Gebrauchte Daimler bei AutoScout24 finden

Daimler

Aktuelle Daimler Topmodelle im Überblick

Finden Sie jetzt Ihr Wunschauto.

Aus über 2,4 Mio. Fahrzeugen im europaweit größten Online-Automarkt.

Einfach inserieren, erfolgreich verkaufen. Kostenlos auf dem großen Marktplatz.

Schnell, bequem und meistbietend verkaufen. Kostenlos, ohne Probefahrten, ohne Anrufe.

Die Entwicklung Daimlers vom Luxushersteller zur Schwestermarke von Jaguar

Technologischer Austausch, Lizenzproduktionen und der Erwerb von Markenrechten prägten bereits in den Aufbaujahren der nationalen Autoindustrien beim Übergang in das 20. Jahrhundert den sich schnell als Boombranche entwickelnden Fahrzeugbau. In Zeiten der Krisen konnte es allerdings auch passieren, dass Unternehmen ihre Aktivitäten mitsamt Patenten und Urheberrechten an Namen, Modellen und Logos an andere Hersteller verkauften. In Großbritannien wurden diese beiden gegenläufigen Entwicklungen mit einem Autobauer in Verbindung gebracht, der erstmals am Ende des 19. Jahrhunderts als The Daimler Company in Erscheinung trat, nachdem der Firmengründer die Namensrechte vom deutschen Autopionier Gottlieb Daimler erworben hatte. Unter verschiedenen Eigentümern etablierte sich Daimler bald neben dem Konkurrenten Rolls-Royce als einer der prominentesten Produzenten in der britischen Luxusklasse. Daimler verschwand dann zwar in den 1960er Jahren als eigenständiger Hersteller vom Markt, doch blieb die Marke nach dem Kauf durch Jaguar im Verbund der British Leyland und deren Nachfolgern bis zum Jahr 2007 noch weiter erhalten. In dieser Zeit liefen Daimler als besonders üppig ausgestattete und oft als 4-Sitzer konfigurierte Schwestermodelle von Jaguar vom Band.

Mit dem Double Six setzt Daimler erstmals einen V12-Motor in der Serie ein

Ähnlich wie die Limousinen des deutschen Herstellers Daimler-Benz auf dem europäischen Festland zum Synonym für Luxusautos wurden, schuf sich die britische Marke auf dem Heimatmarkt ihr Renommee als Anbieter von Chauffeurlimousinen. Dabei profitierte Daimler nicht zuletzt von seinem Status als Hoflieferant des britischen Königshauses und offizieller Lieferant für Regierungsfahrzeuge. Und genau von diesem Image sollten später die von Jaguar produzierten Daimler-Limousinen über Jahrzehnte weiter profitieren. Aber auch technisch hatte Daimler durchaus etwas zu bieten, das zum Programm der auf sportlich motorisierte Modelle ausgerichteten Marke Jaguar passte: Mit dem Double Six hatte Daimler bereits Mitte der 1920er Jahre einen leistungsfähigen V12-Motor entwickelt, der diese Bauform erstmals in der Serie einführte.

Classic Cars der Daimler Company aus der Zeit vor der Übernahme durch Jaguar

Bis in die 1940er Jahre hinein konzentrierte sich Daimler vor allem auf den Bau großer Limousinen der Luxusklasse, in der die bis 1938 gefertigten Double Six V12-Modelle die Position des Flaggschiffs einnahmen. Später wurden die Zwölfzylinder wegen ihres großen Platzbedarfs durch kleiner dimensionierte Aggregate mit sechs oder acht Zylindern abgelöst, wie sie etwa in den Limousinen der Baureihe Daimler DE27 oder bei Modellen wie dem Majestic zum Einsatz kamen, der im Jahr 1958 erstmals kompakte V8-Aggregate in die Luxusklasse von Daimler brachte. Classic Cars der Frühzeit waren zudem die Straight Eight genannten Limousinen sowie die New 15 genannten Modelle mit Sechszylindermotoren, die als Einstiegsversionen das Programm bis 1940 ergänzten. Bis Ende der 1950er Jahre war Daimler in diesem Segment mit den Nachfolgern DB18, Consort und Conquest präsent. Ab den Fünfzigerjahren erweiterten die Briten ihr Programm außerdem um neue Bauformen: Innerhalb der Baureihe Conquest brachte Daimler erstmals auch Coupés und Cabriolets auf den Markt, die neue Käuferschichten ansprechen sollten, ohne den exklusiven Anspruch der Marke aufzugeben. Ein kurz vor der Übernahme durch Jaguar auf den Märkten unter der Bezeichnung SP250 eingeführter kleiner Roadster mit V8-Triebwerk sollte das Image weiter verjüngen. Für den Erhalt der Eigenständigkeit kamen diese auf eine größere Vielfalt im Programm angelegten Entwicklungen allerdings zu spät. Dafür erhielt Jaguar durch seine Investition in die Traditionsmarke Daimler die Gelegenheit, ein aristokratisches Prestige zu erwerben, mit dem das eigene Programm weiter aufgewertet und neue Kundenkreise für Sportlimousinen erschlossen werden konnten.

