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Maserati Ghibli

Der erste Dreizack mit Diesel

Der Maserati Ghibli ist ein Modell der Oberen Mittelklasse, dass Anfang der 2010er auf den Markt rollte. Zuvor nutzte der italienische Hersteller den Namen bereits für zwei Sportwagen. Zum einen für den klassischen Ghibli von 1966 bis 1973, zum zweiten für den Ghibli Biturbo von 1992 bis 1997. Mit diesen zwei Modellen hat die dritte Serie allerdings nichts gemein. Stattdessen brach Maserati mit dem neuen Ghibli alte Traditionen und verbaute erstmals einen Diesel. Weiterlesen

Technische Daten

330 - 430 PS

Leistung

8.9 - 9.7 l/100 km

Verbrauch (komb.)

207 - 226 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

263 - 286km/h

Höchstgeschwindigkeit

4.7 - 5.6s

von 0 auf 100 km/h

Alle Technische Daten

Alternative Modelle

3. Serie: Vorstellung des Maserati Ghibli

Das neue und bereits dritte Modell mit dem Namen Ghibli feierte im April 2013 auf der Auto Shanghai in China Premiere. Statt Sportcoupé zeigt sich der Ghibli (intern Tipo M157) allerdings im Look einer klassischen Limousine mit Stufenheck und vier Türen, die im Segment der Oberen Mittelklasse platziert ist. Zum Händler rollte das neue Modell zum 17. August 2013, die Produktion erfolgt im italienischen Grugliasco bei Turin. Die Obere Mittelklasse brach außerdem mit alten Traditionen, denn erstmals in seiner Geschichte bot Maserati mit dem neuen Ghibli einen Diesel an. Zu diesem Zeitpunkt war das Segment der Limousinen für die legendäre Marke mit dem Dreizack absolutes Neuland.

Trotz Diesel und dem „neuen“ Segment ist dennoch auch der Maserati Ghibli in gewisser Weise ein Sportler. Leistung steht bei der Ferrari-Schwester seit jeher ganz oben auf der Agenda. Entsprechend ist der neue Maserati Ghibli alles andere als schwach motorisiert. Wobei die Italiener mit einem Facelift anno 2017 sogar noch mal nachgelegt haben. Ein Jahr später spendierte Maserati der Limousine ein weiteres Lifting. Optisch brachte dieses ein paar kleine Retuschen an Grill und Stoßfängern mit. Außerdem das neue Matrix-LED-Licht, neue Assistenten und eine vollelektrische Lenkung. Letztere gilt als sehr präzise, was beim Kauf eines Maserati Ghibli Gebrauchtwagen eventuell von Interesse ist.

Der seither ebenfalls erhältliche Spurhalteassistent gilt hingegen als etwas sensibel, ist auf Wunsch jedoch abschaltbar. Gleichzeitig fanden ein aktiver Totwinkelassistent und Verkehrszeichenerkennung Einzug in den Ghibli, womit der Italiener seit der 2018er Modellpflege quasi wieder dem Stand der Technik entspricht. Praktische Helfer wie Frontkollisionswarner, 360-Grad-Kamera, Tempomat oder Spurwechselassistent gibt es schon seit dem Facelift 2017.

Maserati Ghibli: Produktpalette & Konkurrenz

Eingepreist ist der Maserati Ghibli Stand 2019 übrigens ab 69.300 €. Mit dem Preis sowie mit dem Segment stellt der Ghibli tatsächlich das Einstiegsmodell der italienischen Marke. Darüber positioniert sind zum einen die Oberklasse Quattroporte (ab 101.200 €) sowie das SUV Levante (ab 74.100 €). Außerdem die beiden Sportwagen, der geschlossene GranTurismo (ab 127.220 €) sowie das offene GranCabrio (ab 144.320 €). Der Maserati Ghibli ist also derzeit der günstigste Maserati überhaupt, was sich in naher Zukunft kaum ändern dürfte.

Die Konkurrenzmodelle des Maserati Ghibli

Konkurrenz findet der Italiener in anderen Premiummodellen der Oberen Mittelklasse. Zu nennen sind hier besonders die deutschen Modelle Audi A6 , BMW 5er und Mercedes E-Klasse , aber auch Lexus GS und Infiniti Q70 . Den Vergleich braucht der Ghibli nicht scheuen, auch wenn die Konkurrenz teilweise voraus ist. Größtes Manko des Ghibli ist der fehlende Kombi, was ebenso für GS und Q70 gilt. A6, 5er und E-Klasse sind hingegen als Kombi erhältlich und bieten entsprechend Ladevolumen. Hier kommt der Ghibli nur auf rund 500 kg.

Bei den Motoren ist das Verhältnis ausgeglichener. Doch auch hier zeigt der Ghibli einen Nachteil. Bis auf den A6 sind alle Konkurrenten als Hybrid bzw. Plug-in-Hybrid erhältlich. Den GS hält Lexus sogar in gleich zwei Hybridversionen parat. Dafür gibt es bei Lexus keinen Diesel. Ansonsten bieten vor allem die Deutschen Leistung. Die E-Klasse kommt als AMG-Version auf bis zu 612 PS, der 5er auf bis zu 625 PS. Selbst als Diesel liefert der Münchner bis zu 400 PS.

