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Audi Kombi

Die Audi Sportkombis tragen zum Imagewechsel der Marke bei

Kombis waren lange Zeit eine Domäne der Volumenhersteller, die diese Bauform anfangs oft als Dreitürer, bei den hochwertigeren Modellen auch als Fünftürer im Mittelklasseformat anboten. Kleine Benziner oder träge Diesel waren die typischen Motorisierungen und bescherten den Kombis ein Transporterimage. Die VW-Tochter Audi konzentrierte sich daher bis zum Ausklang der 1980er Jahre auf den Bau von Limousinen und in kleinerem Maßstab auf die Fertigung von Coupés. In den 1990er Jahren sollte die Marke Audi im Markenverbund von Volkswagen dann jedoch neu positioniert werden. Dazu wurde das Programm insgesamt sportlicher ausgerichtet, und auch neue Baureihen sowie mehr Karosserievarianten waren notwendig, um das Unternehmen in der Zukunft breiter aufstellen zu können. Ausgerechnet die lange verschmähten Kombis waren es dann, die Anfang der 1990er Jahre wesentlich zum Imagewechsel der Marke und der Kombi-Klasse insgesamt beitrugen. Der Hintergrund: In ihren Mittelklasse-Baureihen nahmen die Bayern Fünftürer ins Programm auf, die mit Allradantrieb und Hochleistungsmotoren ausgestattet waren und als die ersten Sportkombis dazu beitrugen, dass Deutschland in der Folgezeit zum Kombi-Land wurde.

Die ersten Audi Kombis laufen im Baujahr 1992 vom Band

Ihre Marktpremiere feierten die Avant genannten Audi Kombis im Jahr 1992 mit der Vorstellung der ersten Fünftürer der Baureihe Audi 80. Die erste Generation der Audi Kombis war mit Benzinmotoren in den Hubraumklassen ab 1,6 Litern ausgestattet und als Turbodiesel mit Leistungswerten bis zu 66 kW (90 PS) zu haben. Zu den bekanntesten Modellen der Bauzeit bis 1995 gehörten die Sportkombis der Baureihen S2 und RS2, deren Technik gemeinsam mit Porsche entwickelt wurde. Die Fünftürer mit High-Performance-Motoren und sportlichen Accessoires gehörten zu den schnellsten Kombis, die ein deutscher Hersteller zu dieser Zeit anbot. Der Audi RS2 Avant etwa konnte auf bis zu 232 kW (315 PS) zugreifen und in gut 5,4 Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 Stundenkilometern beschleunigen. Da die Sportkombis nur in Kleinserien produziert wurden, waren sie in den 1990er Jahren bereits selten. Als Begründer der Audi-Sportmodelle nahmen sie zudem auf dem Markt für Gebrauchtwagen stets eine Sonderstellung ein.

Mit den S4 und RS4 setzt Audi 1997 die Tradition der Sportkombis fort

Zwei Jahre nach der Umstellung der Reihenbezeichnung zu Audi A4 präsentierten die Ingolstädter mit dem Baujahr 1996 eine neue Avant-Generation, die 1999 eine Modellpflege erhielt und noch bis zum Jahr 2001 im Programm blieb. Auch in dieser Generation gab es ab 1997 wieder Sportkombis, die nun als S4 und RS4 vom Band liefen und als Gebrauchte eine ähnliche Bedeutung erlangten wie die Begründer des Segments der Sportkombis. Die serienmäßig mit dem bei Audi quattro genannten Allradantrieb ausgestatteten Fünftürer konnten in der stärksten Version auf eine Leistung von bis zu 280 kW (380 PS) zugreifen und verfügten über V6-Hochleistungsmotoren mit zwei Turboladern. Der Audi RS Kombi wurde zwischen 2000 und 2001 nur knapp 6000 Mal gebaut und erzielte auf dem Markt für Gebrauchtwagen naturgemäß sehr viel höhere Preise, als die herkömmlich ausgestatteten Audi Kombis der Baureihe. Im Auftritt unterschieden sich die Sportmodelle durch verbreiterte Radkästen, veränderte Schürzen und ein tiefer gelegtes Fahrwerk. Ein weiteres charakteristisches Merkmal waren die Seitenspiegel mit Alu-Gehäuse. Im Jahr 2001 gab es eine neue Generation der Audi Mitteklasse-Kombis, die bis 2004 produziert wurde. Nun waren bereits die stärksten Großserienmodelle mit einem V6-Benziner ausgestattet, während die Audi S-Sportkombis einen neuen V8-Motor mit 253 kW (344 PS) bekamen. Eine RS-Variante bot Audi in dieser Bauphase nicht an.

