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Informationen zu Ruf Automobile

Die Ruf Automobile GmbH beschäftigt sich seit seiner Anerkennung als Automobilhersteller im Jahr 1983 vornehmlich mit der Veredelung von Porsche-Fahrzeugen, stellt aber auf Basis von Porsche-Rohkarosserien auch eigene Modelle her. Zudem verkauft Ruf gebrauchte Porsche- und Ruf-Fahrzeuge und hält diese instand bzw. führt Reparaturen durch. Bevor sich das Unternehmen von Alois Ruf Junior mit Sitz im oberschwäbischen Pfaffenhausen im Landkreis Unterallgäu auf diesen Zweig spezialisierte, bestand bereits eine längere Geschichte rund um Automobile seitens Alois Ruf Senior. Mittlerweile hat sich Ruf Automobile zu einem internationalen Unternehmen etabliert und hat Standorte in den USA, in Chile, Japan, Taiwan, Thailand, Singapur und in China. In Europa bleibt Ruf hingegen mit seinem Sitz in Pfaffenhausen alleinstehend.

Die Vorgeschichte zu Ruf Automobile

Die Geschichte von Ruf Automobile beginnt ganz klassisch mit einem ländlichen Kfz-Betrieb samt Werkstatt namens „Auto-Ruf“, der 1939 von Alois Ruf Senior in Pfaffenhausen gegründet wurde. Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs ergänzte ein Tankstellenbetrieb das kleine Unternehmen und weitere zehn Jahre später kam ein Busunternehmen hinzu, das allerdings separat zu Auto-Ruf geführt wurde. In den 60er Jahren setzte Alois Ruf den Grundstein für den Schwerpunkt des heutigen Unternehmens: Er begann sich intensiver mit der Wartung und Instandsetzung von Porsche-Sportwagen zu beschäftigen und sammelte nach und nach die ersten Erfahrungen, die Original-Modelle zu überarbeiten und mit höheren Leistungen auszustatten. So entstand 1975 schließlich ein erster Prototyp, genannt „Ruf Turbo 3,3“, dessen Basis der Porsche 930 (besser bekannt als Porsche 911 Turbo) war, der seinerzeit bereits als der schnellste Seriensportwagen Deutschlands galt – außerdem kam bei diesem Modell erstmalig ein Turbolader bei Porsche zum Einsatz. 1977 wurde aus dem Prototyp ein fertiger Sportwagen, der statt der 3,0 Liter Hubraum und 191 kW (260 PS) nun über 3,3 Liter zu 223 kW (303 PS) verfügte. Doch Ruf beschränkte sich nicht nur auf die Topmodelle von Porsche, sondern brachte auch den Saugmotor des Porsche 911 SC von 132 kW (180 PS) auf 160 kW (217 PS) und verkaufte ihn als „Ruf SCR“.

Die Geschichte von Ruf Automobile

Ruf in den 80er Jahren

Im Jahr 1981 beantragte Ruf seine Eintragung als Automobilhersteller beim Kraftfahr-Bundesamt und erhielt bald darauf die Anerkennung. So konnten sich Porsche-Besitzer nun offiziell mit der Umrüstung ihrer Fahrzeuge an Ruf Automobile wenden. Als erster Klassiker darf hier das Modell Ruf BTR genannt werden, das auf dem Porsche 911 Turbo bzw. Carrera basierte. Durch die Leistungssteigerung unter anderem im Zuge des auf 3,4 Liter vergrößerten Hubraums erreichte der BTR eine Leistung von bis zu 275 kW (374 PS). 1984 durchbrach das Modell erstmals knapp die 300-km/h-Grenze und auf der Rennstrecke in Ehra-Lessin erreichte es sogar 306 km/h. Mitverantwortlich für die höheren Spitzengeschwindigkeiten war das von Ruf eigens entwickelte Fünfganggetriebe, das die hohen Drehmomente besser auf die Straße bringen konnte als die vier Gänge des Porsche-Originals.

