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Porsche 924

Der Porsche 924 spaltete die Fangemeinde – bis heute

Ein echter Sportwagen mit Heckantrieb sollte er sein, der Porsche 924. Doch sein Motor war vorne eingebaut und wassergekühlt. Für viele war das ein absoluter Tabubruch und so teilte sich die Porsche-Anhängerschaft in zwei Lager. Die einen freuten sich endlich über einen etwas zahmeren, preiswerten Porsche. Die anderen waren enttäuscht und sahen in ihm keinen Porsche. Sein Transaxle-Konzept sei Dank, ist er heute für viele ein Kult-Auto. Was halten Sie von ihm? Weiterlesen

Technische Daten

150 - 160 PS

Leistung

Verbrauch (komb.)

- g CO2/km

CO2-Ausstoß (komb.)Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

215 - 220km/h

Höchstgeschwindigkeit

8.2 - 8.5s

von 0 auf 100 km/h

Porsche 924 technische Daten

Alternative Modelle

Wie viel kostet ein Porsche 924?

Der erste Porsche 924 kostet im Jahr 1976 noch DM 23.240,00. Damit war er deutlich günstiger als der damalige Porsche 911.

Wer schon zu seiner aktiven Zeit speziell als vergleichsweise preisgünstige Alternative gebaut wurde, ist auch einige Jahre später als gebrauchter Oldtimer nicht besonders teuer. So können Sie heute bereits um wenige Tausend Euro verschiedene Modelle des Porsche 924 erhalten. Der günstige Anschaffungspreis bringt dafür in der Regel einen entsprechenden Reparatur- und Erhaltungsaufwand mit sich. Für Sondermodelle oder besonders gut erhaltene Modelle wie den Porsche 924 Carrera GT können die Preise jedoch bis in den sechsstelligen Bereich steigen.

Die Kontrahenten des Porsche 924

Zu seinen Kontrahenten zählen Modelle wie der Audi 100 Coupé S, der Opel Monza und der Mazda RX-7. Doch auch Porsche-intern lohnt sich der Vergleich mit Modellen wie dem 911 und dem 944.

Die Anfänge des Porsche 924

Anfang der 1970er Jahre suchte Porsche nach einem Nachfolger für den gemeinsam mit Volkswagen entwickelten VW-Porsche 914. Das Ziel: ein Porsche-typischer Sportwagen, der dennoch so günstig wie möglich gebaut wird, um ein vergleichsweise preiswertes Einstiegsmodell unterhalb des Porsche 911ers zu bekommen. Manche sprachen sogar davon, den 911er zu ersetzen. Davon war Porsche jedoch weit entfernt, wie der auch heute noch gebaute 911er beweist.

Im Jahr 1975 beendete Volkswagen jedoch die Zusammenarbeit. Die Gründe lagen in der Ölkrise 1973, den allgemeinen Problemen, in die VW damals geraten war und das VW-eigene Sportmodell VW Scirocco. Von da an entwickelte Porsche im Alleingang den Porsche 924 weiter. Bei der Herstellung gab es allerdings doch noch einen Kompromiss. VW lieferte zu besonders günstigen Konditionen die ursprünglich vorgesehenen Bauteile und Audi stellte das Werk in Neckarsulm für die Produktion zur Verfügung. Damit konnte Porsche die Serienproduktion des 924 im November 1975 starten.

Design und Technik des Porsche 924

Mit dem 924 ging Porsche einen völlig neuen Weg. Den bisherigen luftgekühlten Heckmotor ersetzte ein wassergekühlter Motor vorne. Die interessanteste Besonderheit war jedoch die Transaxlekonstruktion. Dabei befindet sich der Motor vorne und das Getriebe sowie das Differenzial hinten. Das brachte eine fast perfekte Gewichtsverteilung von 48:52 und leistete somit einen großen Beitrag zum äußerst angenehmen und wendigen Fahrverhalten des Porsche 924.

