Zum Hauptinhalt springen
AutoScout24 steht Ihnen aktuell aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung. Dies betrifft einige Funktionen wie z.B. die Kontaktaufnahme mit Verkäufern, das Einloggen oder das Verwalten Ihrer Fahrzeuge für den Verkauf.
  • Startseite
  • Auto
  • Ferrari
  • Ferrari F12

Ferrari F12

ferrari-f12-front
ferrari-f12-side
ferrari-f12-back

Stärken

  • Sehr leistungsstarker Motor
  • Direkte Lenkung
  • Geräumiger Innenraum

Schwächen

  • Hoher Verbrauch
  • Hoher CO₂-Ausstoß
  • Viele Schalter am Lenkrad

Ferrari F12: Zwischen Cruisen und Rennstrecke

Der Ferrari F12 Berlinetta ist das Ergebnis der Überarbeitung der V12-Topmodelle von Ferrari. Das bis 2017 gebaute 2-Sitzer-Coupé aus Maranello verbindet die Qualitäten von Gran Turismo und Supersportwagen. Vorgänger ist der Ferrari 599. Abgelöst wurde der Ferrari F12 Berlinetta vom Ferrari 812. Weiterlesen

Interessiert am Ferrari F12

Alternative Modelle

Gute Gründe

  • Komfortables Fahrgefühl im öffentlichen Straßenverkehr.
  • Für Alltag und Freizeit-Rennstrecke zugleich konzipiert.
  • Verhältnismäßig großer Kofferraum bietet ausreichend Stauraum.
  • Brauchbare Alternative zu 4-Sitzer-Coupés.

Daten

Motorisierung

Bei der Präsentation auf dem Genfer Autosalon 2012 war der Ferrari F12 Berlinetta, den es nur in einer Generation gibt, der schnellste Ferrari, der für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist. Diesen Status behielt das Modell bis zur Einführung des Ferrari LaFerrari, der 2013 ebenfalls in Genf vorgestellt wurde.

Technische Daten des Ferrari F12

Getriebe 7-Gang-F1-Doppelkupplungsgetriebe (automatisiertes Schaltgetriebe)
Kraftstoff Benzin (Super Plus)
Hubraum 6.262 cm³ (6,3 l)
PS 740 PS
Drehmoment 690 Nm
Höchstleistung 740 PS bei 8.250 U/min
Drehmoment maximal 6.000 U/min
Drehzahl maximal (Begrenzer) 8.700 U/min
Höchstgeschwindigkeit >340 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 3,1 s
Beschleunigung von 0 auf 200 km/h 8,5 s
Benzinverbrauch je 100 Kilometer komb. (Standardausführung) 16,3 l
Benzinverbrauch je 100 Kilometer komb. (mit Start-Stopp-Automatik, HELE-System) 15,0 l
CO₂-Emissionen komb. (Standardausführung) 380 g/km
CO₂-Emissionen komb. (mit Start-Stopp-Automatik, HELE-System) 350 g/km

Beim Ferrari F12 sitzt der 65-Grad-V12-Motor mit eindringlichem Sound vorn. In puncto Leistung verzichtet Ferrari auf einen Turbolader und setzt stattdessen auf das Konzept Hubraum und Hochdrehzahl. So stehen bei 2.500 U/min 80 Prozent des Drehmoments zur Verfügung. Das Getriebe des Supersport-Modells kann in den Modi Automatik und manuell verwendet werden.

Wie sein Vorgänger verfügt auch der Ferrari F12 über einen kleinen roten Drehschalter rechts unten am Lenkrad. Dieser wird von dem italienischen Sportwagenhersteller Mannetino genannt. Mit diesem können fünf Fahrmodi eingestellt werden:

Fahrmodus Eigenschaften
Level 1 – Wet Fahrmodus mit maximaler Sicherheit, Maximierung der Traktion durch Motor- und Bremssteuerung (Aktivierung des ASR-Systems anstelle der F1-Trac-Funktion), empfohlen bei **niedrigen und sehr niedrigen Grip-Bedingungen**
Level 2 – Sport Stabilität wird gewährleistet, ideale Einstellung für das **tägliche Fahren bei mittlerem bis hohem Grip**
Level 3 – Race Verbesserung der Renneigenschaften, Optimierung der Traktionskontrolle, Reduktion der Bremskontrolle auf ein Minimum, **für die Rennstrecke bei hohem Grip**
Level 4 – CT OFF Verbesserung des rennsportlichen Fahrzeugverhaltens, Deaktivierung der F1-Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle bleibt aktiv, aber keine Stabilitätsgarantie, **für die Rennstrecke bei hohem Grip**
Level 5 – ESC OFF Deaktivierung der elektronischen Stabilitätskontrolle (ESC), Hilfssysteme (ABS, EBD, E-Diff 3) sowie das VDC-System (Bremsen) bleiben aktiv, ermöglicht die **größtmögliche Freiheit und Kontrolle** über den Ferrari F12

