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DAF

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Informationen zu DAF

DAF steht für Doorne’s Automobiel Fabriek N.V. und ist ein niederländischer Automobilhersteller, der seit 1975 nur noch Lkw produziert. Seit der Übernahme im Jahr 1996 durch den US-amerikanischen Paccar-Konzern, der selbst einer der größten Lkw-Hersteller aus den Vereinigten Staaten ist, firmiert die hundertprozentige Unternehmenstochter als DAF Trucks N.V.. In Holland gilt DAF mit seinem Hauptsitz in Eindhoven als der bedeutendste Automobilproduzent. Auch international gehört DAF mittlerweile zu den größten Herstellern von Transportlösungen und lieferte im Jahr 2007 den 750.000sten Lkw aus.

Die Geschichte von DAF

Die 30er Jahre: Wie alles begann

DAF geht zurück auf den Mechaniker und Erfinder Hub van Doorne, der 1928 die gleichnamige Firma „Machinefabriek en Reparatieinrichting“ als KG gründete. Zunächst war seine Firma noch auf Schmiede- und Schweißarbeiten ausgerichtet, wobei zu seinen wichtigsten Kunden das Unternehmen Philips, die Eindhovensche Binnenschifffahrt sowie Betreiber von Sattelomnibussen gehörten. Als sich wenig später sein jüngerer Bruder Wim van Doorne an der Firma beteiligte, sahen sich die Gebrüder nach neuen Geschäftsfeldern um – nicht zuletzt blieb ihnen durch herbe Einbußen im Zuge der 1930er Wirtschaftskrise auch nichts anderes übrig. So entstand im Jahr 1932 das bis heute verwendete Kürzel DAF – allerdings stand das A damals noch für „Aanhangwagen“ – und aus der KG wurde kurzerhand eine AG. Der Fokus lag nun also klar auf der Herstellung von Lkw-Anhängern für Schwerlasten, die im Jahr 1936 in der Herstellung eines der ersten Container-Sattelauflieger weltweit mündete: Der sogenannte DAF Losser wurde entwickelt, um Container mit Waren von einem Eisenbahnfahrgestell auf einen Lkw zu verladen und umgekehrt. Als der Zweite Weltkrieg begann, baute DAF auch zum ersten Mal eigene Zugmaschinen, allerdings hatten diese vorrangig militärischen Nutzen für die Artillerie. Der neuen Schwerpunktsetzung gemäß entstand der bis heute verwendete Firmenname „Van Doorne’s Automobiel Fabriek N.V.“.

DAF nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg stieg die Nachfrage an Zugfahrzeugen zusehends, so dass DAF ab 1949 begann, auch eigene Lastwagen zu bauen, die damals noch mit britischen Dieselmotoren des früheren Herstellers Leyland fuhren. Dies bedeutete für DAF technisch und wirtschaftlich den Sprung auf die nächsthöhere Ebene, denn die Eigenproduktionen und die Zusammenarbeit mit Leyland führten alsbald schon aus logistischen Gründen zum ersten Lizenzvertrag mit den Briten zur Produktion der Motoren im Hause DAF. Einmal Lunte gerochen, begann man bei van Doorne die Motoren weiter zu entwickeln bis schließlich die ersten komplett eigenen Aggregate entstanden. Eine der Besonderheiten bei DAF war, dass die Unterbringung der Motoren bei den Lkw im Vornherein als Frontlenker konzipiert war – also ohne eigene Motorhaube, sondern als Motortunnel unterhalb des Fahrerhauses, wie es auch heute bei den meisten Lkw Standard ist. DAF war damit einer der ersten europäischen Hersteller, die Frontlenker-Lkw (Kabine noch nicht kippbar) serienmäßig herstellten – anfangs noch mit rundlichem Design und seit den 60er Jahren bis heute in eckiger Ausführung.

Die 60er Jahre: Pkw von DAF

Hub van Doorne gilt als Erfinder der Variomatic, einem stufenlosen vollautomatischen Keilriemen-Getriebe. Diese Getriebeart ist zwar nicht besonders verbreitet, jedoch bei Mopeds und Motorollern der gängige Standard. Auch bei Audi kommt die Variomatic als Multitronic zum Einsatz. Wegen dieser Getriebeart erreichten auch Pkw von DAF schnell Bekanntheit: Das erste im Jahr 1958 auf der Amsterdamer Automobilausstellung vorgestellte Fahrzeug war der DAF 600, gefolgt von den Modellen DAF 30, 31 und 32 ab 1961, die auch als „Daffodil-Reihe“ – einem Kofferwort aus DAF und Automobil – bekannt sind.