Für den dazugehörenden Antrieb sorgten verschiedene Motoren von VW und Audi mit Leistungen zwischen 125 und 177 PS. Auch das Getriebe und die Trommelbremsen an der Hinterachse stammten aus dem Audi 100. Durch ein Leergewicht von gerade einmal knapp über 1.000 Kilogramm schaffte der Porsche 924 eine Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h – damals ein Spitzenwert. Die Querlenker an der Vorderachse bekam der 924 von VW. Das alles machte den 924 zwar zum gewünschten, günstigeren Einstiegsmodell, sorgte aber auch für Diskussionen unter den Porsche-Fans. Für viele war er kein richtiger Porsche. Für andere machte genau diese Mischung ihn zum Kultobjekt und schnell war der etwas fragwürdige Spitzname „Hausfrauenporsche“ geboren.

Die verschiedenen Modelle des Porsche 924

In den 13 Jahren seiner Produktion war der Porsche 924 in verschiedenen Varianten und Sondermodellen erhältlich.

Der Porsche 924 Turbo Typ 931

Die erste zusätzliche Variante des 924 war der Porsche 924 Turbo ab dem Jahr 1979. Er war eine Reaktion auf die durchaus laute Kritik am 924. Wie der Name Turbo schnell erahnen lässt, hat Porsche vor allem beim für viele bisher zu zahmen Antrieb nachgelegt. Der bisherige 2-Liter Motor mit vier Zylindern blieb grundsätzlich gleich. Durch verschiedene Anpassungen wie einen neuen Zylinderkopf mit halbkugeligen Brennräumen und etwas anders angeordnete Zündkerzen konnte Porsche die Leistung auf 170 PS erhöhen. Damit dauerte der Sprint von 0 auf 100 km/h anstatt der bisherigen 9,6 Sekunden nur mehr 7,8 und die Maximalgeschwindigkeit erhöhte sich auf 225 km/h.

Für viele Kritiker galt der bisherige Porsche 924 nicht als „echter“ Porsche. Um dem zu begegnen, gab Porsche dem 924 ein deutlich sportlicheres Aussehen mit auf die Reise. Der zusätzliche Heckspoiler half dabei kräftig mit und brachte gleichzeitig eine bessere Straßenhaftung am Heck. Im Inneren kam ein Dreispeichen-Lederlenkrad (vorher nur zwei Speichen) und weiterer hochwertiger Dekor dazu. Nach zwei weiteren Jahren holte Porsche im Jahr 1981 sieben weitere PS aus dem Motor heraus. Mit den nunmehr 177 PS waren 230 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich. Das Ende des Porsche 924 Turbo kam im Juni 1982. Die interne Konkurrenz durch den Porsche 944 wurde schließlich zu groß.

Der Porsche 924 Carrera GT Typ 937

Noch sportlicher sollte es mit dem Porsche 924 Carrera GT werden. Auf der IAA in Frankfurt stellte Porsche 1979 einen ersten Prototyp vor. Die Produktion erfolgte im Jahr 1981 und war auf 400 Exemplare beschränkt. Ausgehend vom 924 Turbo überarbeitete Porsche noch einmal den Motor und konnte so insgesamt 210 PS aus ihm herausholen. Für die ersten 100 km/h benötigte der 924 Carrera GT nur mehr 6,9 Sekunden. Danach ging es weitere 140 km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h weiter nach oben. Auch das Getriebe wurde den neuen Belastungen angepasst und auf Wunsch war ein Sperrdifferenzial verfügbar. Optisch ließen ihn vor allem die verbreiterten Kotflügel sportlicher wirken.

