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SsangYong Tivoli

SsangYong Tivoli

Im Jahr 2015 erweitert SsangYong sein Programm um das Kompakt-SUV Tivoli

Einige Jahre nach der Wende zum neuen Jahrtausend wurde die europäische Autoindustrie mit einer Entwicklung konfrontiert, die für die Öffentlichkeit einigermaßen überraschend kam. Unternehmen aus China und Indien stiegen bei prominenten britischen und schwedischen Pkw-Herstellern ein und sicherten mit ihrem Kapital die Zukunft von Traditionsmarken, die einst zu den Aushängeschildern der nationalen Fahrzeugindustrien gehört hatten. Weiterlesen

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SsangYong Tivoli - Außenfarbe

Doch es waren nicht allein die Europäer, die die Kapitalkraft von Firmen aus Schwellenländern zu spüren bekamen, die sich zunächst auf ihren bevölkerungsreichen Heimatmärkten etabliert hatten. Auch der seit Beginn der 1990er Jahre mit Daimler kooperierende südkoreanische Produzent SsangYong wurde erst von einem chinesischen Konkurrenten übernommen, bevor der indische Konzern Mahindra & Mahindra im Jahr 2011 die Mehrheitsanteile erwarb. Und die neuen Partner passten gut zusammen, denn beide hatten sich neben der Herstellung von Nutzfahrzeugen vor allem auf den Bau von Geländewagen spezialisiert. Doch während Mahindra mit seinen in Lizenz gefertigten Modellen der US-Marke Jeep in Europa kaum vertreten war, hatte SsangYong dort durch seine in den 90er Jahren beginnende Exportoffensive bereits einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad. Diesen Vorteil wollten die Inder mit ihrem Einstieg bei SsangYong nutzen. Dazu stärkten sie den Auftritt der koreanischen Marke im boomenden Segment der kompakten Sport Utility Vehicles (SUV), indem sie im Jahr 2015 das Programm von SsangYong um das Modell Tivoli erweiterten.

Mit dem Tivoli setzt SsangYong seine Entwicklung zum SUV-Spezialisten fort

Während SsangYong auf seinem Heimatmarkt und in einigen anderen asiatischen Ländern dank seiner früheren Zusammenarbeit mit Daimler ebenso in der oberen Mittelklasse sowie in der Oberklasse vertreten war, standen auf den europäischen Märkten traditionell die großen Geländewagen der Marke im Mittelpunkt. Die mit kastenförmigen Karosserien und mitunter ungewöhnlichen Gestaltungsdetails entworfenen Modelle fuhren im Stil klassischer Offroader vor und waren zugleich hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung für den Einsatz abseits befestigter Wege konstruiert. Doch auch wenn SsangYong wie bei seinen Modellen Rexton auf die prominente Verwandtschaft zur Mercedes-Benz M-Klasse verweisen konnte, besetzten die Südkoreaner eben doch hauptsächlich die Nische der Geländefahrzeuge. Das sollte sich mit der Neuausrichtung des Programms ab dem Jahr 2005 ändern. Zunächst kam neben dem großen SUV Kyron der als SUV-Coupé und Pick-up gebaute Actyon als Nachfolger des Urgesteins Musso ins Programm. In der dritten Generation ihres Klassikers Korando präsentierten die Asiaten dann ihr erstes im Stil moderner Kompakt-SUV entworfenes Modell. Und mit dem Tivoli setzte sich diese Entwicklung vom Geländewagenexperten zum SUV-Spezialisten bei SsangYong schließlich fort.

SsangYong etabliert den Tivoli zwischen Mini- und Kompakt-SUV

Eher ungewöhnlich an der Neuausrichtung der Produktpalette in Richtung der absatzstarken kleineren SUV war die Tatsache, dass die Koreaner mit Einführung des Tivoli nun eigentlich zwei Kompaktmodelle dieser Klasse parallel im Programm hatten. Denn mit seinem Radstand von gut 2,60 Meter und seiner Breite von knapp 1,80 Meter unterschied sich ein SsangYong-SUV der Baureihe Tivoli nicht nennenswert von dem im Jahr 2010 runderneuerten Korando. Signifikantere Unterschiede gab es vor allem hinsichtlich Länge und Höhe: Mit seiner 4,20 Meter langen und nur knapp 1,60 Meter hoch aufbauenden Karosserie fiel der Tivoli dann doch noch einmal etwas kompakter aus als der Korando, sodass er sich bereits den Abmessungen eines Mini-SUV annäherte und insofern tatsächlich als eine Abrundung des SsangYong-Programms nach unten gesehen werden konnte.