Im Jahr 2004 erhalten die Audi A4 Kombis das neue Markengesicht

Ab Herbst 2004 brachte der Hersteller die ersten A4 Kombis mit einem einteiligen großen Kühlergrill auf den Markt, der als Single Frame bekannt und zum neuen Markengesicht wurde. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen waren vor allem die Diesel-Kombis ab dem Baujahr 2006 gesucht, die bereits über einen ab Werk verbauten Rußpartikelfilter verfügten. Im selben Jahr hatte der Hersteller das Topmodell RS4 eingeführt, das neben dem bereits seit 2004 erhältlichen S4 wieder die Rolle des Spitzenmodells bei den Audi Kombis übernahm. Zwei Jahre nach der Premiere der 2007er-Generation der A4-Baureihe führte Audi eine Crossvariante seiner Fünftürer ein, die als allroad quattro mit Offroad-Styling vermarktet wurde. Als gebrauchtes Fahrzeug gehörte dieser Audi Kombi neben den allroad-Versionen des Audi A6 zu den beliebtesten Modellen.

Die ersten Audi Kombis der oberen Mittelklasse werden 1991 vorgestellt

In der oberen Mitteklasse hatten die Bayern bereits Mitte der 1970er Jahre einen Avant auf Basis ihrer Audi 100 Baureihe auf den Markt gebracht, doch war dieser als viertürige Coupé-Limousine konstruiert. Parallel zur Einführung der kleineren Audi 80 Kombis führte der Hersteller dann im Jahr 1991 den ersten klassischen Fünftürer der Baureihe Audi 100 ein. Und auch für seine großen Kombis realisierten die Ingolstädter eine Sportversion, die von 1991 bis 1994 als Audi S4 gefertigt wurde. Gegen Ende der Bauzeit dieser Generation bot der Konstrukteur erstmals einen Avant mit V8-Motorisierung an, der bis 1994 im Programm blieb und eine Leistung von 206 kW (280 PS) ablieferte.

Dank vollverzinkter Karosserie haben Audi Kombis einen hohen Gebrauchtwagenwert

Im Jahr 1994 zeigte Audi die ersten Avant der nun unter dem Namen A6 laufenden Baureihe. Technik und Design änderten sich mit der neuen Nomenklatura allerdings zunächst nicht. Erst ab dem Baujahr 1998 traten die Audi Kombis mit neu gezeichneter Karosserie auf. Bei den Dieselmotoren setzten die Konstrukteure nun ausschließlich auf TDI-Aggregate mit 1,9 und 2,5 Litern Hubraum, die den A6 Kombis eine Leistung von 132 kW (180 PS) bereitstellen konnten. Spitzenmodell wurde der wiederum als Sportkombi mit besonderen Details wie verbreiterten Radkästen ausgestattete S6, der den V8-Motor des 4,2 Liter Großserienmodells übernahm. Allerdings steigerten die Ingenieure für das S-Modell die Leistung des Achtzylinders auf 250 kW (340 PS). Im Baujahr 2006 erhielt der Sportkombi der S-Version einen V10-Motor mit 320 kW (435 PS). Im Zeitraum von 2002 bis 2004 stellten die Bayern eine nochmals leistungsgesteigerte RS-Version ihres Leistungsträgers vor, der in den Jahren 2008 und 2013 eine Neuauflage erlebte. Die Sportkombis blieben in den unterschiedlichen Generationen als Gebrauchte begehrt. Doch dank ihrer vollverzinkten Karosserie wurde allen Audi Kombis der Baureihe A6 ein hoher Gebrauchtwagenwert attestiert, da keine Rostprobleme an tragenden Teilen auftreten konnten.