Fiat 124 Spider wird von 1966 bis 1985 produziert
Bevor der Autohersteller Fiat zum inzwischen fast alle italienischen Automarken umfassenden globalen Konzern mit starker Präsenz auch in der Nutzfahrzeugbranche und mit Beteiligungen am US-Produzenten Chrysler wurde, gehörten sportliche kleine Coupés und Cabriolets der Marke Fiat zum festen Bestandteil der Produktpalette. Erst nachdem der Traditionshersteller Alfa Romeo im Jahr 1986 aufgekauft worden war, wurden die Sportwagen von Fiat seltener. Der Grund: Die Marke Alfa Romeo sollte im Fiat-Konzern allein für die sportlichen Modelle stehen. Zuvor hatten die Turiner ihre Cabriolets seit Einführung des Fiat 1500 Spider vom italienischen Konstruktionsbüro Pininfarina entwerfen lassen, der meist auch die fertigen Karosserien baute. Auf diese Kooperation setzte Fiat auch beim Nachfolger des Fiat 1500, der in der 1966 neu aufgelegten 124er-Baureihe als Fiat 124 Spider die Fahrzeugfamilie ergänzte und neunzehn Jahre lang bis 1985 gebaut wurde.
Klassische Roadstereigenschaften für den Fiat 124 Spider
Trotz seiner Namenszugehörigkeit zur Bauserie der Fiat 124 Limousinen und Coupés sowie einiger gemeinsamer technischer Komponenten mit den Fahrzeugen der Mittelklasse, basierte der Fiat 124 Spider auf einer eigenständigen Bauplattform mit einem auf 2,28 Meter verkürzten Radstand und einer 3,96 Meter langen Karosserie, die bei Pininfarina in Monocoque-Bauweise gefertigt wurde. Mit seinem Klappstoffverdeck und der schnörkellosen Formgebung mit steil aufragender Frontscheibe, Chromstoßfängern und Rundscheinwerfern entsprach der Fiat 124 Spider eher der klassischen britischen Roadster-Tradition als den rasant gestylten und hoch motorisierten Sportwagen italienischer Edelschmieden. Mit Ausnahme von leicht modifizierten Stoßfängern wurde der 2+2sitzige Fiat 124 Spider in den neunzehn Jahren seiner Bauzeit äußerlich nahezu unverändert gefertigt.
Die Motorisierungen des Fiat 124 Spider von 1966 bis ins Baujahr 1985
Der Fiat 124 Spider ging im Baujahr 1966 mit einem 1,4 Liter Motor an den Start, der über 66 kW (90 PS) verfügte. Bis zum Jahr 1979 stieg die Motorleistung mit Einführung neuer Motoren der 1,6 Liter Hubraumklasse dann auf bis zu 78 kW (105 PS) an. Die späteren Modelle mit dem 2,0 Liter Aggregat und mit bis zu 74 kW (100 PS) wurden als Fiat 2000 Spider vermarktet. Eine Abarth-Version des Fiat Spider 124 wurde mit einem Triebwerk ausgestattet, das 86 kW (128 PS) mobilisierte. Als Fiat das Modell im Jahr 1982 aus dem Programm nahm, wurde der Fiat 124 Spider bei Pininfarina noch drei weitere Jahre unter dem Namen Pininfarina weiterproduziert. Pininfarina stellte 1983 auch das Spitzenmodell mit Kompressor vor, das über 99 kW (135 PS) verfügte. Während es die anderen Fiat 124 Spider nur auf Höchstgeschwindigkeiten von gut 175 km/h brachten, so schaffte es das Volumex genannte Modell auf gut 190 Stundenkilometer. Kurz vor Produktionsende 1985 spendierten die Italiener dem Cabriolet dann auch noch einen Katalysator.
Das Fünfganggetriebe des Fiat 124 Spider sorgt für sportliche Beschleunigung
Eine Besonderheit des Fiat 124 Spider: Bereits die ersten Modelle verfügten über eine Fünfgang-Handschaltung, was in den 1960er Jahren für Sportwagen dieser Klasse eher ungewöhnlich war und sich vor allem positiv bei der Durchzugskraft des nur knapp 1000 Kilogramm schweren Cabriolets bemerkbar machte. Ab dem Baujahr 1979 lieferte der Hersteller den Fait 124 Spider optional auch mit einer Schaltautomatik aus.