Der Ferrari F12 verfügt über eine äußerst präzise Lenkung, die sofort anspricht. Das Lenkrad des Sportwagens lässt sich in zwei Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag drehen. Die Federung des Modells ist langstreckentauglich.

Abmessung

Bei den Abmessungen zeigen sich die kombinierten Qualitäten von Gran Turismo und Supersportwagen deutlich. Obwohl der Ferrari F12 deutlich kompakter als sein Vorgänger ist, gehört er mit gut 1.600 Kilogramm nicht zu den Leichtgewichten unter den Fahrzeugen. Dafür lässt der Kofferraum aufhorchen. Denn der Berlinetta verfügt über mehr Stauraum als ein Golf, wenn die Ablage hinter den Sitzen herausgenommen wird. Anders ausgedrückt: Der Kofferraum bietet ausreichend Platz, um das Gepäck von zwei Personen für einen Kurztrip bequem zu verstauen.

Daten zu Abmessungen und Gewicht des Ferrari F12:

Länge 4,62 m
Breite 1,94 m
Höhe 1,27 m
Radstand 2,72 m
Leergewicht (EU) 1.630 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2.320 kg
Zuladung 690 kg
Kofferraumvolumen 320 – 500 l

Varianten

Der Ferrari F12 Berlinetta wurde von 2012 bis 2017 in Maranello, Italien gefertigt. Als limitiertes Sondermodell produzierte Ferrari in den Jahren 2015 bis 2017 insgesamt 799 Stück des leistungsstärkeren Ferrari F12 TDF. Das Kürzel TDF steht für “Tour de France" und ist eine Hommage an das legendäre Langstreckenrennen für Automobile der 1950er und 1960er Jahre.

Auf Kundenwunsch fertigte Ferrari verschiedene Sondermodelle als Sammlerstücke des Ferrari F12 Berlinetta an. Das Serienmodell diente dafür als Basis.

Zum 70. Geburtstag von Ferrari brachten die Italiener 2017 Sondereditionen einiger Modelle heraus. Dabei erhielten fünf aktuelle Baureihen, darunter auch der Ferrari F12, Spezial-Lackierungen als Reminiszenz an die Ferrari-Geschichte. Insgesamt gibt es 70 verschiedene One-Off-Lackierungen.

Preis

Der Preis für einen gebrauchten Ferrari F12 Berlinetta startet bei gut 200.000 Euro. Im Einzelfall sind auch Fahrzeuge um die 190.000 Euro zu bekommen. Der Kilometerstand bei diesen gebrauchten Modellen liegt bei etwa 20.000 Kilometern. Deutlich tiefer muss in die Tasche gegriffen werden, wenn auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Berlinetta aus der Edition 70 Jahre Ferrari angeboten wird. Hier liegt der Preis bei gut 400.000 Euro. Handelt es sich dabei um ein Fahrzeug mit Erstzulassung, muss mit 600.000 Euro aufwärts gerechnet werden.

Die Kfz-Steuer für den Ferrari F12 Berlinetta liegt, abhängig von der Erstzulassung, zwischen 666 Euro und 696 Euro.

Die Höhe der Haftpflichtversicherung des Modells geben Versicherer nur auf Anfrage und unter Angaben der genauen Fahrzeug-Daten bekannt.

Design

Exterieur

Das Design des Ferrari F12 Berlinetta folgt dem Leitsatz Form Follows Function (Deutsch: Form folgt Funktion). So ist die Skulptur des flach gehaltenen Coupés gemäß ihrer aerodynamischen Funktion stromlinienförmig mit einem cw-Wert von 0,299. An den Seiten befinden sich konkave und konvexe Bereiche, welche den Sportwagen optisch leichter wirken lassen. Die Frontseite wird von einem mächtigen Lufteinlass geprägt. Das Design der Heckseite orientiert sich mit einer T-Form, den runden LED-Heckleuchten und der Nebelleuchte an den Boliden der Formel 1.

