Ein italienischer Transporter – der Fiat Fiorino

Der Fiat Fiorino ist ein Kleintransporter, der als Pritschenwagen, als Kastenwagen und als Hochdachkombi erhältlich ist. Als Vorgänger gilt der Fiat 900. Die 1. Generation des Fiorino erschien 1977 auf dem Markt, die Ablösung erfolgte 1988 durch die 2. Generation. Im Jahr 2008 brachte Fiat nach einer längeren Pause die 3. Generation auf den Markt.


Die Anfänge: die 1. Generation des Fiat Fiorino

In der 1. und der 2. Generation ist der Fiat Fiorino als Kastenwagen und als Pritschenwagen erhältlich. Die 1. Version basiert auf dem Fiat 147, einer Variante des Fiat 127. Der Unterschied besteht in dem aufgesetzten Kasten. Die Motorleistung beträgt 45 PS, wodurch das Fahrzeug auf bis zu 125 km/h beschleunigt und eine Nutzlast von rund 360 kg bewerkstelligt. Die ersten entscheidenden Modifikationen nahm Fiat im Jahr 1980 vor. Die Motorleistung steigerte sich auf 50 PS, der Hubraum betrug nun 1 l. Zum Benziner gesellte sich 1982 ein 45 PS starker Diesel, zusätzlich fand ein Facelift statt.


Die Erfolgsgeschichte geht weiter: die 2. Generation des Fiat Fiorino

Als Basis für die 2. Generation diente die Plattform des brasilianischen Fiat Uno. Trotz der Zusammenfassung als eine Generation existieren 3 Unterserien, die sich stark voneinander unterscheiden. Die Innenausstattung stammte vom Fiat Uno, ebenso die Partie bis zur B-Säule. Technisch fanden nur wenige Veränderungen statt, in diesem Bereich ähnelten sich die Modelle der 2. Generation und die frühen Fiat Fiorino sehr. Es erfolgte die nahezu unveränderte Übernahme von Bauteilen des Fahrwerks. Beispiele sind die trapezförmigen Querlenker und die querliegende 2-Blatt-Feder, die dem Modell 147 entstammt.
1992 begann die Produktion der 2. Unterserie der 2. Generation. Es erfolgten keine wesentlichen technischen Veränderungen. Allerdings unterzog Fiat die Karosserie einem Facelift, wodurch sich die Ähnlichkeit zum Uno II erhöhte. Der Grill, die Motorhaube, der Kotflügel und die Scheinwerfer entstammen dem Uno CS, der in Brasilien gefahren wird. Der Innenraum gleicht jedoch eher dem Uno I.


Die technische Revolution in der 3. Serie

Die 1994 erschienene 3. Serie der 2. Generation brachte einen deutlichen Wandel in der Technik und im Design. Dank der an 2 längs liegenden Blattfederpaketen aufgehängten Hinterachse und der modifizierten Achsgeometrie verbesserte sich das Fahrverhalten. Optische Unterschiede sind beim Kastenaufbau und bei der Dacherhöhung auszumachen. Bei späteren Modellen der 3. Unterserie ist der Kühlergrill nur noch mit einer Querspeiche versehen. Zudem erfolgte die Übernahme der Uno-II-Ausstattung. Als Motorisierungen stehen Käufern bei den Gebrauchtwagen mehrere Ottomotoren mit 1,1 bis 1,6 l sowie ein 1,7-l-Diesel zur Auswahl.


Nach einer langen Pause wieder da: der Fiat Fiorino in der 3. Generation

Die Einstellung des Modells in Europa erfolgte bereits im Jahr 2000. Fiat präsentierte als Nachfolger die Modelle Fiat Dobló und Fiat Strada. Auf ausländischen Märkten war der Fiorino teilweise noch bis 2013 erhältlich. Erst 2008 brachte das Unternehmen eine 3. Generation des Fiorino auf den Markt. Bis 2016 war dieser baugleich mit dem Citroën Nemo und dem PEUGEOT Bipper. Fiat entschied sich dazu, 3 Varianten des Fiorino in sein Sortiment aufzunehmen: einen Pkw, einen Kombi und einen Kastenwagen. Letzterer besitzt ab der B-Säule keine Fenster mehr, wobei der Kombi noch ein Fenster und der Pkw 2 Fenster aufweist. Für den Pkw wählte Fiat die Bezeichnung Qubo. Das Fahrzeug ist in den Ausstattungsvarianten Trekking, Dynamic und Active erhältlich.


Die umfangreiche Standardausstattung des Fiorino

Zur Standardausstattung des Fiorino gehören ein Fahrerairbag, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und die Radiovorbereitung. Für die Sicherheit sorgt die automatische Leuchtweitenregulierung. Der Laderaum ist mit Teppichboden ausgelegt, wodurch sich der Halt auf dem Untergrund verbessert. Der Laderaum ist separat abschließbar. Ab einem Fahrttempo von 5 km/h verriegelt sich das Fahrzeug automatisch. Optional ist die Standardausstattung um Seitenairbags und Beifahrerairbag erweiterbar. Ein Autoradio mit MP3-Player kann bereits ab Werk verbaut sein, ebenso eine Sitzheizung und ein drehbares Schutzgitter.


Leistung von bis zu 95 PS

Der bis 2017 leistungsstärkste Motor der 3. Generation ist der 1.3-Multijet-16V-Dieselmotor. Er besitzt einen Hubraum von 1248 cm³ und beschleunigt auf bis zu 167 km/h. Innerhalb von 11,9 s ist die 100-km/h-Marke erreicht. Rund 2,8 s länger benötigen die mit einem 1.4-8V-Ottomotor ausgestatteten Varianten. Dank des 77 PS starken Motors erreichen diese Fahrzeuge eine Spitzengeschwindigkeit von 155 km/h. Eine besondere Variante ist der 1.4 8V Natural Power. Es handelt sich um einen Ottomotor, wobei eine zusätzliche Erdgas-Versorgung integriert ist. Der Benzinantrieb erbringt 78 PS, der Erdgasantrieb setzt 70 PS um. Seine Höchstgeschwindigkeit hat der Fiorino in dieser Ausführung bei 157 km/h (Benzin) und 149 km/h (Erdgas) erreicht. Innerhalb von 17,5 s beschleunigt das Fahrzeug auf 100 km/h.


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