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SsangYong XLV

SsangYong XLV

Der SsangYong XLV – der viertgrößte südkoreanische Hersteller wagt sich aufs Parkett

Der südkoreanische Hersteller SsangYong legt 2016 mit dem XLV eine Langversion des Kompakt-SUV Tivoli des vorigen Jahres nach. Seit der Übernahme durch Mahindra & Mahindra Limited ist es das zweite Modell aus indischer Führung mit dem erklärten Ziel, den weltweiten Absatz zu steigern. Lesen Sie hier, ob das Modell das Zeug dazu hat. Weiterlesen

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SsangYong XLV - Außenfarbe

SsangYong will sich aus dem Inkognito-Status heraus manövrieren. Ein erster Schritt war die Einführung des Kompakt-SUV SsangYong Tivoli auf den europäischen Märkten seit Juni 2015 – dem ersten Fahrzeug des Herstellers seit der Übernahme durch Mahindra & Mahindra Limited. Nun legt der südkoreanische Hersteller mit dem SsangYong XLV nach, einer Langversion des Tivoli. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist der Name der altrömischen Stadt Tivoli zum Synonym für einen Ort des Vergnügens geworden und genau das möchte SsangYong mit seinen beiden Kompakt-SUVs unterstreichen. Der Tivoli und der 24 Zentimeter längere XLV sollen Fahrzeuge sein, die Vergnügen bereiten – XLV steht aus demselben Grund für „eXciting smart Livestyle Vehicle“. Noch 2015 konnte SsangYong etwa 2.700 Fahrzeuge bei uns absetzen. Mit dem auf dem Genfer Autosalon 2016 präsentierten XLV soll es nun auf 4.000 hochgehen. Wird man den Namen SsangYong in Zukunft öfter bei uns hören? Immerhin sind rund 210 SsangYong-Händler gegenwärtig in Deutschland aktiv – wenn jeder nur knapp 20 Fahrzeuge anpreisen kann, geht die Rechnung für SsangYong auf. Sind Sie einer der Interessenten?

Die unbekannte Marke aus Südkorea

Aus Südkorea sind uns nur wenige Produkte geläufig – die aber dann richtig: Vornean natürlich Samsung, aber auch aus der Automobilbranche kennt fast jeder die Marken Hyundai und Kia, die beide als Tochterfirmen zur Hyundai Motor Group gehören. Bei SsangYong kratzen sich hingegen viele den Kopf – schon mal gehört, aber was ist das? Manche können eher noch etwas mit dem Namen Daewoo anfangen, die Ende der 90er Jahre einen Mehrheitsanteil an SsangYong hatten und deren Fahrzeuge unter ihrem Namen verkauften. Andere haben vielleicht schon mal ein Auto gesehen, das fast exakt einer Mercedes-Benz S-Klasse gleicht, aber statt des Sterns ein U-förmiges Logo auf der Motorhaube sitzen hat – der SsangYong Chairman stammt aus einer Technologiepartnerschaft mit Daimler-Benz von 1991 und wird seit 2011 bereits in der vierten Generation produziert. Nachdem zwischendurch der chinesische Automobilhersteller SAIC Haupteigentümer von SsangYong war, ging das Unternehmen Anfang 2011 an die indische Mahindra & Mahindra Limited. Seitdem ist SsangYong zum viertgrößten Automobilhersteller in Südkorea aufgestiegen, obgleich nun unter indischer Führung und obwohl das Unternehmen schon seit Mitte der 80er Jahre unter diesem Namen existiert.

Die Motoren des SsangYong XLV

Die Motorenpalette übernimmt der XLV exakt vom Tivoli – warum auch nicht, schließlich sind beide Fahrzeuge bis auf den Längenunterschied exakt gleich groß. Sogar der Radstand von 2.600 Millimetern bleibt gleich, weil der XLV seinen Längenvorteil fast gänzlich in zusätzliches Kofferraumvolumen packt. Es bleibt also nur bei je einem Benzin- und Dieselmotor mit je vier Zylindern in Reihe und 1,6 Litern Hubraum, die sowohl mit Vorderrad- (2WD), als auch mit Allradantrieb (4WD) erhältlich sind. Der Tank fasst bei allen Modellen nur 47 Liter Super oder Diesel, die Euro-6-Norm erreichen natürlich auch alle Varianten:

Benzinmotoren

Ob 1.6 e-XGi 160 2WD oder die gleiche Bezeichnung mit 4WD – die Leistungsdaten bleiben wegen des gleichen Motors natürlich identisch: Bei 6.000 Umdrehungen stehen 94 kW (128 PS) und bei 4.600 U/min ein maximales Drehmoment von 160 Nm an. Die Unterschiede zeigen sich lediglich im Gesamtgewicht von 1.390 kg beim 2WD und 1.525 kg beim 4WD, dementsprechend auch im Verbrauch von 7,1 Liter zu 7,9 Liter pro 100 Kilometer, bei den Emissionen von 165 zu 184 g CO2 pro Kilometer und in der Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h zu 172 km/h. Der 2WD kommt ab Werk mit Sechsgang-Schaltgetriebe zu den Händlern, kann aber auch mit dem Sechsgang- Automatikgetriebe bestellt werden, das beim 4WD serienmäßig ist.

