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Informationen zu BYD Auto

BYD steht für „Build Your Dreams“ und ist ein Hersteller vor allem für Elektroautos, der als Tochtergesellschaft zur chinesischen BYD Company Ltd. gehört – der Mutterkonzern stellt seit 1995 Batterien und batteriebasierte Speicherkraftwerke her. Die BYD Auto Company Limited mit Sitz im zur Provinz Guangdong gehörenden Shenzhen ging hingegen erst Anfang 2003 durch den Aufkauf eines angeschlagenen, staatlichen Kfz-Herstellers als eigenständige Firma an den Markt, denn so erhielt man die staatliche Lizenz zum Automobilbau. Heute ist BYD einer der größten Automobilproduzenten Chinas, insbesondere beim Verkauf von Elektrofahrzeugen ist das Unternehmen sogar weltweit führend.

Die Unternehmensgeschichte von BYD Auto Co. Ltd.

Wie alles begann

BYD Auto ist, wenn man so will, einer der jüngsten unter den aktuell führenden Autoherstellern, beginnt seine Geschichte doch erst im Jahr 2003: Der seit 1995 in der Herstellung von Batterien etablierte Konzern BYD Company Ltd. kaufte im Januar den staatlichen Automobilhersteller Xi’an Tsinchuan Auto Co. Ltd., der kurz vor der Pleite stand. Damit stieg das Unternehmen erstmalig in das Automobilgeschäft ein und die Fahrzeuge firmieren seither unter BYD Auto Co. Ltd. Im Übrigen ging es BYD Auto nicht etwa darum, das technische Wissen des ehemaligen Herstellers für seine darauffolgende Produktion zu nutzen – BYD wollte vielmehr eine eigene staatliche Lizenz zur Kfz-Fertigung und konnte somit den zu dieser Zeit klassischen Weg im Zuge von Produktionen über Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture), die sich zwangsläufig das finanzielle Risiko teilen, umgehen.

Die ersten BYD-Fahrzeuge

Beinahe wie ein Prototyp, da weitgehend unbeachtet und nur in kleinen Stückzahlen verkauft, stand zunächst der BYD Flyer in Produktion, der schlichtweg vom Vorbesitzer Xi’an Tsinchuan übernommen wurde. Danach ging es alsbald mit Eigenschöpfungen los, denn als Grundkonzept vermied das Unternehmen den schnelleren Weg der Nutzung von Lizenzbauten globaler Konzerne: Zwar baute BYD wie andere chinesische Unternehmen auch erst einmal andere Fahrzeuge nach, setzte dabei jedoch von Anfang an auf eigene Entwicklungen, indem ausgewählte Modelle komplett zerlegt und alle durch Patente geschützten Teile maßgefertigt ersetzt wurden. Daher entsprechen die Mittelklasse-Limousine BYD F3 von 2005 und der Van BYD M6 beispielsweise nahezu den Fahrzeugen Corolla und Previa des japanischen Herstellers Toyota. Die Nachbauten haben den Vorteil, dass sie mit einem schnellen Lernprozess verbunden sind, ohne größere Studien zu brauchen, wie man es „richtig“ macht. Außerdem war auf dieser Basis die schnelle Entwicklung eigener Technik möglich, so dass BYD im Jahr 2007 bereits über 2.000 Patente angemeldet hatte.

BYD Auto wird autark

Auf diese Weise etablierte BYD gewissermaßen ein Alleinstellungsmerkmal, denn statt auf Zulieferer zurückzugreifen – mit Ausnahme von Reifen, Autoglas und weniger anderer Bauteile – stammen die Komponenten allesamt aus eigenem Hause. So etwa auch die Motoren, das Getriebe, die Steuer- und Bremssysteme, die gesamte Fahrzeugelektronik nebst Scheibenwischern, Sicherheitsgurten, Airbags und sogar dem CD-Spieler. Um dieses für westliche Unternehmen zu kostenintensive Fertigungskonzept zu realisieren, übernahm BYD Auto das Vorgehen der Produktionsprozesse, die sich bereits bei der Batterieherstellung von BYD etabliert hatte: Mittels detailliertester Beschreibung des Workflows war es möglich, die Einzelschritte der Fertigung soweit aufzufächern und folglich zu verkleinern, dass selbst prinzipiell unqualifizierte Mitarbeiter diese übernehmen können. Trotzdem wird eine Qualität der Komponenten erreicht, die mit von Industrierobotern produzierten Teilen vergleichbar sind, wobei durch die Niedriglöhne in China insgesamt dennoch eine kostengünstigere Fertigung und somit niedrigere Preise erreicht werden.