Die typische Metallic-Lackierung des Ferrari F12 Berlinetta ist natürlich rot. Allerdings handelt es sich dabei nicht um irgendein Ferrari-Rot, sondern um das eigens kreierte Berlinetta Rosso Rot. Andere Lackierungen sind weiß, schwarz oder blau.

Interieur

Das Cockpit des Ferrari F12 wird von Ferrari selbst als spartanisch bezeichnet, denn das Interieur des Sportwagens unterliegt wie das Exterieur der Geschwindigkeit. Der Fahrer erreicht alle Bedienelemente, ohne die Hände vom Lenkradkranz nehmen zu müssen. Die Informationen zu Fahrt und Fahrzeug befinden sich direkt im Blickfeld des Fahrers.

Die Schalensitze verleihen dem Interieur des Fahrzeugs Motorsport-Flair, welches besonders durch die integrierten Kopfstützen, die aus den Rückenlehnen hervorgehen, zur Geltung kommt. Der Sitzkomfort des Supersport-Modells kann als bequem bezeichnet werden, allerdings gibt es nur wenige Einstellungsmöglichkeiten. Bei groß gewachsenen Fahrern kann das Problem auftreten, dass sich die Lenksäule für ihre Bedürfnisse nicht weit genug ausziehen lässt. Insgesamt bietet das Cockpit jedoch für zwei Personen ausreichend Platz.

Navigationssystem und Infotainment sind im Ferrari F12 serienmäßig. Letzteres umfasst ein Mediasystem für CD/DVD, USB, iPod, Bluetooth und Radio.

ferrari-f12-interieur

Sicherheit

Der Ferrari F12 gehört zu jenen Modellen der Marke Ferrari, für die es keinen Crashtest gibt. Nichtsdestotrotz verfügt der Sportwagen über zahlreiche Sicherheitsmerkmale, nicht zuletzt wegen des Motors. Die elektronischen Kontrollsysteme, die den Fahrer unterstützen, sind:

  • ESC (Stabilitätskontrolle)
  • F1-TRAC (F1-Traktionskontrolle)
  • VDC (Vehicle Dynamics Control)
  • ABS / EBD (Hochleistungs-Antiblockiersystem / Elektronischer Bremskraftverstärker)
  • E-DIFF 3 (elektronisch gesteuertes Differential, 3. Generation)
  • SCM-E (magnetorheologische Dämpfungskontrolle mit doppeltem Zylinder-Spulensystem)
  • Regensensor
  • Reifendruckkontrollsystem
  • Cruise Control

Bei den elektronischen Kontrollsystemen ist zu beachten, dass in der Mannetino-Einstellung CT OFF die F1-Traktionskontrolle deaktiviert ist. Im Modus ESC OFF wird die Fahrzeugstabilität nur durch E-DIFF kontrolliert.

Passives Sicherheitssystem des Ferrari F12:

  • Front-, Seiten- und Kopfairbags für Fahrer und Beifahrer
  • 3-Punkt-Sicherheitsgurt mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für Fahrer und Beifahrer
  • Sitze mit eingebauter Kopfstütze

FAQ

Wie viel kostet ein Ferrari F12?

Ein gebrauchter Ferrari F12 Berlinetta ist ab ungefähr 200.000 Euro zu haben.

Wie lange wurde der Ferrari F12 gebaut?

Der Ferrari F12 wurde von 2012 bis 2017 in Italien gefertigt.

Was ist die Höchstgeschwindigkeit des Ferrari F12?

Ferrari gibt die Höchstgeschwindigkeit des Ferrari F12 mit über 340 Kilometer pro Stunde an.

Wie viel PS hat ein Ferrari F12?

Der Supersportwagen hat insgesamt stolze 740 PS.

Alternativen

Unter den Ferraris ist der Nachfolger des Ferrari F12 der Ferrari 812 der größte Konkurrent, da dieser einen geringeren CO₂-Ausstoß hat und der Normverbrauch knapp unter 15 Liter liegt. Der schärfste Konkurrent des Ferrari F12 Berlinetta kommt jedoch aus dem Hause Lamborghini mit dem Lamborghini Aventador. Er ist zwar um ein paar Zentimeter länger und breiter als sein Konkurrent, dafür aber leichter und leistungsstärker. So schafft es der Aventador 750-4 SV von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in unter drei Sekunden.