Dieselmotoren

Trotz etwas geringerer Leistung von 85 kW (115 PS) bei niedrigeren Drehzahlen von 3.400 bis 4.000 U/min liegt das maximale Drehmoment mit 300 Nm deutlich höher und auch hier Diesel-typisch bereits bei 1.500 bis 2.500 Umdrehungen an. Anders als die Benziner kommen die Modelle XLV 1.6 e-XDi 160 2WD und -4WD beide ab Werk mit Sechsgang-Schaltgetriebe zu den Händlern und sind nur optional mit Sechsgang- Automatikgetriebe zu haben. Der Gewichtsunterschied ist daher mit 1.480 kg beim 2WD zu 1.580 kg beim 4WD etwas geringer – beim 4WD mit Automatik ist der Unterschied mit 1.610 kg aber wieder gleich der Differenz bei den Benzinern. Daher gilt bei den Selbstzündern das gleiche Spiel: Im Verbrauch zeigt sich der Unterschied vom 2WD zum 4WD bei 4,6 Liter zu 5,0 Liter Diesel pro 100 Kilometer, bei den Emissionen bei 119 zu 129 g CO2 pro Kilometer.

Die Ausstattung des SsangYong XLV

In Sachen Sicherheit muss man beim XLV unterscheiden: Das Modell ist optional mit einem Sicherheitspaket erhältlich – beim Euro NCAP Crashtest 2016 erhielt der XLV ohne Sicherheitspaket nur drei von fünf Sternen, mit erhielt er immerhin vier von fünf.

Sicherheitselemente

Die Liste der Assistenzsysteme ist bislang noch eher kurz bzw. auf Warteschleife gestellt, denn Extras wie ein Spurhalteassistent oder eine adaptive Abstandsregelung sollen erst im weiteren Verlauf dazukommen. Bis dahin sind ein Berganfahr- und Bremsassistent, ein Tempomat, LED-Tagfahrlichter, ein aktiver Überschlagschutz und eine Reifendruck- bzw. Traktionskontrolle erhältlich. Im Ganzen hält sich der XLV recht pragmatisch und ist mehr auf Nutzen, als auf Komfort und Luxus ausgelegt. Auf der anderen Seite ist der XLV aber auch schon zu Preisen ab 17.490 Euro erhältlich.

Komfortelemente

Der XLV ist in drei Ausstattungslinien erhältlich, begonnen mit der günstigen Basisausstattung „Crystal“. Dann folgt die 3.500 Euro teurere Linie „Quartz“ mit automatisch abblendendem Innenspiegel, „Smart-Audio-System“ mit Siebenzoll-Touchscreen und Rückfahrkamera. Die 7.000 Euro teurere Topausstattung „Sapphire“ bietet eine manuelle Zwei-Zonen-Klimaanlage, ein RDS-Radio mit MP3-Player und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, vorne eine Mittelarmlehne mit Ablagefach, edlere Klavierlack-Einlagen, eine Lenkradfernbedienung und Wärmeschutzverglasung.

Im Vergleich zum Tivoli wuchs der Kofferraum um 70 Prozent auf 720 Liter Fassungsvermögen. Der doppelte Ladeboden senkt das Stauraumvolumen beim Hochklappen allerdings auf rund 550 Liter. Außerdem gibt es ein paar praktische Halteschlaufen zum Fixieren von Gepäck und sogar eine konventionelle 220-Volt-Steckdose. Für eine angenehme Fahrt sorgen unter anderem klimatisierte Sitze, eine Lenkradheizung oder eine dreistufig einstellbare Servolenkung. Für 300 Euro kann der Diesel mit Sechsgang-Schaltgetriebe mit einer Start-Stopp-Automatik aufgerüstet werden.

Fazit

Der SsangYong XLV ist ein recht einfacher, pragmatisch gehaltener Kompakt-SUV. Weder sind großartiger Komfort, noch besondere Fahrleistungen zu erwarten. Wer schlicht und ergreifend ein praktisches Fahrzeug mit dem Platzangebot eines SUVs zu günstigen Preisen sucht, ist mit dem XLV gut bedient.

Technische Daten SsangYong XLV

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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