Gebrauchte Mercedes Kombi bei AutoScout24 finden

Mercedes Kombi

Mercedes Kombi - die Geschichte der T-Modelle

Mercedes-Benz bietet Kombis in der C- und E-Klasse mit dem Zusatz T für Transport und Touristik an. Darüber hinaus hat der deutsche Automobilkonzern auch zwei eigenständige Hochdachkombis in seiner Modellpalette. Um die Motorisierung voneinander abzugrenzen, verwendete der Hersteller zunächst folgende Buchstabenkombinationen für seine Kombis:

  • T für Modelle mit Benzinvergasermotoren
  • TE für Motoren mit einer Benzineinspritzung
  • TD für die Motorisierung mit Saugdieselmotoren
  • TD für Dieselmotoren mit Abgasturbolader

Mit der Einführung der C-Klasse von Mercedes im Jahr 1993 wurden diese Kürzel jedoch nicht mehr auf dem Heck angebracht. T-Modelle von Mercedes sind ausschließlich in der C- und in der E-Klasse, also in der Mittelklasse und in der oberen Mittelklasse erhältlich.

Den ersten Mercedes Lifestyle-Kombi gab es im Jahr 1978

Bis Ende der 70er-Jahre wurden Kombis überwiegend für Gewerbetreibende produziert, die eine möglichst variable Ladefläche benötigten, aber weniger Wert auf Komfort legten. Ende der 70er-Jahre jedoch wandelte sich das Bild. Kombis gewannen mehr und mehr Bedeutung als großzügige Familienautos. Diesem Trend schloss sich Mercedes 1978 mit dem ersten Lifestyle-Kombi an. Im Grunde war das T-Modell, das auf der Baureihe W123 basierte, eine Revolution. Bisher war noch kein eigenständiger Kombi von Mercedes produziert worden. Aus den Baureihen W114 und W115 waren zwar Mercedes Kombis bekannt, aber sie stammten von anderen Karosseriebauunternehmen und waren als Sonderfahrzeuge zum Beispiel als Leichen- oder Krankenwagen gebaut worden.

Frische Design-Ideen sorgen für ein Umdenken

In den 70er-Jahren war der Mercedes-Vorstand nicht dafür zu begeistern, einen Kombi für Handwerker zu bauen. Dafür waren seiner Ansicht nach die Nutzfahrzeuge von Mercedes besser geeignet. Die Designer, die für das Styling der neuen Mittelklasse 1973 verantwortlich waren, präsentierten trotzdem den Entwurf für einen Mercedes Kombi. Dieses Konzept eines großen Familienautos überzeugte und so gingen die ersten Mercedes Kombis noch im gleichen Jahr in Serie. Große Fensterflächen, ein üppiger Kofferraum und eine hochwertige Verarbeitung waren die Qualitätsmerkmale des ersten T-Modells von Mercedes. Zukunftsorientiert dachte man bereits über eine zusätzliche Sitzbank für Kinder und eine Rücklehne nach, die asymmetrisch geteilt werden konnte. In den Jahren 1978 bis 1985 baute Mercedes Kombis der S123er-Reihe, die 4,72 Meter lang waren. Es standen zwei Diesel- und drei Benzinmotoren zur Verfügung, deren Leistung zwischen 109 und 139 PS angesiedelt war. Der Einstiegspreis für die Basisversion lag damals bei etwa 24.000 D-Mark und damit deutlich über dem Basispreis für die Limousine aus der gleichen Baureihe.

Inzwischen sind die Mercedes Kombis fester Bestandteil der Modellpalette

In der Folgezeit gab es innovative technische und optische Veränderungen. Ab 1985 war das T-Modell der 124-Serie auch mit einem optionalen Allradantrieb erhältlich. Eine Reduzierung des Luftwiderstandes sorgte für einen geringeren Benzinverbrauch und eine optimierte Fahrleistung. Der 300 TE-24 ist mit 220 PS Ende der 80er-Jahre der leistungsstärkste Mercedes Kombi. Schon vier Jahre später erfolgte eine weitere Modellpflege. Optional stand nun ein AMG-Motor mit 3,6-Litern Hubraum zur Verfügung, der beeindruckende 220 PS auf die Straße brachte. Auch der Name bei den Mercedes Kombis änderte sich. Alle Modelle dieser Klasse wurden nun als E-Klasse bezeichnet. Mercedes hat für seine Kombis die Motorenpalette ständig erweitert. Die Kunden können nun unter fünf Dieselmotoren und acht Ottomotoren wählen. Mit dem von AMG getunten Mercedes Kombi E55 AMG T-Modell entsteht 1996 mit einem 5,5-Liter-V8-Motor der stärkste und schnellste Mercedes Kombi, der jemals vom Band lief.

