Roadster bei AutoScout24

Finden Sie Ihr Wunschfahrzeug

Angebote zu Ihrer Suche

Angebote zu Ihrer Suche

Fahrspaß ist das Schlagwort für einen Roadster schlechthin. Im Grunde ist der Roadster ein Cabrio, jedoch mit sportlichem Charakter, nur zwei Türen und zwei Sitzen. Der Roadster gilt als „Spaßauto“, Komfort tritt also deutlich in den Hintergrund: Das „unnötige Mehrgewicht“ wird zu Gunsten höherer Leistungen abgespeckt. Gemeinsam haben Cabrio und Roadster hingegen das abnehmbare Dach bzw. das klappbare Verdeck. Doch tatsächlich gibt es auch eine eigene DIN-Norm, die das Aussehen eines Fahrzeugs mehr oder weniger genau charakterisiert, um es als Roadster bezeichnen zu dürfen:

  • 1) Offene Karosserie (ev. mit Überrollbügel) aus eigenständiger Entwicklung
  • 2) Versenkbares oder entfernbares Verdeck
  • 3) In offenem Zustand darf nur die A-Säule (und ev. der Überrollbügel) die Schulterlinie überragen
  • 4) Reiner Zweisitzer, keine Notsitze
  • 5) Zwei Türen

Seine Wurzeln findet der Begriff Roadster bei britischen Herstellern wie Triumph, MG oder Jaguar, die erstmalig Modelle dieser Bauart und unter diesem Namen vertrieben. Generell haben englische Roadster eine hohe Tradition und ihre eigenen optischen Raffinessen wie etwa besonders kleine niedrige Türen oder auch einfach nur Türausschnitte. Übergänge waren zugunsten eines längeren Radstandes kurz gehalten, während schon damals wie auch heute die Motorhaube typischerweise besonders langgezogen und das Heck samt Kofferraum sehr kurz gebaut waren. Unter den Begriff „Westentaschen-Roadster“ fielen besonders kleine und günstige Modell wie beispielsweise der Triumph Spitfire und der MG Midget.

Synonym für Roadster werden Bezeichnungen wie Spider/Spyder (vor allem in Italien) oder Speedster verwendet. Beispiele dafür sind etwa der Renault Sport Spider und der Porsche 356 Speedster. Vor allem italienische Hersteller wie Ferrari, Alfa Romeo, Fiat und Lancia hatten in ihrem Modellprogramm meist auch einen Spider aufgeführt. Im Unterschied zu den britischen Roadstern wurde bei den italienischen Spidern mehr Wert auf Komfort, Design und Technik gelegt.
In Deutschland stieg die Nachfrage nach Roadstern vor allem in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg rapide an. Erste Modelle kamen von Porsche auf den Markt. Um die Verwirrung vollständig zu machen, nutzte Porsche gleich alle drei gängigen Bezeichnungen für die Vermarktung, beispielhaft in Form des 356 Speedster, des 356 Nr. 1 Roadster und des 550 Spyder. Entgegen den Frontmotoren der gängigen Roadster setzte Porsche auf Heckmotoren, manchmal auch auf Mittelmotoren.

Zu den Beispielen moderner Roadster zählt der Mazda MX-5 ab 1989, gefolgt vom BMW Z3 ab 1995 und dem Mercedes-Benz SLK ab 1996. Doch auch die klassischen Roadster von damals werden von einigen Firmen noch als Nachbauten (Replicas) bis heute hergestellt und verkauft.