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Peugeot Traveller

Mit dem Traveller zeigt Peugeot 2016 eine neue Generation von Freizeitvans

Traditionell zogen die Autohersteller zwischen ihren Pkw-Modellen und den von Nutzfahrzeug-Baureihen abgeleiteten Kleinbussen eine Trennlinie. Das hatte nicht zuletzt damit zu tun, dass sich die Bauweise der tragenden Konstruktion auseinanderentwickelt hatte. Der bis in die 1950er Jahre klassenübergreifend eingesetzte Leiterrahmen wurde im Pkw-Bau schließlich durch selbsttragende Karosserien ersetzt. Das brachte mehr Komfort, reduzierte jedoch zugleich die Zuladekapazität. Da diese für Fahrzeuge mit leichten Transportaufgaben jedoch noch immer ausreichte, begannen Hersteller wie Peugeot, auf Pkw-Plattformen basierende leichte Kleintransporter zu entwickeln. Die ließen sich vom Lieferwagen mit Kastenaufbauten bis hin zum Kleinbus mit Kombi-Karosserie vielfältig einsetzen. Dennoch haftete den für den Transport von bis zu acht oder sogar neun Personen ausgestatteten Modellen oft das Image an, hinsichtlich Federung, Geräuschdämmung und Interieur hinter den Pkw-Standards zurück zu bleiben. Mit dem Traveller präsentierte Peugeot dann im Jahr 2016 eine neue Generation von Freizeit- und Familienvans, die den rustikalen Charme der Kleinbusse ablegen und Pkw-Komfort mit den Raumvorteilen einer Kleintransporter-Karosserie verbinden sollten.

Der Traveller löst die Peugeot 807 und Expert Tepee ab

Zur Tischfläche oder zum Transport umlegbare Rücksitze, große Glasflächen und eine Innenausstattung mit zahlreichen Ablagefächern, das war insbesondere für Familien mit Kindern ein willkommenes Konzept mit vielen praktischen Vorteilen im Alltag. Wie andere Hersteller reagierte der französische PSA-Konzern auf die Kundenwünsche mit dem Bau einer Großraumlimousine, die als 5- bis 8-Sitzer unter den Bezeichnungen Peugeot 806 und 807 im Zeitraum zwischen 1994 und 2013 in zwei Generationen gebaut wurde. Dabei handelte es sich um eine gemeinsame Entwicklung von PSA mit seinen beiden Kernmarken Peugeot und Citroen unter Beteiligung des italienischen Herstellers Fiat, der mit dem Ulysse und dem Lancia Phedra Schwestermodelle unter eigenen Labeln vermarktete. Die Franzosen nutzten das Eurovan genannte Gemeinschaftsvorhaben überdies, um mit dem Expert und später dem Expert Tepee einen Kleinbus in den Handel zu bringen, der als 8-Sitzer oder 9-Sitzer ausgeliefert wurde und die Karosserie des gleichnamigen Kleintransporters übernahm. Mit dem Traveller entschied sich Peugeot nun im Jahr 2016 dafür, sein Van-Programm zu vereinheitlichen. Der Hersteller verabschiedete sich vorerst von den Großraumlimousinen und setzte allein auf die Kleinbus-Varianten. An der Seite des Einstiegsmodells Expert Kombi übernahm der Traveller die Rolle des hochwertiger ausgestatteten Spitzenmodells der Baureihe.

Für den Bau des Travellers gewinnt Peugeot mit Toyota einen neuen Partner

Während die Großraumlimousinen mit der 800er Ziffernfolge und die Expert-Varianten der ersten Generationen in Kooperation mit Fiat entstanden waren, konnte Peugeot für das Projekt des Travellers mit dem japanischen Autobauer Toyota einen neuen Partner gewinnen. Wie zuvor brachten alle Beteiligten im Zuge der Zusammenarbeit Schwestermodelle unter jeweils eigenen Namen in die Verkaufsräume. Citroen nahm den Van als SpaceTourer in sein Programm auf; bei Toyota hieß der Kleinbus ProAce Verso. Mit Ausnahme von Kühlergrill und Logo unterschieden sich die Modelle dabei allerdings nicht. Doch bei der Vermarktungsstrategie ging Peugeot durchaus eigene Wege: Die Franzosen nutzten die Chance, bei den Nachfolgern der Eurovan-Derivate ihre traditionelle Baureihe Expert noch weiter auszudifferenzieren. Und das sollte auch in den Modellbezeichnungen der verschiedenen Versionen zum Ausdruck kommen.