Der Mercedes Kombi der Mittelklasse in der Modellübersicht und die Verkaufszahlen der Gesamtmodelle

Die Geschichte der Mercedes Kombifahrzeuge ist beeindruckend erfolgreich. In der Zeit zwischen 1993 und 2000 wurde der Nachfolger des 190er-Mercedes mit der Bezeichnung "C-Klasse" produziert. Dieses Modell war dann erstmals auch als Kombi lieferbar. Fast zwei Millionen Fahrzeuge der neuen C-Klasse liefern in diesen sieben Jahren vom Band. 2000 kam der Nachfolger aus der Baureihe 202 auf den Markt und war auch wieder als T-Modell erhältlich. Die Produktionszahlen der Serie blieben unverändert hoch. Seit 2007 ist ein neues C-Modell erneut auch als Kombi erhältlich. Da 2014 die neue C-Klasse präsentiert wird, ist es möglich, die Vorgängermodelle als Gebrauchtwagen oder Jahreswagen zu einem moderaten Preis zu finden.

Der Mercedes Kombi der Baureihe 212 in der E-Klasse

Die E-Klasse wird bei Mercedes als die obere Mittelklasse bezeichnet. Seit 2009 ist auch das aktuelle T-Modell der Baureihe 212 verfügbar, das auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt seine Weltpremiere feierte. Um den Komfort auf langen Strecken zu steigern, erhöhte man die Karosseriesteifigkeit. Außerdem verfügt dieser Mercedes Kombi über ein neu entwickeltes Fahrwerk mit sich automatisch an die Fahrsituation anpassenden Stoßdämpfern und über verbesserte Sitze. Alle Motoren entsprechen den Anforderungen der Schadstoffnorm Euro 5. Da es sich ausschließlich um Direkteinspritzer handelt, konnte der Kraftstoffverbrauch um etwa ein Viertel gegenüber den Vorgängermodellen reduziert werden. Mit einem cw-Wert von 0,25 hat dieses T-Modell in seiner Klasse den geringsten Luftwiderstand.

Mercedes Kombi - die Serienausstattung lässt kaum Wünsche offen

Ob als Dienstwagen oder Familienauto, ein Mercedes Kombi ist serienmäßig schon nahezu perfekt ausgestattet. Zu den Komponenten, die man in einem Neuwagen oder Gebrauchtwagen erwarten darf, gehören unter anderem:

  • • Komfort-Klimatisierungsautomatik (Thermatic), die getrennt für Fahrer und Beifahrer regelbar ist
  • • Direct-Control-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem
  • • Attention Analyst zur Analyse des Fahrverhaltens und Warnung bei Übermüdung und Unachtsamkeit
  • • Heckleuchten in LED-Technik
  • • Halogen-Tagfahrlicht
  • • Nebelscheinwerfer
  • • 16-Zoll-Leichtmetallräder
  • • Multifunktionslenkrad mit Nappaleder und Holzeinlagen (optional auch mit Aluminium)
  • • Reifendruckverlustwarnung
  • • Regen- und Lichtsensor
  • • elektrische Fensterheber vorn und hinten
  • • elektrische Höhen- und Lehneneinstellung der vorderen Sitze
  • • Farbdisplay
  • • Radio- und CD-System

Die Hochdachkombis von Mercedes

Auf der Basis der A-Klasse baute Mercedes in den Jahren 2001 bis 2005 einen Hochdachkombi unter dem Modellnamen Vaneo. Er war eigentlich als Handwerkerfahrzeug gedacht, konnte sich am Markt aber nicht überzeugend durchsetzen. Bis Februar 2005 wurden nur etwa 55.000 Exemplare des Vaneo produziert und verkauft. Dann stellte Mercedes die Produktion ein. Im Oktober 2012 präsentierte der Hersteller aus Stuttgart dann ein Nachfolgemodell, das unter der Bezeichnung Citan angeboten wird. Den Vaneo kann man mit etwas Glück heute noch gebraucht auf dem Markt finden. Er ist eine Kombination aus Minivan und Kombi und somit durchaus für Familien oder kleinere Handwerksbetriebe geeignet.

Fazit:

Obwohl der Hersteller nur sehr widerstrebend mit der Produktion von Kombis begann, wurden die T-Modelle von Mercedes ein voller Erfolg. Luxus in einer praktischen Karosserie macht die T-Modelle zu beliebten Dienstwagen, aber auch zu komfortablen Familienautos. Besonders in der E-Klasse, wo inzwischen im Kofferraum zwei zusätzliche Sitze für Kinder bis zu 1,40 Metern Körpergröße eingebaut werden können, ist er die luxuriöse Alternative zum Familienvan.