Bis zu 430 PS: Die Motoren des Maserati Ghibli

Dem Ghibli sind generell drei Liter große V6-Motoren verbaut. Zum Marktstart gab es zwei Benziner mit 330 und 409 PS. Außerdem zwei Diesel mit 250 und 275 PS, wobei die 250-PS-Version dem italienischen Heimatmarkt vorbehalten ist. Mit dem Facelift 2016 erstarkte der kleine Benziner auf 349 PS. Ein Jahr später strich Maserati den großen Benziner und brachte dafür einige Monate später einen neuen mit 430 PS. Mit diesem beschleunigt der Ghibli in nur 4,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Spitze: 286 km/h. Der kleine Benziner sowie die Diesel sind mit Hinterradantrieb kombiniert, der große Benziner mit Allrad. Eine Automatik mit acht Gängen ist bei allen Motoren Standard. Die Benziner stammen übrigens von der Konzernschwester Ferrari, die Selbstzünder bezieht Maserati vom italienischen Dieselproduzenten VM Motori.

Premium: Die Ausstattung des Maserati Ghibli

Zum Modelljahr 2019 ist das Modell in den drei Linien Ghibli, GranLusso sowie GranSport zu bestellen. Die Basisausstattung scheint besonders mit einem Blick auf den Preis von 69.300 € recht mager und enthält lediglich

  • Leichtmetallräder in 18 Zoll,
  • Ledersitze oder
  • Lederlenkrad.

Stattdessen bietet Maserati etliche Pakete und Optionen an, welche den Preis des Ghibli schnell verteuern. Verfügbar sind das

  • Fahrassistenz-Paket (5.535 €) mit adaptiven Geschwindigkeitsregler samt Stop & Go, Totwinkelassistent und dem Business-Paket,
  • Fahrassistenz-Paket Plus (6.545 €) zusätzlich mit Surround View,
  • Business-Paket (2.380 €) mit Navigationssystem sowie Parksensoren vorn und hinten,
  • Business-Paket Plus (4.050 €) zusätzlich mit Sitzheizung vorn, zwölffach elektrisch verstellbaren Vordersitzen und zweifacher Memory-Funktion für den Fahrersitz,
  • Winter-Paket (3.395 €) mit Sitzheizung vorn und hinten, einem elektrischen Sonnenrollo für die Heckscheibe oder einem beheizten Multifunktionslenkrad mit Edelholz und Leder,
  • Premium-Paket (3.275 €) mit zwölffach elektrisch verstellbaren Vordersitzen, zweifacher Memory-Funktion für den Fahrersitz, automatisch abblendenden Außenspiegeln, elektrisch einstellbaren Pedalen, einer elektrisch in Höhe und Tiefe einstellbaren Lenksäule, Garagentoröffner "Homelink", Easy Entry/Exit Funktion, elektrischer Kofferraumklappe und einem elektrisch abschließbaren Handschuhfach.
  • Sitzheizung-Paket (1.015 €) mit Sitzheizung vorn und hinten.

Parallel sind diverse einzelne Extras wie Soundsysteme von Harman oder Bowers & Wilkins, Digitalradio oder ein Dachhimmel in Alcantara zu haben. Die zweite Linie GranLusso setzt den Schwerpunkt auf Luxus und beinhaltet zusätzlich

  • Leichtmetallräder in 20 Zoll,
  • Lederlenkrad mit Edelholz-Einlagen,
  • volladaptive LED-Scheinwerfer,
  • Stoßfänger mit verchromten Zierleisten (vorn),
  • Seitenschweller in Wagenfarbe,
  • Applikationen aus Edelholz und
  • partielle Seiden-Innenausstattung (Zegna Edition).

Die dritte Linie GranSport ist eher sportlich ausgerichtet und umfasst zusätzlich zur Basisausstattung

  • Leichtmetallräder in 20 Zoll,
  • Sportsitze,
  • Sportlenkrad mit Schaltwippen aus Aluminium,
  • volladaptive LED-Scheinwerfer,
  • Seitenschweller in Wagenfarbe,
  • Heckspoiler in Wagenfarbe
  • Applikationen in Glanz-Schwarz,
  • Unterfahrschutz und Kühlergrill in Glanz Schwarz,
  • blaue Einlässe auf Dreizack und Saetta Logo sowie
  • einen blauen Dreizack auf den Radnabenabdeckungen.

Maserati Ghibli: Schick und edel, aber…

Das Fazit zum Ghibli fällt recht durchwachsen aus. Maserati zielt mit dem Modell klar auf die deutschen Platzhirsche, kann mit diesen allerdings nicht mithalten. Laut KBA kam der A6 anno 2018 in Deutschland auf über 37.000 Neuzulassungen, 5er und E-Klasse sogar auf 42.300 bzw. 43.100. Maserati schaffte mit seinem Ghibli gerade mal 505 Zulassungen. Seit dem Marktstart 2013 bis Ende 2018 konnte Maserati keine 3.600 Neuwagen an die deutschen Käufer bringen.

Am Design des Italieners dürfte es kaum liegen. Eher an der mageren Ausstattung, den vielen aufpreispflichtigen Extras und den hohen Preisen. A5 und Co. sind deutlich günstiger. Der A5 startet bei 49.800 €, 5er und E-Klasse sogar schon bei 48.900 bzw. 44.863 €. Billig ist selbst ein Maserati Ghibli Gebrauchtwagen nicht. Unter 35.000 € ist ein Maserati Ghibli gebraucht quasi ein Schnäppchen. In Europa und besonders Deutschland dürfte zudem der fehlende Kombi ein Problem sein. Was der Ghibli außerdem vermissen lässt, ist ein Head-up-Display. In den deutschen Modellen ist dies mittlerweile Standard, im Ghibli bis heute nicht erhältlich. Immerhin: Der Ghibli ist keine Massenware.

Maserati Ghibli

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