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Daewoo Matiz

Daewoo Matiz

Durch seine Kooperation mit Partnern der japanischen Automobilindustrie leistete das Vorgängerunternehmen des inzwischen fast komplett zum amerikanischen Konzern General Motors (GM) gehörenden Fahrzeugherstellers Daewoo seit den 1960er Jahren einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer eigenständigen südkoreanischen Autoindustrie. Weiterlesen

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Der Matiz rundet das Modellprogramm von Daewoo im Jahr 1998 nach unten ab

Zugang zu dem sich gerade rasant entwickelnden Heimatmarkt Daewoos, Eintritt in die Märkte benachbarter asiatischer Boomländer und vielversprechende Produktionsbedingungen in Korea selbst, alle diese Überlegungen lockten neben den Japanern jedoch auch andere Interessenten an, die früh die Chancen der Globalisierung für die Autobranche sahen. Zu diesen Investoren gehörte der traditionell bis dahin eher in Europa und Australien mit Tochtermarken außerhalb der USA präsente Hersteller GM. In den 1970er Jahren begann die Zusammenarbeit der Amerikaner mit Daewoo. Der US-Konzern lieferte die Konstruktionspläne für die Modelle des entstehenden Fahrzeugprogramms, und Daewoo kümmerte sich um die Anpassung des Designs sowie um die Produktion in den eigenen Fertigungsstätten. Anfang der 1990er Jahre jedoch glaubten die Südkoreaner, auch ohne GM als eigenständiger Hersteller bestehen zu können. Daewoo nutzte zwar weiterhin vornehmlich von GM zur Verfügung gestellte Bauplattformen. Doch die Koreaner forcierten darauf aufbauend nun eine selbstständigere Modellentwicklung, vergaben Aufträge an berühmte Autodesigner und expandierten Mitte der 1990er Jahre dann auch auf die in den Fokus gerückten Märkte Europas. Lanos, Leganza, Nubira, das waren die Namen die in der Kompakt- und Mittelklasse für den Expansionskurs der Südkoreaner standen. Im Jahr 1998 schließlich rundeten die Asiaten ihr Programm nach unten ab: Sie präsentierten einen Kleinstwagen, der bis zur Einstellung der Marke Daewoo durch GM bis zum Jahr 2004 in den meisten europäischen Ländern unter dem Namen Matiz in den Handel kam.

Italienisches Design für den südkoreanischen Daewoo Matiz

Bei den kompakten Modellen sowie den Fahrzeugen der Mittelklasse hatten die Produktstrategen von Daewoo bereits auf eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Konstruktionsbüro Italdesign gesetzt, dessen Vorläufer der Designer Giorgetto Giugiaro Ende der 1960er Jahre gegründet hatte. Für den Daewoo Lanos oder Nubira hatten die Italiener ein Konzept realisiert, das auf die Erwartungen der europäischen Autokunden zugeschnitten war. Und genau darauf setzte Daewoo nun auch beim Matiz, der zwar auch in Asien vermarktet wurde, der Marke aber vor allem auch in Europa zu einer stärkeren Präsenz verhelfen sollte.

Daewoo fertigt den Matiz ausschließlich als Fünftürer

Der Matiz sollte als Auto für den vornehmlichen Einsatz im Stadtgebiet ultrakompakte Abmessungen haben, aber dennoch genug Raum mit Platz für fünf Personen zur Verfügung stellen können. Daher konstruierten die Südkoreaner ihren in der Klasse der Kleinstwagen antretenden Matiz ausschließlich als Fünftürer, der den Passagieren trotz seiner auf knapp 3,50 Meter beschränkten Länge einen leichten Zustieg in den Fond bot. Mit einer Breite von fast 1,50 Meter und einer Höhe von rund 1,48 Metern trat der Matiz sonst mit den für seine Klasse typischen Abmessungen an. In der Frontansicht zeigte der Kleinstwagen die ebenfalls für viele Modelle dieses Fahrzeugsegments charakteristische Gestaltung mit einer schräg gestellten Windschutzscheibe und dem in einer Linie fortgesetzten Vorderbau. Zwei große Rundscheinwerfer dominierten das Gesicht des City Cars, das in der ersten Bauphase von 1998 bis 2002 in robuster Optik mit breiten unlackierten Stoßfängern an Front und Heck sowie schmalen Türschutzleisten ausgeliefert wurde. Ab dem Jahr 2002 wertete Daewoo den Matiz durch lackierte Anbauteile auf.

