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Sporttourer

Sporttourer Motorräder sind keineswegs ein fader Kompromiss aus Sportlern und Tourern, sondern kombinieren im Idealfall die Vorteile beider Motorradkategorien. Sporttourer erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit, speziell unter den älteren Bikern, die ja zunehmend den größten Teil der aktiven Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer stellen. Was ist dran an den sportlichen Alltagsmaschinen, von denen die meisten renommierten Hersteller wenigstens ein Modell im Programm haben? Von der verwöhnten und zahlungskräftigen Kundschaft werden an einen Sporttourer naturgemäß sehr hohe Ansprüche gestellt. Das Bike soll flinkes Kurvenwetzen ermöglichen, also handlich und wendig sein; auf der Autobahn soll es ein Mindestmaß an Windschutz bieten und stabil geradeaus laufen, halbwegs bequem soll es auch noch sein, ein Mitfahrer respektive Mitfahrerin sollte menschenwürdig untergebracht sein, und die optionale Anbringung eines Koffersystems sollte auch machbar sein. Das sind eine Menge Forderungen an ein einziges Motorrad, das dann zwar ruhig ein paar Euro mehr, aber auch nicht die Welt kosten darf.

Hersteller von Sporttourer Motorrädern

Wirkliche Sporttourer gibt es in der Geschichte des Motorrads kaum. Eine Art Pionier war in den siebziger Jahren die BMW R 90 S. Eigentlich war sie nicht mehr als die gestylte Schwester der biederen BMW R 90/6. Die "S" trug etwas Schminke in Form einer kleinen Lenkerverkleidung und einer angedeuteten Höckersitzbank. Italienische Dellorto-Vergaser ermöglichten gegenüber der bodenständigen Schwester eine Mehrleistung von 7 PS. Die 200-Stundenkilometer-Marke knackte die 67 PS starke R 90 S so gerade eben, ansonsten war sie nicht mehr als hübsch verpackte, im Grunde aber biedere Hausmannskost. Die Ansprüche sind deutlich gestiegen. Ein Sporttourer muss heute mehr mitbringen. Welche Modelle werden den gestiegenen Ansprüchen am ehesten gerecht? Ein zwiespältiges Angebot an Sporttourern kommt von BMW. Keine Verbeugung vor der seligen R 90 S! Den Einstieg markiert die F 800 ST, eine vollkommen untypische BMW mit Zweizylinder-Reihenmotor und 86 PS. Gewiss kein schlechtes Motorrad, aber vollkommen beliebig. Eine Vernunftentscheidung ab 9.770 Euro. Einen allzu vernünftigen Eindruck macht die BMW K 1300 S dagegen keinesfalls. Für 15.950 Euro traben hier 175 Pferde an und ziehen den mächtigen Sporttourer auf 285 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit. Was Fans der weißblauen Marke indes vermissen, ist ein klassischer Sporttourer, mit 1200-er Boxermotor (den gibt es ja schon, mit 110 PS!), Speichenrädern, wenig Gewicht und kleiner Lenkerverkleidung. Ein optisch nostalgischer, doch technisch höchst moderner Sporttourer. Der Markt dafür ist da, der vermutlich recht hoch angesetzte Neupreis würde von echten BMW-Fans auch bezahlt werden. Bei Ducati werden Sporttourer-Fans leider nicht fündig, und bei Harley Davidson schon gar nicht. Individualisten werden bei Triumph fündig. Die Briten setzen schrullig auf drei Zylinder und haben dieses Prinzip mittlerweile perfektioniert. Die Triumph Sprint GT meistert den Spagat zwischen Sport und Tour am besten. 130 PS, 230 km/h Spitze, dezent verpackt, für 13.200 Euro. Sporttourer Motorräder gebraucht kaufen ist eine gute Alternative. Die Motoren werden nicht überfordert, weil sie für den regulären Straßenverkehr viel zu kräftig sind. Am wichtigsten beim Gebrauchtkauf ist der Wartungsnachweis. Abgefahrene Reifen können durchaus einen Preisabschlag von 500 Euro rechtfertigen, auch wenn die Reifen selbst nur 350 Euro Kosten. Schlimm ist jedoch die Tatsache, dass überhaupt noch Motorräder mit abgefahrenen Reifen verkauft werden.