Informationen zu Rover 25
Der Rover 25 ist eines des letzten Modelle des britischen Herstellers Rover
Als der britische Traditionshersteller Rover Mitte der 1980er Jahre in Kooperation mit Honda eine neue Reihe von Kompaktwagen vorstellte, ging es für die Briten mit ihren Marken Rover und MG ums Überleben. Obwohl sich die drei- oder fünftürigen Limousinen der Baureihe Rover 200 im Laufe der Zeit zu einer kompletten Fahrzeugfamilie mit Kombis, Coupés und Cabriolets entwickelten und zur volumenstärksten Serie der Unternehmesgeschichte wurden, erreichte Rover sein Ziel nicht. Im Jahr 1994 übernahm BMW die vor der Insolvenz stehende Rover Group. Als eines der ersten Modelle unter deutscher Regie erschien im Baujahr 1995 eine neue Generation des Rover 200. Fünf Jahre später kam der Nachfolger unter dem neuen Namen Rover 25 auf den Markt. Die Münchener allerdings zogen sich imselben Jahr zurück und veräußerten den Hersteller an eine britische Investorengruppe. Unter den neuen Eigentümern wurde der Rover 25 gemeinsam mit dem größeren Rover 75 als eines der letzten Modelle der Marke produziert, bis Rover im Jahr 2005 erneut vor der Insolvenz stand und schließlich vom Markt verschwand.
Der Rover 25 wird im Jahr 2000 am Markt eingeführt
Wie sein Vorgänger wurde der im Jahr 2000 am Markt eingeführte Rover 25 in zwei Karosserieversionen als drei- oder fünftürige Schräghecklimousine angeboten. An den Grundzügen des Designs wurde im Vergleich zur vorangegangenen Generation der Rover 200 nichts verändert. Allerdings bekam der Rover 25 ein neues Gesicht, das Gestaltungsmerkmale wie die vier Rundscheinwerfer und den ovalen Chromkühlergrill mit Längslamellen vom größeren Bruder Rover 75 übernahm. Ziel der Designer war es, mit einem klar definierten gemeinsamen Markengesicht das Profil von Rover insgesamt zu schärfen. Eine Modellpflege erhielt der Rover 25 noch im Baujahr 2004 kurz vor Einstellung der Produktion. Neben Neuerungen in der Innenraumgestaltung gab es einen in der Form veränderten Kühlergrill sowie gestufte Scheinwerfereinheiten anstelle der vier einzelnen Rundscheinwerfer.
Sieben Benziner stehen für den Rover 25 zur Auswahl
Den Schwerpunkt bei der Motorisierung setzten die Rover-Ingenieure ganz klar bei den Benzinern. Gleich sieben Antriebe standen für den Rover 25 in der Bauzeit von 2000 bis 2005 bereit. Als Basismodell wurde im Baujahr 2000 ein 1,1 Liter Aggregat eingeführt, das über eine Leistung von 55 kW (75 PS) verfügte. In der 1,4 Liter Hubraumklasse standen zwei Triebwerke mit 62 kW (84 PS) und 76 kW (103 PS) im Programm. Im Mittelfeld angesiedelt war der Rover 25 mit dem 1,6 Liter Motor, der auf eine Leistung von 80 kW (109 PS) zugreifen konnte. Bis ins Jahr 2001 gab es überdies das Topmodell des Rover 25 mit einem 1,8 Liter Aggregat, das entweder 86 kW (117 PS) oder 107 kW (145 PS) mobilisierte.
Ab dem Jahr 2001 wird das Topmodell des Rover 25 als MG ZR verkauft
Abgelöst wurde das Spitzenmodell des Rover 25 im Laufe des Jahres 2001 durch die neue Topversion mit 118 kW (160 PS), mit der es der Rover 25 auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 210 km/h schaffte. Der Rover 25 mit dem Sportmotor wurde allerdings unter dem Namen der Rover-Tochter MG als MG ZR vermarktet. Der Grund: Die Marke MG wurde in der Öffentlichkeit traditionell eher mit Sportwagen und Roadstern verbunden. Die sportlich motorisierte Version des Rover 25 schien daher besser zum Image von MG zu passen und neue Kundenkreise für den Rover 25 erschließen zu können.
Die Dieselmotorisierungen des Rover 25
Bei den Dieseln standen zwei Aggregate der 2,0 Liter Hubraumklasse für den Rover 25 zur Verfügung, die jedoch nicht beide auf allen Märkten angeboten wurden. In der Basisausführung verfügte der Rover 25 mit dem Dieselaggregat über Leistungswerte von 74 kW (101 PS). Ein leicht modifiziertes Dieseltriebwerk stellte dem Rover 25 hingegen 83 kW (113 PS) bereit. Beide Selbstzünder wurden von Rover auch in den Modellen verbaut, die als MG ZR in den Handel kamen. Sowohl die MG-Version als auch der Rover 25 liefen im Baujahr 2005 das letzte Mal in England vom Band. Nach der Insolvenz von Rover sicherte sich der chinesische Hersteller SAIC die Lizenzrechte für den Rover 25, der ab dem Jahr 2007 dann in leicht modifizierter Form und unter anderem Namen für einige asiatische Märkte wieder in die Produktion ging.