Peugeot etabliert den Traveller als Luxusversion der Baureihe Expert

Als direkten Nachfolger der Kleinbus-Generation Expert Tepee etablierte Peugeot die Expert Kombi genannte Variante als Einstiegsmodell, das in drei unterschiedlichen Karosserielängen und je nach Wunsch mit fünf bis neun Sitzplätzen konfiguriert werden konnte. Dahinter stand die Idee, einen Shuttle mit maximaler Raumausnutzung für den Personentransport anzubieten. Der Traveller und der mit speziellen Features bestellbare Traveller Business sollten die Luxusversionen im Expert-Programm repräsentieren. Die Franzosen versprachen im Traveller gar den Komfort eines Oberklasse-Kombis. Dafür sollten auf die Zuladung reagierende variable Stoßdämpfer, hochwertige Materialien im Interieur sowie die Dämmung der Fahrgastzelle sorgen. In Kombination mit dem Einsatz von speziellem Verbundglas wollte der Hersteller so Motor- und Windgeräusche reduzieren, um den Traveller von den oft als laut empfundenen Kleinbussen abzugrenzen.

Den Van Traveller bietet Peugeot in zwei Längen als 5- bis 8-Sitzer an

Der Traveller stand bei einem einheitlichen Radstand von 3,27 Metern und 1,90 Meter in der Höhe in zwei unterschiedlich langen Aufbauten mit knapp 4,96 oder 5,30 Metern im Programm. Die Bestuhlung des Innenraums konnte sowohl in der L1 wie in der L2 genannten Langversion nach Wunsch konfiguriert werden, sodass zwischen fünf und acht Personen in dem Kleinbus Platz fanden. Selbst im 8-Sitzer gab es dann immer noch reichlich Stauraum für das Reisegepäck. In der Standardausführung stand im Traveller ein Gepäckraum von rund 600 bis 4000 Litern zur Verfügung. Im Traveller L2 mit verlängertem Hecküberstand ließen sich im Ladeabteil zwischen gut 990 und 4550 Liter Stauvolumen nutzen.

Der Traveller Business fährt mit Büro-Option als VIP-Modell vor

Als Einstiegsversionen bot Peugeot für den Traveller die beiden Ausstattungslinien Active und Business an, die sich in Details wie einer separat zu öffnenden Heckklappe und einer im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel geteilten Rücksitzbank beim Traveller Active unterschieden. Allerdings ließ die Business-Version eine besondere Innenausstattung zu, die als Option ausschließlich dieser Variante vorbehalten war: Um den Traveller als Mobilbüro oder mit Lounge-Bereich nutzen zu können, ließ sich der Van mit VIP-Zubehör in einen Salon mit Tisch verwandeln, bei dem vier oder fünf Sitzplätze gegenüberliegend angeordnet waren.

Reiseluxus im Traveller Allure und familiengerechte Serienausstattung

Wer im Traveller auch ohne VIP-Lounge mehr Luxus genießen wollte, konnte die Modellausstattung Allure wählen. Hier gab es Lederbestuhlung, einen Massagesitz für den Fahrer und serienmäßig einen sieben Zoll großen Touchscreen zur Bedienung der Audioanlage. In der Serienausstattung der anderen Modelle achtete Peugeot auf familiengerechtes Ambiente. An Bord waren etwa Klapptische in den Vordersitzen für die Passagiere der zweiten Reihe, wo sich die großen Seitenfenster mit integrierten Sonnenrollos verdunkeln ließen. Als Sonderausstattung ließen sich für den Traveller etwa ein Glasdach oder eine 220 Volt Steckdose mit 12V-Steckplatz bestellen. Dazu gab es Infotainment mit Vernetzungsmöglichkeiten und auf Wunsch die üblichen Bordhelfer vom Spurhalteassistenten bis zur Einparkhilfe.

Vier Peugeot-Diesel stehen für den Traveller im Programm

Da Peugeot den Traveller wie der Name nahelegte als Reisefahrzeug auslegte, begnügten sich die Franzosen bei der Motorisierung zunächst mit Selbstzündern. Zur Auswahl standen bei Markteinführung zwei 1,6 Liter Einstiegsaggregate mit 70 kW (95 PS) oder 85 kW (116 PS). In der Zweiliterklasse stand der Traveller mit Leistungswerten von 110 kW (110 PS) und 130 kW (177 PS) im Programm. Mit dem großen Diesel ließ sich eine Reisegeschwindigkeit von gut 170 Stundenkilometern realisieren. Mit den hubraumschwächeren Motoren ausgestattet, musste sich der Peugeot mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen 145 und 160 km/h begnügen. Geschaltet wurde bei den Einstiegsmodellen mit einer manuellen Fünfgang- oder Sechsgangschaltung. Nur für den Top-Diesel der Baureihe Traveller bot Peugeot eine sechsstufige Automatik an. Das Spitzenmodell war zudem für ein höheres zulässiges Gesamtgewicht von knapp 2,77 Tonnen im Vergleich zu rund 2,6 Tonnen bei den anderen Modellen ausgelegt.

Technische Daten Peugeot Traveller

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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