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Audi SUV

Audi baut die Q-Baureihe zu einer kompletten SUV-Familie aus

Um Kosten zu sparen, versuchen die großen Autokonzerne, für die unter ihrem Dach versammelten Hersteller Modelle auf der Basis einer gemeinsamen Bauplattform zu entwickeln. Synergieeffekte nutzen und gleichzeitig das jeweilige Markenimage bewahren, auf diese Strategie setzte auch der Wolfsburger Volkswagen-Konzern mit seinen Marken Audi, Porsche, Seat und Skoda. Gemeinsam mit den deutschen Töchtern konzipierten die Niedersachsen an der Wende zum neuen Jahrtausend eine neue Plattform für große Sport Utility Vehicles (SUV), mit denen VW erstmals eigene Angebote in dieser boomenden Fahrzeugklasse machen wollte. Als Schwestermodell von Porsche Cayenne und VW Touareg entstand ab dem Baujahr 2005 mit dem Q7 das erste Audi SUV, dem im Dreijahresrhythmus kleinere SUV wie der Q5 und der Q3 folgten. Ab dem Modelljahr 2015 wollten die Ingolstädter ihre SUV-Baureihen mit kleineren Modellen wie dem Audi Q1/Q2 ausbauen, dem als SUV-Coupés Modelle wie die Q6 und Q8 in der Oberklasse nachfolgen sollten.

Mit dem Audi Q7 tritt der Hersteller im Baujahr 2005 in der SUV-Klasse an

Motoren mit bis zu sechs Litern Hubraum, eine Karosserielänge von über fünf Metern und eine Breite von fast zwei Metern, mit diesen Merkmalen gehörte der im Baujahr 2005 als erstes Audi SUV präsentierte Q7 in Europa zu den größten Vertretern seiner Klasse und galt damit selbst für amerikanische Verhältnisse als Full-Size-SUV. Seine Schwestermodelle von VW und Porsche fielen um immerhin gut 30 Zentimeter kürzer aus. Doch die Dimensionen boten eben auch praktische Vorteile: So konnte der Q7 mit einer zusätzlichen dritten Sitzreihe im Fond bestellt werden und war in dieser Ausstattung der erste 7-Sitzer der Ingolstädter. Aber auch eine 4- und 6-sitzige Version des großen Audi SUV lief am Produktionsstandort im slowakischen VW-Werk vom Band. Zum luxuriösen Innenraum gab es als Optionen weitere Ausstattungsmerkmale der Oberklasse. So waren für den Audi Q7 gegen Aufpreis eine Luftfederung und elektronische Systeme wie ein Spurhalteassistent oder ein mitlenkendes Kurvenlicht verfügbar. Ein Offroad-Paket mit Unterfahrschutz und angepasster Frontschürze rundete das Ausstattungsprogramm des serienmäßig mit Allradantrieb gefertigten Audi SUV ab.

Sparsamere Motoren für das große Audi SUV ab Baujahr 2010

Bei einem Gewicht von weit über zwei Tonnen galt das große Audi SUV naturgemäß nicht als Sparweltmeister, zumal der Hersteller mit V8-Motoren und Zwölfzylindern auch beim Q7 das sportliche Image der Marke zum Ausdruck bringen wollte. Doch mit dem Facelift des Jahres 2009 rückten effizientere Antriebe in den Fokus. Es kamen neue V6-Kompressormotoren für die Einstiegsversionen sowie Diesel der 3,0 Liter Hubraumklasse ins Programm, die bereits die Euro6-Normen erfüllten. Ein System zur Rückgewinnung der Bremsenergie sowie eine Start-Stopp-Automatik sollten den Kraftstoffverbrauch des SUV-Flaggschiffs von Audi weiter reduzieren. Dadurch wurde der Q7 als junger Gebrauchter oder Jahreswagen für Käufer interessant, denen die Betriebskosten zuvor als zu hoch erschienen waren. Wer bei ohnehin geringen Jahresfahrleistungen weniger Wert auf Verbrauchsdaten legte, der konnte auf dem Markt für Gebrauchtwagen auf die vor dem Baujahr 2010 gefertigten Q7 zurückgreifen.

