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Ferrari 355 Gebrauchtwagen & Jahreswagen

Informationen zu Ferrari 355


Der Ferrari 355 setzt die Tradition der V8-Modelle mit Mittelmotor fort

Als Enzo Ferrari in den 1960er Jahren Motoren in Mittelbauweise von Rennwagen in Sportwagen für die Straße brachte und noch sich noch dazu mit zahmen sechs Zylindern begnügte, war die Skepsis genau so groß, wie der mit dem extra für die neuen kleinen Ferraris eingeführten Markenamen Dino verbundene spätere Erfolg. Dieser hielt nachhaltig an, als die unter dem eigenen Label eingeführten neuen V8-Einstiegsmodelle Mitte der 1970er Jahre ins Programm kamen, die in der Folge zum festen Bestandteil des Ferrari-Programms wurden. In der Tradition dieser Mittelmotor-Modelle stand auch der im Jahr 1994 präsentierte Ferrari 355, der bis ins Baujahr 1999 im Ferrari-Werk im italienischen Maranello gefertigt wurde und eines der bislang auflagenstärksten Modelle in der Geschichte der Sportwagenschmiede darstellt.


Klare Strukturen für das Design des Ferrari 355

Bei der äußeren Gestaltung des Ferrari 355 setzten die Ferrari-Hausdesigner bei Pininfarina unverkennbar auf das Vorgängermodell Ferrari 348. Mit einer Länge von 4,25 Metern und einer Breite von 1,90 Metern hatte der Ferrari 355 beinahe exakt die Abmessungen seines Vorläufers. Erhalten blieben außerdem die seit späten Dino-Zeiten charakteristischen Klappscheinwerfer. Änderungen gab es hingegen bei den Lüftungseinlässen. Anstelle der fünfstufigen Rippenöffnungen im Türrahmen erhielt der Ferrari 355 einen einzigen breiten Lüftungsschlitz, der den Ferrari 355 aus der Seitenperspektive nun geordneter wirken ließ. Aufgeräumter wirkte überdies das Heck. Statt mit Gittern verkleidete Rückscheinwerfer wie beim Ferrari 348, erhielt es jetzt vier Rundleuchten, die der Hinterpartie gemeinsam mit dem integrierten Heckflügel und den vier im ausgeschnittenen Stoßfänger integrierten Endrohren des Auspuffs eine klare optische Struktur gaben.


Der Ferrari 355 wird als Coupé, Targa und Cabriolet gebaut

Vorgestellt wurde der zweisitzige Ferrari 355 im Baujahr 1994 zunächst als Coupé sowie in einer Version mit herausnehmbarem Targadach. Ein Jahr darauf wurde die offene Version des Ferrari 355 als Cabriolet mit klassischem Stoffdach präsentiert. Mit diesem Ferrari 355 Spider wurde die Modellpalette vervollständigt und zugleich die Tradition weitergeführt, die hinterradangetriebenen Einstiegsmodelle in drei Karosserieformen verfügbar zu machen. Insgesamt konnten die Italiener über 10.000 Coupés, Cabriolets und Targas der Modellreihe Ferrari 355 absetzen, bevor nach fünfjähriger Bauzeit mit dem Ferrari 360 im Jahr 1999 ein Nachfolger bereitstand.


Formel 1 Schaltechnik für den Ferrari 355 ab dem Baujahr 1998

Als Motorisierung wählten die Ferrari-Ingenieure das bereits vom Vorgänger bekannte Aggregat mit acht Zylindern, das im neuen Ferrari 355 jedoch im Hubraum von 3,4 Liter auf 3,5 Liter vergrößert wurde. Die Leistung des Mittelmotors wuchs damit auf 279 kW (379 PS). Für das Getriebe kam eine Sechsgang-Handschaltung zum Einsatz, die die zuvor im Ferrari 348 verbaute Fünfgang-Schaltung ablöste. Im Baujahr 1998 stand zusätzlich ein Ferrari 355 mit Lenkrad-Schaltwippen im Programm, der erstmals die aus der Formel 1 bekannte Technik der elektrohydraulischen Handschaltung im Ferrari 355 einführte. Das Ziel der neuen Technik: Durch den Einsatz der Elektronik sollten die Schaltzeiten verkürzt und das Ansprechverhalten optimiert werden. Mit dem normalen Getriebe brachte es der Ferrari 355 in 4,7 Sekunden von Null auf Hundert. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug knapp 300 Stundenkilometer.

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