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Honda Accord

Ein verkannter Mittelklasse-Allrounder

Auf der Top Ten Liste der meistverkauften Autos der Welt schafft es der japanische Honda Accord mit über 17,5 Millio-nen Fahrzeugen immerhin auf Platz 7. Und dabei wurde die Produktion für den europäischen Markt bereits 2015 einge-stellt, weil der Mittelklassewagen hier nicht so richtig auf die Straßen kam. Bis dahin hatte der Accord jedoch schon acht Generationen auf dem Buckel und ist in Japan und Nordamerika mit Generation neun und zehn weiterhin ein voller Er-folg. Weiterlesen

Technische Daten

88 - 212 PS

Leistung

5.3 - 10.8 l/100 km

Verbrauch (komb.)

138 - 283 g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

170 - 228km/h

Höchstgeschwindigkeit

6.9 - 13.5s

von 0 auf 100 km/h

Honda Accord technische Daten

Alternative Modelle

Geheimtipp für einen Gebrauchtwagen

So richtig lässt sich nicht nachvollziehen, warum der Honda Accord im europäischen Raum nie so richtig beliebt war. In seinem letzten vollen Verkaufsjahr 2014 fand er in Deutschland gerade einmal 1.253 Käufer, während Honda in den USA 388.374 Modelle absetzte und ihn dort auf Platz fünf der meistverkauften Autos brachte – direkt hinter den Toyota Camry. Unter den Gebrauchtwagen gilt der Accord als echter Geheimtipp, denn er ist zuverlässig, sparsam, hat einen sportlichen Motor, ein agiles Fahrverhalten und ein dynamisches Design. Der Name „Accord“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Übereinstimmung“. Mit dem Fahrzeug wollte Honda das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Mensch und Auto in Einklang bringen. Herausgekommen ist ein massentauglicher Pkw, der kaum aneckt, aber für Käufer in Europa auch nicht wirklich spannend war.

Die vielen Gesichter des Honda Accord

Je nach Generation gab es den 1976 eingeführten Mittelklassewagen in Deutschland als Limousine, Kombi und Coupé. Die verschie-denen Modelle haben in verschiedenen Ländern unterschiedliche Namen, zum Beispiel:

  • Honda Vigor
  • Honda Ascot
  • Honda Torneo
  • Honda Rafaga
  • Honda Spirior

Bis zur vierten Generation wurden baugleiche Modelle als Honda Accord in Japan, Europa und Nordamerika verkauft. Anschließend trennte sich die Entwicklung, wodurch der Name seit der fünften Generation für verschiedene Modelle steht. So wurde der etwas kleinere europäische Honda Accord in der siebten Generation als Mittelklassewagen in Japan eingeführt, während er in den USA unter dem Namen Acura TSX auf den Markt kam.

Zehn Generationen auf einen Blick

Mit dem Honda 1300 versuchte der japanische Hersteller Ende der 1960er Jahre in der Mittelklasse Fuß zu fassen und scheiterte daran. Der Honda Accord war 1976 nun der zweite Anlauf und etablierte die Marke über zehn Generationen hinweg bei den Käufern.

1. Generation (1976–1981)

Bei der ersten Generation entschied sich Honda für eine Hatchback-Variante, die dem VW Scirocco I sehr ähnlich sieht und nicht unbedingt den Geschmack der Masse trifft. Ende 1977 folgte gleich noch eine Stufenheck-Limousine mit vier Türen, die 22 Zentimeter verlängert wurde, um genug Platz für den Kofferraum zu schaffen. In Euro-pa gab es den Accord ausschließlich mit einem 1,6-Liter-Motor und 80 PS sowie wahlweise mit einer manuellen 5-Gang-Schaltung oder dem von Honda entwickelten Automatikgetriebe „Hondamatic“.

2. Generation (1981–1985)

An dem Accord änderte sich in der zweiten Generation nicht viel, außer dass er etwas größer und damit komfortabler wurde. Dieses Mal erschienen die Limousine und die Fließheck-Variante gleichzeitig auf dem Markt. Die Motoren blieben recht ähnlich, nur dass in Europa nun auch der 1,6-Liter-Benziner mit 88 PS und die 1,8-Liter-Variante mit 101 PS zur Verfügung standen. Außerdem hatte der Honda Accord zusammen mit dem etwas luxuriöser ausgestatteten Honda Vigor als erstes Honda-Modell das Trägheits-Navigationssystem „Electro Gyrocator“ mit an Bord.

3. Generation (1985–1989)

Mit der dritten Generation trat die klassische Limousine in den Vordergrund der Modellpalette – die Hatchback-Variante verschwand nach Nordamerika. Dazu kamen ein dreitüriger Sport-Kombi mit Klappscheinwerfern namens Honda Accord Aerodeck und später noch ein zweitüriges Coupé, das jedoch nicht in Europa erhältlich war. Neben dem Aerodeck hatte nur noch der Honda Prelude Klappscheinwerfer in der europäischen Honda-Familien. 1985 stand der Accord in Europa mit einem 1,6-Liter-Motor mit 88 PS und einem 1,8-Liter-Motor mit 110 PS zur Verfügung. Später kam noch ein 2,0-Liter-Motor mit 102 bis 137 PS hinzu. Allerdings liefen die neu entwickelten Motoren etwas rauer als ihre Vorgänger.