1967 kamen gleich drei Modelle auf einmal auf den Markt: der DAF 33 als Nachfolger des DAF 32, sowie die geringfügig größeren und stärkeren Fahrzeuge DAF 44 und DAF 55. Letzterer wurde ab 1972 vom DAF 66 abgelöst. Noch während dessen Bauzeit übernahm Volvo im Jahr 1975 die Pkw-Sparte von DAF, so dass das Hauptgeschäft wieder zu den Lkw zurückkehrte. Aus dem DAF 66 wurde somit der Volvo 66 und der im Jahr 1976 folgende Volvo 343 kann als letztes Fahrzeug dieser Linie technisch noch als DAF 77 bezeichnet werden – ab dem späteren Volvo 440 kam das Variomatic-Getriebe nicht mehr zum Einsatz. Das ruckfreie Fahren im stets optimalen Drehzahlbereich bleibt damit eine der Besonderheiten vornehmlich von DAF – im Übrigen auch, dass DAF-Fahrzeuge genauso schnell rückwärts wie vorwärts fahren können.

DAF ab den 70er Jahren bis zum Einbruch

Während der Zeit der Pkw-Produktion liefen die Lkw freilich weiter stetig vom Band und immer neuere Modelle wurden entwickelt. Während der 70er Jahre gehörte DAF außerdem zum sogenannten „Vierer-Club“: Dabei handelt es sich um eine Kooperation der Hersteller Magirus-Deutz aus Deutschland, Saviem aus Frankreich, Volvo aus Schweden und DAF, um zusammen ein neues Fahrerhaus für leichte bis mittelschwere Lkw zu entwickeln – anfangs war auch noch MAN mit involviert, stieg jedoch sehr bald wieder aus, um sich mit VW zusammen zu schließen. Die Zusammenarbeit stellte insbesondere auch deshalb eine Herausforderung für die vier Unternehmen dar, weil die Grenzen zwischen den europäischen Staaten in den 70er Jahren bei weitem noch nicht so durchlässig waren, wie sie es heute sind. Bei DAF entstanden so die Lkw-Modelle DAF 900, DAF 1100 und DAF 1300. Allerdings stiegen die Niederländer als erster der beteiligten Hersteller aus der Produktion der Vierer-Club-Modelle wieder aus. Der Grund dafür lag unter anderem in der Übernahme von Leyland in den Jahren 1986/87. In diesem Zuge wurden die Vierer-Club-Fahrzeuge bei DAF durch neue Modelle ersetzt, die vom Leyland-Typ T45 abgeleitet waren. Die Gebrüder Wim und Hub van Doorne bekamen davon jedoch nichts mehr mit – sie starben nacheinander in den Jahren 1978 und 1979.

Im Jahr 1993 musste DAF zum ersten Mal seit seinem Bestehen hart ums Überleben kämpfen: Der Nutzfahrzeugmarkt brach vor allem in Großbritannien herbe ein. Da DAF gerade vom britischen Markt in besonderem Maße abhängig war, musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Innerhalb weniger Wochen wurde jedoch ein neues Unternehmen gegründet: Die neue DAF Trucks N.V. stellte die Produktion abermals komplett um, mit dem Ziel, seine Lkw weltweit konkurrenzfähig zu machen. So entstand das neue Modell DAF 95, der mit einem revolutionären Fahrerhaus aufwartete und im einen bis dahin nie dagewesenen Komfort zur Verfügung stellte, der auch Konkurrenten wie MAN oder Mercedes-Benz in den Schatten stellte. 1996 kam es schließlich zur Übernahme durch den US-amerikanischen Paccar-Konzern, der viel Know-how in die Firma einbrachte und DAF auf internationalem Niveau letztgültig auf die Beine stellte. Ab 1997 kamen nach und nach die bis heute gängigen und fortlaufend weiter entwickelten Baureihen DAF LF (leichte Lkw, seit 2001), DAF CF (mittelschwere Lkw, seit 1998) und DAF XF (schwere Lkw, seit 1997) auf den Markt. 1999 produzierte DAF seinen 500.000sten Lkw, 2014 seine 1.000.000ste Fahrerkabine.

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