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Die Corvette: seit den 50er Jahren nur ein Modell

Als der zum US-Konzern General Motors (GM) gehörende Hersteller Chevrolet im Jahr 1953 die erste Corvette vorstellte, begann eine Modellgeschichte, die in der auf ständige technische Innovationen, regelmäßige Baureihenwechsel und mehr oder weniger phantasievolle Umbenennungen programmierten Automobilindustrie eine Ausnahmeerscheinung blieb. Trotz Krisenphasen in den 1970er und 1980er Jahren mit bröckelnden Verkaufszahlen, hielt GM unbeirrt an der Corvette fest und bewahrte die Tradition dieses ersten amerikanischen Sportwagens.

Die dritte Corvette-Generation wird prägend für das Image der Baureihe

Die ersten beiden Generationen der in den Anfangsjahren nur als Cabriolet gefertigten Corvette in den Baujahren von 1953 bis 1962 und von 1963 bis 1967 orientierten sich in ihrem Auftreten noch eher an italienischen Vorbildern und am erfolgreichen Sportwagendesign britischer Konkurrenten jener Zeit. Sein typisches aggressives Corvette-Styling, dessen Merkmale lange Jahre hindurch das Image dieses US-Sportwagens prägten, fand der Zweisitzer mit der zu großen Teilen aus Glasfaserkunststoffen bestehenden Karosserie erst in der 1968 präsentierten und mit leichten Veränderungen bis ins Jahr 1982 gebauten dritten Generation C3. Die weit hinten angesiedelte Fahrgastzelle, die extrem gestreckte Motorhaube und insbesondere die geschwungenen und ausgestellten Kotflügel wurden genau so zum Markenzeichen der Corvette Coupés und Cabriolets, wie die seit Mitte der 1950er Jahre verbauten V8-Motoren mit Leistungsspitzen von über 400 PS und Hubraumvolumen von über sieben Litern.

Neues Design und kleinere Motoren für die Corvette der 1980er Jahre

Der Hubraumwahn der ausgehenden 1970er Jahre rächte sich in den Zeiten der Ölkrisen, die den Absatz der Corvette auch in den USA einbrechen ließen. Die Konstrukteure von GM reagierten darauf und speckten den Sportwagen mit der 1984 eingeführten vierten Generation Corvette C4 deutlich ab, modernisierten das Design und die Motortechnik grundlegend. Mit einem neuen V8-Alumotor bestückt, näherte sich die Corvette in der ab dem Jahr 1997 gezeigten fünften Generation C5 erstmals auch als Serienfahrzeug der magischen Grenze von 300 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Im Jahr 2005 erhebt GM die Corvette in Europa zur eigenen Marke

Wegen seines prägnanten, unverwechselbaren Äußeren, seines renntauglichen Fahrverhaltens und nicht zuletzt wegen seines weit unterhalb von Luxussportwagen angesiedelten Preisniveaus wurde die Corvette im Laufe der Jahrzehnte zum Kultauto. Ein Status, dem sich der Mutterkonzern sehr wohl bewusst war, sodass er das traditionsreiche Modell zumindest auf den europäischen Märkten im Jahr 2005 als eigene Marke Corvette etablierte, während die entsprechenden Coupés und Cabriolets auf dem US-Heimatmarkt weiterhin als Chevrolet Corvette in den Handel kamen.

Die sechste Generation der Corvette zeigt die Leistung eines Supersportwagens

Mit Etablierung der eigenen Marke wurde auch die sechste Corvette-Generation am Markt eingeführt. Kürzer und schmaler geworden, fuhr die Corvette C6 nun äußerlich brav statt aggressiv gestaltet vor. Unter der Motorhaube der erstmals seit Baubeginn der Corvette-Modellreihe wieder ohne Klappscheinwerfer konstruierten Coupés und Cabrios regierte jedoch wieder ein größeres V8-Aggregat mit über sechs Litern Hubraum, das in der Topausführung auf gut 325 kW (442 PS) kam und die Corvette mit über 300 km/h in der Klasse der Supersportwagen mitfahren ließ.

Noch rasanter: die Corvette C7

Noch einen drauf setzt die siebte Generation Corvette C7 seit 2013: Der neue LT1-Basismotor, der von GM bereits 2012 vorgestellt wurde, fasst 6,2 Liter Hubraum, leistet bis zu 335 kW (455 PS) und gibt ein maximales Drehmoment von 610 Nm ab. Am 13. Januar 2014 wurde außerdem die Corvette C7 Z06 auf der Detroit Auto Show vorgestellt. Der gleiche Motor leistet hier bis zu 485 kW (659 PS) und erzeugt ein Drehmoment von maximal 881 Nm, was sich in auf der Straße in einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h zeigt.