Beim Tivoli setzt SsangYong auf ein italienisches Design-Konzept mit Neuerungen

Vor der Umstellung in Richtung der kompakteren SUV waren die größeren SsangYong oftmals durch Designlösungen aufgefallen, die sie von Modellen anderer Hersteller deutlich abgrenzten. Manchen gefiel die markante Formensprache der Südkoreaner, andere hielten es für wenig erfolgversprechend, sich zu weit vom Main Stream zu entfernen. Bei der Entwicklung des Tivoli setzte SsangYong daher auf die Zusammenarbeit mit italienischen Designern, die bereits die dritte Korando-Generation stilistisch neu ausgerichtet hatten. Doch während der Korando am Ende die Form eines typischen Kompakt-SUV erhielt, sollte das Design-Konzept für den Tivoli mehr Dynamik ausstrahlen und noch dazu mit Neuerungen aufwarten, die dem Einstiegsmodell von SsangYong einen im Vergleich zu anderen Modellen seiner Klasse eigenständigen Auftritt verschaffen sollten.

SsangYong realisiert beim Tivoli einen Mix runder und kantiger Formen

Diesen Anspruch setzte SsangYong mit einer Mischung runder und kantiger Formen um, die mit einigen ungewöhnlichen Details in Szene gesetzt wurde. In der Rückansicht fiel der Tivoli durch seine hoch ansetzenden, muskulös ausgestellten Flanken und die ihrem Verlauf folgenden Leuchten auf. In der Frontperspektive zeigte das Kompakt-SUV einen fast vollständig verkleideten Kühlergrill mit einer optisch davon abgesetzten, mehrteiligen Frontschürze. Breite Scheinwerfer mit einer schmalen LED-Lichtleiste für das Tagfahrlicht rundeten den Auftritt ab. Dazu wertete SsangYong seine Einstiegsmodelle mit Chromleisten entlang der Fenstereinfassungen, in den Spiegelgehäusen integrierten LED-Blinkern oder einer Dachreling auf, die in den höheren Ausstattungslinien ab Werk montiert war.

Die Kompakt-SUV der Baureihe Tivoli bietet SsangYong in drei Varianten an

Kurz nach dem Marktstart 2015 waren die Neuwagen der Baureihe Tivoli auf vielen europäischen Märkten in drei unterschiedlichen Ausstattungslinien zu haben. Bereits in den Versionen Tivoli Crystal und Quartz waren Sicherheitstechniken wie ABS, ESP, sechs Airbags, Traktionskontrolle und aktiver Überschlagschutz serienmäßig. Dazu gab es Komfortfeatures wie manuelle Klimaanlage, rundum elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung oder einen Tempomat an Bord. Wer auf dem Markt für Gebrauchtwagen später mehr Kaufanreize bieten wollte, der orderte seinen Neuwagen in der Topausstattung Sapphire. Denn in dieser Version gehörte der Tivoli zu den wenigen Modellen seiner Klasse, die mit belüfteten und beheizbaren Ledersitzen ausgerüstet waren. Darüber hinaus spendierte SsangYong den Tivoli der beiden höheren Ausstattungsniveaus einen 7-Zoll-Touchscreen, Freisprecheinrichtung, Media-Anschlussstellen sowie eine Rückfahrkamera. Es gab jedoch in der ersten Generation des Tivoli auch ein Manko: Viele bereits marktübliche Assistenzsysteme setzte SsangYong mit Ausnahme einer Berganfahrhilfe in seinen Kompakt-SUV nicht ein.

Für die SsangYong der Baureihe Tivoli ist auch ein Allradantrieb verfügbar

Dafür konnten die Kunden sich bei der Bestellung eines Neuwagens für zwei Antriebsvarianten entscheiden. Im Programm standen die Modelle als Frontantriebler oder mit einem intelligenten Allradantrieb, der bei Bedarf zuschaltete. Als Motorisierungen bot SsangYong zum Marktstart des Tivoli einen 1,6 Liter Diesel mit 85 kW (115 PS) sowie einen Benziner derselben Hubraumklasse und einem Leistungswert von bis zu 94 kW (128 PS) an. Beide ließen sich mit einer Sechsgangschaltung oder einer Sechsstufenautomatik kombinieren.

Fahrzeugbewertungen zu SsangYong Tivoli

2 Bewertungen

4,5

Technische Daten SsangYong Tivoli

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