In Südkorea kommt der Matiz auch nach dem Jahr 2005 als Daewoo in den Handel

Nachdem GM kurz nach der Wende zum neuen Jahrtausend als Mehrheitseigner bei Daewoo eingestiegen war, änderten die Amerikaner erneut die Strategie für den Auftritt ihrer unterschiedlichen Marken. Zwar lief auch die ab dem Jahr 2005 gefertigte zweite Generation des Matiz in Südkorea vom Band und wurde dort weiterhin unter dem Namen Daewoo angeboten. Doch auf den europäischen Märkten ließ GM den Matiz zunächst als Modell seiner US-Marke Chevrolet antreten und benannte das City Car später dann in Spark um. Da die Amerikaner die Herstellerbezeichnung Daewoo in Europa bereits zum Ende der Bauzeit der ersten Matiz-Generation nicht mehr benutzen wollten, kamen auch die letzten Modelle der ersten Generation als Chevrolet Matiz in den Handel. Das hatte ebenfalls Auswirkungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt: Denn als Gebrauchter war der Matiz der ersten Baugeneration somit später mit dem Daewoo-Logo als auch mit dem Label Chevrolets zu haben, ohne dass sich die Modelle technisch oder optisch voneinander unterschieden.

Die zweite Generation des Matiz läuft bei GM Daewoo in Korea von 2005 bis 2009 vom Band

Am Konzept des City Cars änderte der Hersteller GM Daewoo auch in der im Zeitraum von 2005 bis 2009 in Südkorea gebauten Modellgeneration nichts. Es blieb bei den bekannten Abmessungen des Fünftürers, allerdings wurde das Design gründlich aufgefrischt. So bekamen die Matiz anstelle der Rundleuchten nun größere, bis in den Seitenbau vorgezogene Frontscheinwerfer, die den Auftritt des Kleinstwagens deutlich veränderten. Eine Frontschürze mit breiter Lüftungsöffnung wertete den Matiz optisch weiter auf. Diese Strategie verfolgte GM Daewoo in der von 2009 bis 2011 gefertigten dritten Modellgeneration weiter: Der Matiz erhielt einen im Stil der Chevrolets gestalteten Kühlergrill, der sich mit seiner breiten Chromeinfassung und den Querstreben markant von den Vorgängern unterschied.

Die erste Generation des Daewoo Matiz gibt es in zwei Leistungsstufen

Auf vielen europäischen Märkten bot Daewoo den Matiz in der Bauphase von 1998 bis 2004 mit zwei unterschiedlichen Motorisierungen an. Für die Basisausführung setzten die Koreaner einen kleinen Benziner mit drei Zylindern und 0,8 Litern Hubraum ein, der dem Matiz eine Leistung von bis zu 38 kW (52 PS) zur Verfügung stellen konnte. In der stärkeren Ausführung kam der Kleinstwagen von Daewoo mit einem 1,0 Liter Aggregat auf den Markt, das eine Leistung von bis zu 47 kW (64 PS) ablieferte. Beide Modelle liefen serienmäßig mit einer manuellen Fünfgangschaltung vom Band, wie es für Fahrzeuge ihrer Klasse in dieser Zeit Standard war. In den Baujahren nach 2009 stattete GM den in Europa nun unter der Bezeichnung Chevrolet Spark vermarkteten Matiz-Nachfolger mit Vierzylindertriebwerken einer neuen Motorengeneration aus. Als Einstiegsmodell gab es den Matiz nun mit einem 1,0 Liter Aggregat, das eine Leistung von 50 kW (68 PS) mobilisierte. Im Spitzenmodell arbeitete ein 1,2 Liter Motor mit bis zu 60 kW (81 PS).

Fahrzeugbewertungen zu Daewoo Matiz

13 Bewertungen

4,3

Technische Daten Daewoo Matiz

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