Der Porsche 924 S

Nach über 130.000 produzierten Porsche 924 folgte ihm der Porsche 924 S. Hauptgrund für die Entwicklung des 924 S war die notwendige Umstellung vom bisherigen 2,0 Liter Motor auf einen 2,5 Liter Vierzylindermotor aus dem Porsche 944. Audi hatte die Produktion des bisherigen Motors eingestellt. Zusätzlich verschärften die USA ihre Abgasvorschriften. Diese Veränderungen hatten im Jahr 1986 die Präsentation des Porsche 924 S zur Folge. Er leistete 150 PS und erreichte maximal 251 km/h. Von 0 auf 100 km/h ging es in 8,5 Sekunden. Die Käufer konnten sich zwischen der serienmäßigen manuellen 5-Gang-Schaltung und einer Automatik mit drei Stufen entscheiden.

Während Fahrwerk und Bremsen ebenfalls mithilfe des Porsche 944 angepasst wurden, blieben Karosserie und Innenraum beinahe komplett unverändert. Als 1988 sein Produktionsende langsam näher rückte, erhöhte Porsche die Leistung noch einmal auf 160 PS und veränderte ein paar Details im Innenraum. Diese war die letzte Version eines Porsche 924 überhaupt und so endete die Baureihe 924 am 1. August 1988.

Die Sondermodelle des Porsche 924

In seiner 11-jährigen Geschichte war der Porsche 924 in verschiedenen Sondermodellen erhältlich. Sie alle haben ihre Besonderheiten in Aussehen, Leistung oder Ausstattung. Zu den weltweiten Sondermodellen zählten:

  • 924 Weltmeisterschaftsmodell 1977: nach zwei Siegen in der Sportwagen-WM, auch Martini-Porsche genannt
  • 924 Le Mans 1980: dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewidmet
  • 924 50 Jahre Porsche 1981: 600 Sondermodelle in der Farbe Zinnsilber zum Porsche Jubiläum
  • 924 S Exklusiv-Modell 1988: Sondermodell zum Produktionsende, in alpin weiß oder schwarz

Die Ausstattung des Porsche 924

Von verschiedenen höherwertigen Sondermodellen abgesehen, konnte sich auch im Standard-924er die Ausstattung sehen lassen. Die Vordersitze bekam er direkt aus dem Porsche 911. Die Rücksitze konnten umgeklappt werden. Damit bekam der für einen Porsche ohnehin großzügige Kofferraum noch mehr Volumen. Gepäck und sonstiges Ladegut konnte unter einem ausrollbaren Stoff versteckt werden.

Auf dem Instrumentenbrett drehte sich fast alles um die drei Anzeigen hinter dem Lenkrad. Ganz links befanden sich die Anzeigen für die Kühlwassertemperatur und den Tank. In der Mitte zeigte der Tacho die Geschwindigkeit sowie den Kilometerstand. Und auf der rechten Anzeige konnte der Fahrer die Drehzahl ablesen. In der Mittelkonsole gab es zusätzlich eine Anzeige für den Öldruck, eine Quarzuhr und ein Voltmeter. Optional bot Porsche den 924 in einer Targa-Variante an. Dabei konnte ein Teil des Dachs abmontiert und im Kofferraum verstaut werden. So wurde der 924 vorübergehend zum Cabrio. Ab dem Jahr 1977 war zudem auf Wunsch eine Klimaanlage erhältlich.

Für wen ist der Porsche 924 am besten geeignet?

Heutzutage eignet sich der Porsche 924 für alle, die einen echten Klassiker suchen, dabei aber nicht zu viel Geld ausgeben möchten oder können. Er war nie die große, PS-geladene Sprintrakete. Dafür konnte er mit äußerst wendigen Fahreigenschaften und einer fast perfekten Balance sowie einem sensationellen Fahrgefühl überzeugen. Um es mit einer alten Porsche-Fernsehwerbung zusammenzufassen: „Selbst lange Strecken legt man ermüdungs- und stressfrei zurück und genießt dabei Kilometer für Kilometer. Fahren, wo es noch Spaß macht: im Porsche."

Fahrzeugbewertungen zu Porsche 924

1 Bewertungen

5,0