4. Generation (1989–1993)

In der vierten Generation entstand das repräsentative Accord-Design der Honda-Limousine, welches gleich mehrere Designpreise gewann. Es gab wieder alle drei Karosserie-Formen, dieses Mal sogar in Europa. Das Coupé entstand auf der Basis der Limousine und war anfangs nur mit wenigen hundert Fahrzeugen in Deutschland vertreten, bevor es 1992 in überarbeiteter Version ausgeliefert wurde. Unter der Motorhaube hatte der deutsche Accord 2,0 bis 2,2 Liter Hub-raum sowie 90 bis 150 PS zu bieten. Dazu kam die vom Honda Prelude bekannte Vierrad-Lenkung.

5. Generation (1993–1998)

Ab der fünften Generation bediente Honda die regionalen Ansprüche der internationalen Märkte mit sehr unterschiedli-chen Accord-Modellen. So hatte die europäische Limousine nichts mehr mit der japanischen Variante zu tun, sondern basierte hingegen auf dem Ascot Innova. Neben den bekannten Motoren zwischen 1,8 und 2,2 Litern Hubraum sowie 115 und 158 PS führte Honda in dieser Generation den ersten 2,0-Liter-Dieselmotor mit 105 PS und Turboaufladung ein, den der Hersteller von Rover einkaufte.

6. Generation (1998–2002)

In Japan erschien der Honda Accord der sechsten Generation mit der schmalsten Karosserie, dem kürzesten Radstand und der schmalsten Spurbreite. Die Accord-Limousine für Nordamerika hatte hingegen in allen drei Kategorien die größ-ten Werte, um den Sechszylinder-Motor unterbringen zu können. Nur in Europa gab es in dieser Generation auch eine fünftürige Fließheck-Limousine, für die jedoch der Aerodeck-Kombi weichen musste. Die Motorenpalette erstreckte sich wieder von 1,6 bis 3,0 Liter Hubraum und 116 bis 200 PS sowie einen 2,0-Liter-Dieselmotor mit 105 PS.

7. Generation (2002–2008)

Mit der siebten Generation kam neben der Limousine ein Accord-Kombi namens „Tourer“ zurück ins Programm, während die Fließheck-Limousine verschwand und das Coupé wieder nur in Nordamerika erhältlich war. Tourer und Limousine unterscheiden sich vor allem an der Hinterachse, wodurch der Tou-rer eine tiefe und flache Ladefläche zu bieten hat. Der Dieselmotor mit 2,2 Litern Hubraum und 140 PS blieb weiterhin dem europäischen Kontinent vorbehalten, während der Benziner mit 2,0 bis 2,4 Litern Hubraum und 155 bis 190 PS un-terwegs war.

8. Generation (2008–2015)

In der achten Generation blieben die viertürige Limousine und der fünftürige Tourer-Kombi erhalten. Auch die Motoren-palette blieb recht ähnlich, jedoch kam durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen noch mehr Leistung heraus. Beim Benziner standen nun zwei Motoren mit 2,0 Litern Hubraum und 156 PS sowie 2,4 Litern und 201 PS zur Auswahl. Der Dieselmotor startete zunächst mit 2,2 Litern Hubraum und 150 PS, bekam 2011 jedoch noch einen großen Bruder mit 180 PS hinzu. Im Sommer 2015 stellte Honda den Accord in Europa dann ersatzlos ein, während auf den anderen Kontinenten schon seit 2012 die neunte Generation vom Band lief.

9. Generation (seit 2012)

Im September 2012 startete die Produktion für die Limousine und das Coupé der neunten Generation – ein Kombi war für den Honda Accord nicht mehr vorgesehen. Dafür präsentierte Honda auf der Los Angeles Auto Show 2012 eine Plug-in-Hybrid-Version, die ab 2013 nur in Kalifornien und New York erhältlich war. 2015 wurde das Modell wieder eingestellt und 2016 durch ein Sport-Hybrid-Modell mit 146 PS ersetzt.

10. Generation (seit 2017)

Für die zehnte Generation entfiel nun auch die Coupé-Variante, sodass nur noch eine viertürige Stufenheck-Limousine angeboten wird. Dafür haben die Käufer die Wahl zwischen drei Benzin-Motoren mit 177, 194 und 256 PS sowie einem Hybrid-Motor mit 177 bis 215 PS. Durch den Wegfall des europäischen Marktes gibt es bereits seit der neunten Generation keinen Dieselmotor mehr.

Fazit

Auf deutschen Straßen ist der Honda Accord trotz langer Geschichte ein seltener Anblick. Vor allem seitdem der Verkauf in Europa 2015 eingestellt wurde. Doch auch wenn er zu sehen ist, fällt er mit seinem eher unauffälligen Design im Stra-ßenverkehr kaum auf. Als Gebrauchtwagen bietet er jedoch ein rundum stimmiges Konzept im Mittelklasse-Bereich und ist für den Alltag eine zuverlässige Allround-Alternative zum Mazda 6, Toyota Aven-sis, VW Passat und Ford Mondeo.

Fahrzeugbewertungen zu Honda Accord

73 Bewertungen

4,7