Gebrauchte Opel Astra Kombi bei AutoScout24 finden

Opel Astra Kombi

Die Entwicklung der Opel Astra Kombis vom Caravan zum Sports Tourer

Über viele Jahrzehnte liefen beim Rüsselsheimer Autohersteller Opel die ladefreundlichen Limousinenableger mit kantig ausgestelltem Heck unter der traditionellen Bezeichnung Caravan vom Band. Zunächst als einfache Dreitürer mit breiter Heckklappe gebaut, gehörten die Kombis in der Kompaktklasse des Herstellers seit dem Jahr 1963 zum Programm. Von den Dreitürern verabschiedeten sich die Rüsselsheimer mit dem Übergang vom Kadett zur ersten Generation der Opel Astra zu Anfang der 1990er Jahre, die in der heute üblichen Form mit fünf Türen vom Band liefen. Nur in einer Lieferwagenversion mit verschweißten Seitenfenstern blieben die Dreitürer im Programm. Mit ihrer geteilt umklappbaren Rücksitzbank, eine Durchlademöglichkeit zum Kofferraum und einem respektablen Laderaumvolumen von annährend 500 Litern gehörten die Astra in dieser Zeit zu den Kombis mit dem größten Gepäckabteil in ihrer Fahrzeugklasse. An der Bezeichnung Caravan hielt der Konstrukteur fast 20 Jahre lang fest, ehe er mit dem Baujahr 2010 eine am Konzept der Lifestyle-Kombis ausgerichtete Version des Astra vorstellte, die nun unter dem Namen Sports Tourer auf den Markt kam. Die Astra Kombis gehörten in den unterschiedlichen Bauphasen zu den wichtigsten Volumenmodellen des Herstellers und waren auch auf dem Markt für Gebrauchtwagen eines der meistverkauften Opel-Modelle.

Die ersten Generationen des Opel Astra Kombis bieten über 1500 Liter Stauvolumen

In der ersten Baugeneration lief der fünftürige Opel Astra von 1991 bis 2000 mit den klassentypischen Dimensionen von knapp 4,28 Metern Länge und rund 1,69 Metern in der Breite vom Band. Wie bei vielen Kombis dieser Zeit üblich, richteten die Konstrukteure die Gestaltung der Karosserie an der praktischen Nutzung der Fahrzeuge aus. Das sachliche kantige Design erlaubte ein würfelförmig ausgestelltes Heck mit großen Seitenfenstern und breiter Heckklappe, sodass die Kombis trotz insgesamt kompakter Abmessungen bei umgelegten Rücksitzen ein Ladevolumen von über 1500 Litern bieten konnten. Einziges Zugeständnis an eine optische Aufwertung war die serienmäßig bei den Fünftürern verbaute Dachreling, die in ihrer Funktion als Verankerung für einen Dachgepäckträger freilich auch einen praktischen Alltagsnutzen hatte. An diesem Konzept änderte Opel bei der zwischen 1998 und 2004 gefertigten zweiten Generation des Kombis der Baureihe Astra nichts Grundlegendes. Die Abmessungen blieben nahezu gleich, und auch das Styling der Karosserie orientierte sich noch stark an den Vorgängern.

Ab dem Baujahr 2004 wird der Opel Astra als Lifestyle-Kombi aufgewertet

Mit der Einführung der Baureihe Astra H im Jahr 2004 begannen die Rüsselsheimer das Konzept für ihren kompakten Fünftürer stärker an den Lifestyle-Kombis zu orientieren. Die bis ins Jahr 2009 gebaute Modellgeneration wurde optisch durch eine flache Dachreling in Aluoptik und breite Chromstreifen an der Heckklappe aufgewertet. Hoch ausgeschnittene Radkästen mit einer Verbreiterung und die Frontschürze mit ihrem breiten Lüftungsgitter sollten den dynamischeren Auftritt des Opel Astra Kombis unterstreichen. Dieser Trend setzte sich mit der 2010 präsentierten Generation der Fünftürer fort, die nun eine leicht abfallende Dachlinie, einen flacher angelegten Frontbau, sichelförmige Flankenkonturen und einen Heckabschluss mit Dachkantenspoiler sowie neue Heckleuchten in Stufenform erhielten. Passend zum sportlicheren Auftreten benannten die Rüsselsheimer ihre Kombis nun von Caravan zu Sports Tourer um. Mit einer Länge von fast 4,70 Metern und einer Breite von gut 1,81 Metern zeigten die Fünftürer auch mit ihren Abmessungen eine Aufwertung in Richtung eines Mittelklasse-Kombis. Einzig beim Ladevolumen änderte sich nichts: Mit 500 Litern fasste das Kofferraumabteil der aktuelleren Kombis nicht mehr als die erste Generation des Astra G.

In den frühen Bauphasen des Opel Astra Kombis stehen die Benziner im Fokus

In den 1990er Jahren standen bei den Kombis der Opel-Kompaktklasse die Ausführungen mit Benzinmotoren im Mittelpunkt. In den Hubraumklassen von 1,4 bis 2,0 Litern boten die Rüsselsheimer ihren Fünftürer bis zum Jahr 2000 in den Leistungsstufen von 60 kW (82 PS) bis 100 kW (136 PS) an. Die Auswahl bei den Dieseln fiel in dieser Bauphase mit zwei Aggregaten und Spitzenleistungen bis 60 kW (82 PS) deutlich geringer aus. Modernere Selbstzünder mit einem 1,7 CDTI-Aggregat kamen erst bei den Kombis der Generation Astra G ab dem Jahr 2003 zum Einsatz. Die Turbobenziner dieser Zeit stellten dem Opel Astra Leistungen von bis zu 147 kW (200 PS) zur Verfügung.

Die Motorengenerationen des Opel Astra Kombis der neuen Baujahre

Mit der Einführung der Kombis der Baureihe Astra H ab dem Baujahr 2004 baute Opel das Dieselprogramm bei den Modellen kräftig aus. Die CDTI-Motoren gab es jetzt in den Hubraumklassen von 1,3 bis 1,9 Litern. Während die kleinen Selbstzünder den Kombis eine Leistung von 66 kW (90 PS) bis 92 kW (125 PS) zur Verfügung stellen konnte, lieferten die großen Aggregate Werte bis zu 110 kW (150 PS). Darüber hinaus war der Astra Caravan als Benziner sowie mit Erdgasantrieb erhältlich. Ab dem Baujahr 2010 setzte Opel beim Astra Sports Tourer auf seine ecoFlex-Motoren, die zunächst in den Leistungsstufen von 64 kW (87 PS) bis 132 kW (180 PS) ins Programm kamen. Im Spitzenmodell arbeiteten BiTurbo-Aggregate mit einem Leistungswert von 143 KW (195 PS).