Mercedes VLE (2026): Luxus-Van mit 800-Volt-Technik

Mit dem neuen VLE schlägt Mercedes bei seinen Großraumlimousinen ein neues Kapitel auf. Der Nachfolger der bekannten V-Klasse basiert auf einer komplett neuen Van-Plattform und soll künftig deutlich stärker als eigenständiges Pkw-Modell auftreten – nicht mehr nur als luxuriöse Variante eines Transporters.
Neuauflage mit Elektro-, Benzin- und Dieselantrieben
Die neue Architektur erlaubt sowohl Elektroantriebe als auch Benzin- und Dieselvarianten. Zum Marktstart Anfang März setzt Mercedes jedoch zunächst ausschließlich auf Strom. Den Einstieg bildet der rund 88.000 Euro teure VLE 300 mit Frontantrieb. Sein Elektromotor leistet 200 kW/272 PS und wird von einer 115-kWh-NMC-Batterie gespeist. Mercedes stellt eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern in Aussicht. Dank 800-Volt-Technik soll der Van in rund 15 Minuten Energie für etwa 320 Kilometer nachladen können. Zudem ist der VLE serienmäßig für bidirektionales Laden vorbereitet.
Im Sommer folgt mit dem VLE 400 eine Allradversion mit 305 kW/415 PS, deren Preis voraussichtlich deutlich über 90.000 Euro liegen wird. Die Topvariante beschleunigt in 6,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 180 km/h. Neben dem Allradantrieb ist optional auch eine Allradlenkung erhältlich, die den Wendekreis deutlich verkleinern soll.
Bildergalerie: Mercedes-Benz VLE (2026)

Alte V-Klasse bleibt vorerst im Programm
Ende 2026 soll eine günstigere Version mit 80-kWh-LFP-Batterie folgen, die rund 68.000 Euro kosten dürfte. Parallel dazu bleibt die bisherige V-Klasse zunächst im Programm, bis die neue Generation auch mit Verbrennungsmotoren verfügbar ist.
Mit 5,31 Metern Länge und 3,34 Metern Radstand bietet der VLE reichlich Platz für vier bis acht Personen. Neu entwickelte Sitze lassen sich dank integrierter Rollen leichter verschieben oder ausbauen. Optional sind luxuriöse Einzelsitze mit Liegefunktion erhältlich. Je nach Sitzkonfiguration stehen bis zu 4.000 Liter Stauraum zur Verfügung. Serienmäßig verfügt der VLE über elektrische Schiebetüren, die erstmals mit vollständig versenkbaren Fenstern kombiniert werden. Optional kann eine Luftfederung die Karosserie zudem um bis zu vier Zentimeter absenken.
Auf Wunsch noch digitaler und noch exklusiver
Auch digital orientiert sich der Van stärker an den Pkw-Modellen der Marke. Das Betriebssystem MB.OS vernetzt Infotainment, Assistenzsysteme und Ladeplanung und ermöglicht Over-the-Air-Updates. Optional spannt sich der MBUX Superscreen über die gesamte Cockpitbreite, bei der XL-Version inklusive eigenem Touchscreen für den Beifahrer. Für die Fondpassagiere steht zudem ein großer Deckenmonitor bereit, der den Innenraum auf Wunsch in eine mobile Kino- oder Business-Lounge verwandelt.
Langfristig plant Mercedes noch mehr Luxus: Für 2027 ist mit dem VLS eine noch exklusivere Variante auf Basis derselben Plattform angekündigt, die Komfort auf S-Klasse-Niveau bieten soll. (Text: hb/sp-x | Bilder: Hersteller)
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