Im Jahr 2008 erweitert Audi sein SUV-Programm um den Q5

Mit einem Gewicht von unter zwei Tonnen und einer auf gut 4,63 Meter reduzierten Länge legte der im Baujahr 2008 vorgestellte Audi Q5 einen deutlichen Abstand zwischen sich und das SUV-Flaggschiff der Baureihe Q7. Aufgrund seiner kompakteren Bauweise galt der Q5 als die sportlichere Alternative im Audi SUV-Programm, und das spiegelte sich auch bei den Ausstattungsvarianten wider. In der ersten Generation des Q5 bot Audi erstmals einen SUV in der S-Sportversion an, die als Benziner mit einem Kompressormotor mit 260 kW (354 PS) ausgestattet wurde. Als Diesel kam der S Q5 mit einem Bi-Turboaggregat mit 230 KW (313 PS) in den Handel. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen gesucht waren jedoch auch die Einstiegsmodelle mit 2,0 Liter Dieseln, die auf eine Leistung von bis zu 105 kW (143 PS) zugreifen konnten. Euro 6 Motoren setzte der Hersteller in seiner Q5-Baureihe seit dem Baujahr 2013/14 ein. Sparsamstes Modell war der Audi Q5 mit Hybridantrieb, der kurz vor dem Facelift des Jahres 2012 ins Programm kam und mit dem sich durchschnittliche Verbrauchswerte von 6,9 Litern (159 g/km CO2) realisieren ließen.

Mit dem Q3 steigt Audi im Jahr 2011 in die Klasse der Kompakt-SUV ein

Bereits im Jahr 2007 hatten die Ingolstädter ein Concept Car auf den Messen präsentiert, mit dem der Hersteller den Einstieg in die Klasse der kompakten SUV finden wollte. Doch bis zur Serienreife des kleineren Audi SUV vergingen noch einmal fast vier Jahre, bevor er unter dem Namen Q3 ab 2011 das Programm bei den SUV nach unten abrundete. Besonderheit beim Audi Q3: Anders als in der zuvor eingeführten SUV-Baureihe realisierten die Konstrukteure für das Kompakt-SUV nun auch eine Version mit Vorderradantrieb, die erstmals im Baujahr 2011 auf den Märkten vorgestellt wurde und als Option mit der Einstiegsmotorisierung als 2.0 Liter Diesel zu haben war. Im Baujahr 2013 gab es dann auch einen kleinen 1,4 Liter Benziner mit dem herkömmlichen Antriebskonzept. Spitzenmodell der kompakten Audi SUV wurde im Sommer 2013 das Sportmodell RS Q3, das über eine Leistung von bis zu 228 kW (310 PS) verfügte.

Mit den Q2, Q6 und Q8 will Audi sein SUV-Programm komplettieren

Für das Modelljahr 2015/16 kündigten die Ingolstädter an, ihr SUV-Programm um weitere Modelle und Karosserievarianten auszubauen. Den Anfang sollte der auf Grundlage des Audi A1 entwickelte Q1 machen, dessen Markteinführung bereits für das Jahr 2015 anvisiert wurde. Als Zweitürer mit kurzen Überhängen und großer Heckklappe sollte der Q1 als die SUV-Alternative zu den Audi Sportback der Baureihe A3 etabliert werden. Aber auch nach oben sahen die Bayern noch Spielraum im Audi SUV-Programm. Vor allem sportlicher gestaltete SUV mit flacher Dachlinie im Stil von Coupés schienen zum Image der VW-Marke bestens zu passen. Diese Rolle sollte das als Audi Q6 geplante SUV übernehmen, das als Variante des Q5 entstehen sollte. Zugleich bot sich mit den Coupé-SUV die Möglichkeit, das Programm der S und RS Sportmodelle zu komplettieren. An der Seite des Q7-Flaggschiffs sahen die Ingolstädter ein großes SUV-Coupé, das auf derselben Bauplattform wie die zweite Generation des Spitzenmodells entstehen und unter dem Namen Audi Q8 eine neue Karosserievariante in der Oberklasse des bayerischen Herstellers bieten sollte.