Dieses Konzept ermöglichte es für BYD außerdem, seine Forschungs- und Entwicklungszentren fortwährend auszubauen – heute sind alleine hier bereits rund 10.000 Wissenschaftler tätig. Auch wurde das Ziel des vollständig autarken Fertigungsprozesses konstant weiterverfolgt, weswegen BYD Auto im Frühjahr 2010 beispielsweise ein weiteres Werk zur Herstellung von Fahrzeugteil-Urformen aufkaufte, dieses Mal vom japanischen Unternehmen Ogihara Corp – im selben Jahr kam BYD Auto auf eine Fertigungsrate von 500.000 Fahrzeugen. Kurz darauf unterzeichnete BYD einen Vertrag zur Zusammenarbeit mit der Daimler AG. Seitdem steht die Produktion von Elektroautos weit mehr im Fokus.

Die ersten Hybrid- und Elektrofahrzeuge von BYD

Bereits im Jahr 2008 war eine Variante des BYD F3 mit Plugin-Hybrid-Antrieb auf den Markt gekommen (BYD F3DM). Allerdings erhielt das Modell nur wenig Zuspruch, obgleich es das erste Hybridfahrzeug aus China war, und wurde 2013 vom Markt genommen. Das Elektroauto BYD e6 kam 2010 auf den Markt und kommt seitdem vor allem bei Taxiflotten zum Einsatz. Zu den Besonderheiten zählen die Reichweite von bis zu 400 km (per 80kWh Akku), eine garantierte Ladefestigkeit von 4000 Ladezyklen und die Schnellladung des Akkus auf 80 Prozent in 15 Minuten. Weiterhin zur Personenbeförderung wurde im selben Jahr auch der BYD ebus eingeführt, der als weltweit erster Linienbus mit einem Lithium-Eisenphosphat-Akku ausgestattet ist.

Die chinesische Regierung stellte in den letzten Jahren wegen der zunehmenden Luftverschmutzung jedoch vermehrt staatliche Förderungen für die Herstellung alternativer Antriebe zur Verfügung, mit dem Ziel die überwiegend mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeuge sukzessive durch umweltfreundlichere Automobile zu ersetzen. So wurde bereits 2012 der Nachfolger des BYD F3DM auf der Beijing International Auto Exhibition erstmalig vorgestellt. Bis zur Markteinführung dauerte es allerdings noch bis Ende 2013, um die von der chinesischen Regierung angekündigten Steuerermäßigungen und weiteren Subventionen für umweltfreundliche Fahrzeuge abzuwarten: Der BYD Qin verfügt über einen Elektromotor mit 110 kW (150 PS) und einen Benzin-Turbomotor mit 1,5 Liter Hubraum und 113 kW (154 PS). Zusammen erreichen die beiden Antriebe eine Beschleunigung von 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h – laut BYD soll der Qin damit das derzeit schnellste Serien-Hybridfahrzeug der Welt sein.

Verkaufsrückgang und Umstrukturierungen

Durch einen Rückgang abgesetzter Fahrzeuge auf rund 450.000 Stück in den Jahren 2011 und 2012 leitete das Unternehmen Maßnahmen zur Umstrukturierung ein – vom Verkaufsrückgang waren jedoch auch andere Automobilfirmen in China betroffen. In diesem Zuge wurde das Händlernetzwerk auf rund 800 Filialen verkleinert und 1.800 von insgesamt 2.600 Vertriebsmitarbeitern entlassen – dadurch sollten auch die Verluste der BYD-Photovoltaik-Sparte durch die Krise der europäischen Solarindustrie aufgefangen werden. 2013 waren diese Maßnahmen beendet. Seitdem gehört auch die Produktion von Gabelstaplern und Niederhubwagen zum Portfolio. Heute besitzt BYD Auto sieben größere Produktionsstandorte in Xi’an, Beijing, Pingshan, Huizhou, Shanghai, Changsha und Shaoguan. In der kalifornischen Stadt Lancaster besteht eine Produktionsstätte zur Fertigung des BYD ebus.