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Skoda Scala

Rapid Nachfolger

Der Skoda Scala basiert auf der kleinen Plattform des VW Polo, möchte zugleich aber auch so viel Freiraum wie ein Kompaktwagen bieten. Dabei soll er kein Konkurrent zum VW Golf sein. Aber was denn nun? Kurzum: Der Scala ist eine Kombilimousine aus der Kompaktklasse und der offizielle Nachfolger des Skoda Rapid. Schon der Rapid wurde mit dem Golf verglichen und musste dabei zurückstecken. Der Scala ist nun deutlich größer und soll sich als Kompaktwagen durchsetzen. Weiterlesen

Video - Skoda Scala Steckbrief

Rapid-Nachfolger

Am 20. Oktober 2012 führte der tschechische Hersteller den Skoda Rapid als kompakte Kombilimousine ein – um die Lücke zwischen dem Skoda Fabia (Kleinwagen) und dem Skoda Octavia (Mittelklasse) zu schließen. Damit gab es einen neuen Mitstreiter im Bereich der Kompaktklasse im VW-Konzern. Allerdings ist das eigentlich das Hoheitsgebiet des VW Golf, weshalb beide Modelle sofort miteinander verglichen wurden. Natürlch war der Preis für den Rapid nicht ganz so hoch angesetzt, doch dafür musste er mit einem kleineren Fahrgastraum, schlechterer Verarbeitung und einer nicht ganz so komfortablen Federung auskommen. Der Rapid bediente sich bei seinen Bauteilen und seiner Plattform in der Kleinwagenklasse – und das ist deutlich spürbar.

Studie Skoda Vision RS

2018 stellte Skoda auf dem Pariser Autosalon bereits den Nachfolger vor: die Studie Skoda Vision RS. Vorne war ein 1.5 TSI-Motor mit 150 PS verbaut und hinten eine 13 kWh-Batterie für den Elektromotor mit 102 PS. 210 km/h schaffte das Hybridmodell, 70 Kilometer Reichweite bei rein elektrischem Antrieb. Zum 100. Geburtstag der Tschechoslowakei waren die Nähte und Fähnchen im Innenraum in den Nationalfarben Weiß, Rot und Blau gehalten. Die Anzeigen funktionierten vollkommen digital, wie beim Audi A6 C8 wurde die Klimaanlage per Touchscreen reguliert. Nach zahlreichen Spekulationen teilte Skoda am 15. Oktober 2018 dann auch den offiziellen Namen des Rapid-Nachfolgers mit: Scala. Der neue Name stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet “Leiter” oder “Treppe”.

Vorstellung Skoda Scala

Mit dem Scala landete Skoda im Sommer 2019 wieder in der Golf-Klasse, will aber eigentlich kein Golf-Gegner sein. Allerdings ist der Vergleich naheliegend, denn die Verwandschaft zwischen dem Scala und der Schräghecklimousine Skoda Rapid Spaceback ist deutlich erkennbar. Eine Variante mit Fließheck gibt es nicht mehr. In Sachen Design hat der neue Skoda Scala deutlich an Charakter zugelegt – dank der leitenden Designer Jozef Kabaň und Oliver Stefani. Der Kühlergrill steht weiter hervor, das Markenlogo wurde durch einen Skoda-Schriftzug ersetzt und die weit heruntergezogene Heckscheibe als optionale Ausstattung gibt dem Auto einen modernen Touch. Vorn ist der neue Scala mit mit markanten Sicken gespickt, Frontscheinwerfer und schmale LED-Leuchten verleihen dem Kompaktwagen einen dynamischen Auftritt. In der Golf-Klasse kann sich das neue Modell durchaus sehen lassen. Immerhin ist der Scala 10,7 Zentimeter länger und hat etwa einen Zentimeter größeren Radstand als der VW Golf VII.

Außen sportlich, innen familienfreundlich

Der positive Eindruck vom neuen Skoda Scala setzt sich auch bei der ersten Fahrt fort. Vor allem in Sachen Sicherheit ist das Auto bestens ausgestattet – und erreichte volle fünf Sterne beim Euro-NCAP-Crashtest 2019. Durch den hervorragenden Insassenschutz ist die Kombilimousine bestens für Familien geeignet. Beide Sitzreihen verfügen über Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer, Kopfairbags sowie optische und akustische Gurtwarner. Vorne sind zusätzliche Seitenairbags serienmäßig, hinten optional. Für den Fahrer gibt es optional auch noch einen Knieairbag. Zur sicheren Befestigung von Kindersitzen verfügen die beiden äußeren Sitzplätze hinten über ISOFIX-Halter, in der Mitte ist der richtige Platz für einen gegurteten Kindersitz. Der Frontairbag für den Beifahrer lässt sich ausschalten, sodass der Kindersitz auch vorne montiert werden kann.

