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TVR Cerbera

Der TVR Cerbera: Das Kraftpaket von der Insel

Geht es um außergewöhnliche Sportwagen, kommt bei Kennern häufig die TVR-Cerbera-Serie ins Spiel, die in den Jahren von 1996 bis 2003 gebaut worden ist. Der Name leitet sich ab von einer Figur aus der griechischen Mythologie, dem Cerberus, der als Wächter zum Tor der Unterwelt bezeichnet wird. Das Unternehmen selbst wurde bereits im Jahr 1946 durch Trevor Wilkinson aus der Taufe gehoben –das Kürzel TVR setzt sich aus den Buchstaben seines Vornamens zusammen. Der Sitz des Unternehmens befand sich in dem durch seinen Tourismus bekannten Küstenort Blackpool, in dem auch eine Produktionsstätte des Mitbewerbers Jaguar beheimatet ist. Zu den Grundprinzipien des Autobauers zählte bis zuletzt, kraftvolle Sportwagen im Leichtbau zu entwickeln und zu produzieren. In diese Tradition reiht sich der TVR Cerbera nahtlos ein: Das Leergewicht wird mit circa 1130 kg angegeben. Bis heute ist dies ein sehr guter Wert, vergleichbare Sportwagen bringen bis zu 500 kg und mehr auf die Waage. Das Fahrzeug überzeugt zudem durch seine optisch elegante und schnörkellose Linienführung mit einer verhältnismäßig großen Motorhaube, die den Charakter des TVR Cerbera zusätzlich unterstreicht. Der im Vorfeld als Konzept-Fahrzeug entwickelte TVR Cerbera Speed 12 mit einer Leistung bis zu 735 kW ging hingegen nie in Serie, da er im normalen Straßenverkehr kaum noch beherrschbar war.

Der TVR Cerbera: Ein Novum in der Unternehmensgeschichte

Bei dem TVR Cerbera sind gleich drei gravierende Veränderungen gegenüber den direkten Vorgängermodellen TVR Griffith und TVR Chimaera zu verzeichnen. Zum einen handelt es sich erstmals um einen Viersitzer nach dem sogenannten 2 + 2-Konzept: die beiden Rücksitze sind dabei kleiner als bei normalen Viersitzern. Eine Besonderheit stellt der Beifahrersitz dar, der sich extrem weit nach vorne verschieben lässt und so deutlich mehr Beinfreiheit für die Person auf dem Rücksitz dahinter bietet. Zum anderen ist der TVR Cerbera ebenfalls erstmals mit einem Hardtop ausgestattet. Die wohl wichtigste Neuerung betrifft die Motoren, die zuvor von Ford und Rover bezogen worden sind. In Eigenregie entwickelt und hergestellt, ist der TVR Cerbera mit einem V8-Motor ausgerüstet, der unter der Bezeichnung Speed 8 geführt wird. Zur Wahl stehen zwei unterschiedliche Varianten mit jeweils 4,2 l und 4,5 l Hubraum. Dank einer langen Entwicklungs- und Testzeit überzeugt gerade der Speed 8 durch sein absolut ausgewogenes Verhältnis zwischen Drehmoment und Leistung in Verbindung mit dem relativ geringen Fahrzeuggewicht. Verantwortlich für die Konstruktion zeichnet der Ingenieur Peter Wheeler, der das Unternehmen 1981 übernommen hat. Mit bis zu 309 kW ausgerüstet, erreicht der Flitzer von der Insel eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 300 km/h. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde zudem ein 6-Zylinder-Reihenmotor entwickelt, der seine Premiere ebenfalls im TVR Cerbera feierte.

Der TVR Cerbera und die Fahreigenschaften

Wie es sich für ein Sportcoupé gehört, ist der TVR Cerbera mit einem strammen Fahrwerk ausgestattet und liegt dadurch sehr gut auf der Straße. In einem Testbericht aus England wird der Wagen als der wohl aufregendste der Welt bezeichnet, wenn er sauber läuft - sozusagen ein hochperformanter Rennbolide mit Straßenzulassung. Typisch für den TVR Cerbera ist, wie für die meisten anderen Modelle des Herstellers, der lange Weg des Gaspedals. Eine Eigenschaft, die dem Umstand einer fehlenden Traktionskontrolle geschuldet ist. Durch die für viele zunächst ungewohnte Einstellung des Gaspedals soll das unerwünschte Durchdrehen der Räder vermieden werden. Ebenfalls erwähnenswert ist die sehr schnell ansprechende Lenkung, die es vor allem erfahrenen Fahrern erlaubt, das Fahrzeug in den verschiedensten Situationen zu beherrschen und wieder in die Spur zu bringen. Historisch betrachtet wurde der "letzte TVR Cerbera" im Jahr 2006 durch das Unternehmen selbst in einer konzertierten Aktion über eine speziell dafür eingerichtete Seite im Internet meistbietend versteigert. Im Jahr 2012 stellte TVR die Produktion seiner Fahrzeuge nach einem weiteren Besitzerwechsel endgültig ein.