Noch mehr Bekanntheit erlangte das 1987 folgende Modell Ruf CTR, das auch als „Ruf Twin-Turbo“ bekannt ist – oder dank seiner gelben Farbe und seinem ersten öffentlichen Auftritt beim "World`s fastest cars"-Vergleich des US-Amerikanischen Automagazins "Road & Track" auch als „Yellowbird“. Der Ruf CTR gehört bereits zu den Supersportwagen und galt seinerzeit als schnellstes Serienfahrzeug der Welt, da er mit 342 km/h Spitze seine Konkurrenten Porsche 959, Lamborghini Countach 5000S, Isdera Imperator 108i, Ferrari Testarossa, Ferrari GTO, AMG-Mercedes und einen getunten RS-Porsche deutlich hinter sich ließ. Die Basis bildete erneut ein Porsche 911 Carrera mit 3,2 Litern Hubraum, bei dem unter anderem auf einige Elemente zur Gewichtsreduzierung verzichtet wurde, andere wurden durch leichtere Teile ersetzt. So kam der Ruf CTR dank 3,4 Liter Hubraum und Bi-Turbolader auf 345 kW (469 PS) und erreichte ein Drehmoment von bis zu 480 Nm.

Ruf in den 90er Jahren

Ab den 90er Jahren ging die Arbeit von Ruf Automobile weg vom klassischen 911 Carrera hin zum Porsche 964 Carrera und ab Mitte der 90er Jahre auch zum Porsche 993 Carrera. Als die beiden wichtigsten Modelle dieser Zeit gelten der RCT ab 1992 sowie der RCT EVO ab 1993, die beide auf dem 964 Carrera basierten und über Turbomotoren zu je 3,6 Liter Hubraum verfügten: Der RCT leistete 272 kW (370 PS) und der große Bruder RCT EVO bis zu 313 kW (425 PS) – RCT steht im Übrigen für „Ruf Carrera Turbo“. Ein weiteres wichtiges Modell ist der Ruf CTR 2 ab 1996, der erstmals über einen komplett mit der Karosserie verschweißten Überrollkäfig sowie über spezielle Lufteinlässe an den Heckflügeln zur Ladeluftkühlung verfügte. Der damit weiter optimierte 3,6-Liter-Turbomotor leistete bis zu 382 kW (520 PS), erreichte ein Drehmoment von maximal 685 Nm und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 340 km/h.

Ruf ab dem Jahr 2000

Ab der Jahrtausendwende nahm Ruf den Porsche 996 Carrera und erstmals auch den Porsche 986 Boxster ins Visier. Der erste modifizierte 996 basierte auf einem Saugmotor und erreichte als RGT bis zu 283 kW (385 PS). Weit mehr von sich reden machte aber der zweite 996-Abkömmling ab dem Jahr 2002, der als Rturbo mit zwei Turboladern bis zu 404 kW (550 PS) leistete und das bislang höchste Drehmoment von maximal 780 Nm erreichte. Außerdem gab es den Rturbo wahlweise als Hecktriebler oder mit Allradantrieb sowie mit zwei verschiedenen Karosserien. Mitte 2002 konnte die maximale Leistung des Rturbo sogar nochmals auf 434 kW (590 PS) erhöht werden.

Danach wechselte Ruf erneut seine Schwerpunktsetzung vor allem auf die Modelle Porsche 987, Porsche 997 und Porsche 991, die allesamt bis heute getuned von Ruf zu haben sind – zwischendurch kamen sogar der Porsche Cayenne und der Porsche Panamera auf Rufs Hebebühne. Keine Frage, mit den Leistungen bei Ruf ging es stetig nach oben, so ist unter den aktuellen Modellen auch keines mehr unter 400 PS dabei – mit Ausnahme des eRUF Roadster, oder auch „Greenster“ genannt, aus dem Jahr 2008: Der Elektromotor des Fahrzeuges kommt auf eine Leistung von „nur“ 270 kW (367 PS), aber wie bei Elektroautos üblich liegt das volle Drehmoment schon fast ab der ersten Umdrehung an und beträgt trotz der niedrigeren PS-Zahl satte 950 Nm.

Zwei weitere wichtige Modelle auf Basis der 997-Karosserie sind der Rt12 von 2004 und dessen Nachfolger, der Rt12 R von 2011: Beide haben einen 3,8-Liter-Biturbomotor als Grundlage, wobei ersterer schon 478 kW (650 PS) leistet, die R-Variante erreicht jedoch nochmal beeindruckende 537 kW (730 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 940 Nm. Das derzeitige Topmodell von Ruf ist erneut ein „Rt“: Der RtR leistet bis zu 590 kW (802 PS) und schlittert mit 990 Nm nur knapp an der 1000er-Marke vorbei.