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Bentley Flying Spur

Bentley Flying Spur

Fusionen und Übernahmen waren in der Autobranche auch in lange zurückliegender Zeit nichts Ungewöhnliches. Vor allem die Amerikaner entdeckten früh, dass es sich hinsichtlich der Einsparung bei Entwicklungs- und Produktionskosten rechnete, mehrere Marken unter einem Dach zu versammeln. Weiterlesen

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Mit dem Flying Spur präsentiert Bentley 2005 eine Sportlimousine der Luxusklasse

Ein Beispiel dafür lieferte der britische Hersteller Rolls-Royce, der mit seinem in den 1930er Jahren erfolgten Zukauf der Marke Bentley zwei Luxusmarken vereinte. Einige Jahrzehnte später waren die Modelle beider Traditionsmarken nahezu identisch. Eine Abgrenzung gelang den Briten nur, indem sie versuchten, das sportliche Image Bentleys zu erhalten und die Fahrzeuge mit dem Logo des von Flügeln umrahmten B mit leistungsstärkeren Motoren auszustatten und so die Fahrleistungen gegenüber den Schwestermodellen anzuheben. Diese Versionen lieferte der Hersteller seit Beginn der 1950er Jahre mit der Bezeichnung Continental aus. Nachdem der Wolfsburger VW-Konzern Bentley Ende der 1990er Jahre übernommen hatte, setzten die Niedersachsen diese Tradition fort und brachten mit dem Bentley Continental Flying Spur im Jahr 2005 ein viertüriges Modell in der Luxusklasse auf den Markt, das als Zwölfzylinder-Sportlimousine neben den Coupés der GT-Baureihe positioniert wurde. Nach der Modellpflege im Jahr 2013 entfiel die traditionelle Zusatzbezeichnung Continental und der Flying Spur kam auch in einer V8-Einstiegsvariante ins Programm.

Mit dem Flying Spur markiert Bentley seinen Neuanfang als Sportmarke

Mit dem Continental GT begann für Bentley im Jahr 2003 die Ära der mit Hilfe von VW entwickelten Modelle. Die Bauplattform und technische Komponenten stammten von Volkswagens Luxuslimousine Phaeton, und auf dieser Basis konnten sowohl sportliche Karosserieformen wie Coupés und Cabriolets als auch klassische Stufenhecklimousinen realisiert werden. Das GT Coupé präsentierte Bentley im Jahr 2003 als erstes Modell der Continental-Baureihe. Im Sommer 2005 folgte dann der Flying Spur als Viertürer, mit dem Bentley seine Tradition der sportlich motorisierten Limousinen der Oberklasse fortsetzte. Mit neuem Design und einem Motor aus dem Programm von VW markierte der Flying Spur den Neuanfang beim britischen Luxushersteller, der sich nach der Trennung von Rolls-Royce und dem Auslaufen der letzten gemeinsamen Modelle aus dem Werk in Crewe neu erfinden musste und das sportliche Image von Bentley wieder in den Mittelpunkt stellte.

Dezente Sportoptik für den Bentley Flying Spur

Während nach 2005 noch für einige Jahre die gewissermaßen schon historischen Bentleys der noch von Rolls-Royce entwickelten Arnage oder Azure in Crewe vom Band liefen, repräsentierten das Continental GT Coupé und die Sportlimousine Flying Spur als erste Neuentwicklungen nach der Übernahme durch den deutschen Konzern das neue Gesicht von Bentley. Der hohe Kühlergrill und die kantige Karosserie gehörten nun der Vergangenheit an. Der Flying Spur erhielt stattdessen eine stärker nach aerodynamischen Gesichtspunkten geformten Aufbau, der durch Rundungen, ein flach und schmal zulaufendes Heck mit ausgeprägter Stufe und dezente Kotflügelverbreiterungen gekennzeichnet war. Vier Rundscheinwerfer und die Wabengitterauskleidungen für den Kühlergrill sowie die über die gesamte Breite des Fahrzeugs reichenden Öffnungen der Frontschürze unterstrichen den dynamischen Auftritt der Sportlimousine. In der Rückansicht wiesen zwei ovale Endrohre aus Chrom darauf hin, dass unter der Motorhaube des Flying Spur ein hochleistungsfähiges Aggregat arbeitete.