Ausstattung

Zur Standard-Ausstattung gehört das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). Als Sonderausstattung gibt es den 10,25 Zoll großen digitalen Tacho als “Virtual Cockpit” – ein virtuelles Cockpit mit insgesamt fünf verschiedenen Darstellungsformen. Das Infotainmentsystem wird über einen zentralen Touchscreen bedient, der 6,5, 8 oder 9,2 Zoll groß sein kann. Dank Skoda Connect ist der Scala serienmäßig per LTE mit dem Internet verbunden. Android Auto und Apple Car Play sind ebenfalls vorhanden. Auf Wunsch gibt es noch verschiedene Assistenzsysteme, um das Fahren im Auto noch komfortabler und sicherer zu gestalten – wobei City-Notbremsfunktion und Spurhaltesystem serienmäßig an Bord sind:

  • Notbrems-Assistent
  • Spurhalte-Assistent
  • Spurwechsel-Assistent
  • Fernlicht-Assistent
  • Abstandsregel-Tempomat
  • Ein- & Ausparkhilfe

Motor

Standardmäßig ist der Kompaktwagen mit einem 1.0 TSI Dreizylinder-Motor mit 70 kW (95 PS) Leistung und einem Fünfgang-Schaltgetriebe unterwegs. Diesen Motor gibt es auch mit 85 kW (115 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe. Der größere Motor ist ein Skoda Scala 1.5 TSI Vierzylinder mit 110 kW (150 PS) und 220 km/h Höchstgeschwindigkeit. Auch einen Dieselmotor hat Skoda im Programm: einen 1.6 TDI mit vier Zylindern, 85 kW (115 PS) Leistung und 201 km/h Spitzengeschwindigkeit. Alle Modelle können auch mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aufgerüstet werden und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP. Die Diesel-Variante hat zur Reinigung der Abgase einen Dieselrußpartikelfilter, einen Oxidationskatalysator und einen selektiv reduzierenden Katalysator mit einem 12-Liter-Tank für die Harnstofflösung AdBlue an Bord. Die Motoren-Palette wird von der Erdgas-Variante 1.0 G-Tec ergänzt: ein Dreizylinder-Motor mit Sechsgang-Getriebe, 66 kW (90 PS) Leistung und einer Gasflasche für 14 Kilogramm Erdgas. Für mehr Reichweite ist zusätzlich ein Tank für Superbenzin verbaut.

Plattform & Kofferraum

Im Volkswagen-Konzern hat der Skoda Scala viele Geschwister, die alle auf der MQB-A0-Plattform aufbauen, zum Beispiel VW Polo, Audi A1, Seat Arona, Seat Ibiza und VW T-Cross. Doch aus dem MQB-A0-Baukasten hat sich der Scala die länge Ausbau-Variante herausgesucht und bietet mit 4,36 Metern Länge und 2,65 Metern Radstand viel Platz im Innenraum. Als Fahrer fühlt man sich schon fast wie im Skoda Octavia. Typisch für die Marke ist der große Kofferraum mit 467 Litern Volumen – der größte seiner Klasse. Optional lässt sich die Heckklappe elektrisch bedienen, ebenfalls eine Neuheit in seiner Klasse. Dank umklappbarer Rückbank kann das Volumen auf 1.410 Liter vergrößert werden. Optional gibt es eine umklappbare Beifahrerlehne und einen doppelten Ladeboden, sodass der Skoda Scala wirklich viel und sperriges Gepäck transportieren kann.

Konkurrenz

Natürlich ist der Skoda Scala als “Tschechen-Golf” deutlich günstiger als der Marken-Bruder. Doch im Bereich der Kompaktwagen geht es auch noch günstiger. So bietet der Kia Ceed das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in diesem Segment: umfangreiche Serienausstattung, viele Assistenzsysteme, lange Garantiezeit und dynamisches Handling. Der Skoda Scala punktet mit seinem enormen Platzangebot und seiner sowohl agilen als auch sparsamen Fahrweise. Doch im Bereich Bedienung und Verarbeitung ginge es noch etwas besser. Der Renault Mégane fällt durch seine komfortable Federung auf, hat dafür aber eher schwache Bremsen, veraltete Assistenzsysteme und ein kompliziertes Infotainmentsystem.

Fazit

Als Rapid-Nachfolger hat der Skoda Scala eine deutliche Entwicklung zum Positiven durchlaufena und ist nun doch zum Golf-Konkurrenten geworden. Denn so viel Unterschied liegt nicht mehr zwischen den beiden Konzern-Brüdern. Der Scala basiert zwar auf der kleineren Plattform, doch nutzt deren Größe so geschickt aus, dass er den Golf in vielen Maßen sogar übertrumpft. Daraus folgt sehr viel Platz im Innenraum, der flexibel genutzt werden kann. Optimal für Familien mit Kindersitzen. Im großen Kofferraum lassen sich Taschen und Koffer bequem transportieren und die Ausstattung sorgt für die nötige Sicherheit und Fahrkomfort. Bei der Verarbeitung kann der Skoda Scala dann doch nicht ganz mit dem Golf mithalten, aber irgendeinen Unterschied muss es ja auch noch geben.