Mit dem Daimler 2.5 V8 beginnt die Ära der Jaguar-Schwestermodelle

In der über Jahrzehnte beibehaltenen Strategie Daimlers, sich auf die Produktion großer Luxuslimousinen und Chauffeurwagen zu konzentrieren, war bereits angelegt, dass die Neuwagen der jeweiligen Baureihen nur in geringen Stückzahlen die Werkhallen verließen. Das änderte sich erst in der Ära der Schwestermodelle von Jaguar und Daimler, die im Jahr 1962 mit dem Daimler 2.5 V8 begann. Bis zum Jahr 1969 liefen fast 18.000 Limousinen der ersten gemeinsamen Baureihe vom Band und bestätigten so das Kalkül, das Jaguar mit dem Erwerb Daimlers verband. Äußerlich unterschied sich der später Daimler 250 genannte Viertürer mit Ausnahme der fehlenden Jaguar-Kühlerfigur nicht vom Jaguar Mk2, der bereits Ende der 50er Jahre seine Marktpremiere gefeiert hatte. Technisch hingegen gab es einen wichtigen Unterschied: Im ersten Daimler der Jaguar-Ära wurden zunächst weiterhin die V8-Motoren des aufgekauften Partners verbaut, während im Mk2 von Jaguar entwickelte Sechszylinder zum Einsatz kamen.

Limousinen und Coupés der Baureihe Daimler Sovereign

Mit der Einführung der Jaguar 420 und Daimler Sovereign im Jahr 1966 sowie den nachfolgenden Generationen gab es dann keine technischen Unterschiede zwischen den Schwestermodellen mehr. Die Daimler wurden nun als hochwertiger ausgestattete Luxusversionen der Jaguars etabliert, die optisch mit Ausnahme der Gestaltung des Kühlergrills nahezu identisch waren. Mit der Einführung der XJ6-Modellgeneration bei Jaguar im Jahr 1969 brachten die Briten als Einstiegsmodell eine neugestaltete Version des Daimler Sovereign auf den Markt, der zunächst in zwei Hubraumklassen mit 2,8 und 4,2 Litern angeboten wurde. Mitte der Siebzigerjahre ergänzte eine Langversion des Sovereign das Daimler-Programm. Eine weitere Besonderheit in dieser Bauphase: Bis 1978 produzierte Jaguar den Sechszylinder-Daimler auch als Coupé. Aufgrund der kurzen Bauzeit und der geringen Auflage gehörten die Zweitürer später auf dem Markt für Gebrauchtwagen zu den seltensten Modellen in der Geschichte des auf dem Jaguar XJ6 basierenden Daimler Sovereign. In späteren Baujahren kamen die Daimler-Limousinen mit den Sechszylindermotoren unter der Bezeichnung Daimler Six auf den Markt.

Die V8-Modelle und die Double Six von Daimler

Um die Lücke zwischen den Sechszylinder-Einstiegsversionen und den V12-Flaggschiffen zu füllen, erweiterte Jaguar im Jahr 1997 sein XJ-Programm um Modelle mit V8-Triebwerken. Die höchsten Ausstattungslinien trugen auch hier den Namen Daimler, der mit dem Zusatz Eight oder Super Eight für die mit Turboladern ausgestatteten Versionen versehen wurde. Mit Ausnahme der bis Anfang der 1990er Jahre in geringen Stückzahlen produzierten Staatskarosse DS420 waren die Zwölfzylinder-Modelle von Daimler an der Seite der Jaguar XJ12 die Flaggschiffe des Herstellers. Als Hommage an die ersten V12-Serienmodelle der 1920er Jahre griff Jaguar für seine Leistungsträger die historische Bezeichnung Daimler Double Six wieder auf. Fünf Generationen der Double Six liefen von 1972 bis 1997 als Limousinen sowie zu Beginn der Bauzeit für zwei Jahre als zweitürige Coupés vom Band.

Mehr anzeigen