Im Flying Spur verbaut Bentley Zwölfzylinder mit Biturboaufladung

Für die Motorisierung des Flying Spur nutzte Bentley ein Aggregat mit zwölf Zylindern und zwei Turboladern, das aus dem Regal von Volkswagen stammte und in ähnlicher Form etwa für den VW Phaeton zum Einsatz kam. Im Flying Spur leistete der Motor der 6,0 Liter Hubraumklasse beim Marktstart der Limousinen-Baureihe maximal 412 kW (560 PS). Trotz eines Fahrzeuggewichts von rund 2,5 Tonnen schob der W12-Motor den Flying Spur innerhalb von rund 5,2 Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 Stundenkilometern. In der Spitze erreichte die an allen vier Rädern angetriebene Sportlimousine der Briten eine Geschwindigkeit von mehr als 310 km/h. Für eine Luxuslimousine mit nahezu 5,30 Metern Karosserielänge und einer Breite von gut 1,92 Metern war das ein Spitzenwert, mit dem der Flying Spur die Tradition Bentleys als Hersteller von sportlichen Modellen ziemlich eindrucksvoll fortsetzte.

Mit der Speed-Ausführung zeigt Bentley 2008 einen leistungsgesteigerten Flying Spur

Wem die Basisausführung der Sportlimousine nicht genügend Leistung bot, dem eröffnete Bentley im Jahr 2008 die Möglichkeit, eine leistungsgesteigerte Variante des Flying Spur zu bestellen. Das Spitzenmodell der Baureihe kam mit der treffenden Zusatzbezeichnung Speed in den Handel und verfügte über einen Zwölfzylindermotor mit einem Potential von bis zu 449 kW (610 PS). Das brachte den Sportlimousinen noch einmal eine deutliche Verbesserung ihrer Fahrleistungen: Die Spurtstrecke von Null auf 100 km/h legte der Flying Spur Speed in 4,8 Sekunden zurück, und das Tacho zeigte nun eine Höchstgeschwindigkeit von 322 Stundenkilometern an. Dazu verbauten die Bentley-Konstrukteure ein auf das sportlichere Verhalten der Speed-Modelle abgestimmtes Fahrwerk und passten Dämpfung und elektronische Systeme entsprechend an. Wie bei den herkömmlich motorisierten Flying Spur gab es eine sechsstufige Schaltautomatik, die sich wie bei vielen Sportwagen üblich auch über Schaltwippen am Lenkrad manuell betätigen ließ.

Im Jahr 2014 legt Bentley ein V8-Einstiegsmodell des Flying Spur auf

Für das Baujahr 2013 realisierte Bentley die erste Modellpflegemaßnahme für die Sportlimousinen, die nun als Flying Spur ohne den Zusatz Continental in den Handel kamen. Neben dezenten Umgestaltungen an der Front und bei der Form der Rückleuchten brachte das Facelift vor allem Optimierungen beim Gewicht und beim Schaltvorgang: So liefen die um gut 50 Kilogramm abgespeckten Flying Spur des Jahrgangs 2013 erstmals mit einer achtstufigen Schaltautomatik vom Band. Dazu stellten die Briten 2014 den Zwölfzylinder-Versionen eine Sportlimousine mit V8-Aggregat und 4,0 Litern Hubraum zur Seite. Das neue Einstiegsmodell der Baureihe lieferte im Flying Spur eine Leistung von bis zu 373 kW (507 PS) ab. Der Achtzylinder sorgte damit für eine Spurtzeit von 5,2 Sekunden auf der Strecke von Null bis 100 Stundenkilometer und trieb den Flying Spur auf eine Geschwindigkeit von 295 km/h an. Mit einem Durchschnittsverbrauch von knapp elf Litern und 254 g/km CO2-Ausstoß war das V8-Modell die sparsamste Sportlimousine im Programm des Bentley Flying Spur.

Technische Daten Bentley Flying Spur

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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