Informationen zu Mitsubishi Carisma
1995 wurde der erste Mitsubishi Carisma produziert, damals noch in den
Niederlanden. Das Familienauto war vor allem, was das Raumangebot
angeht, schon damals recht komfortabel. Im Kofferraum fand das
Familiengepäck Platz, im Innenraum hatten auch die hinteren
Insassen Beinfreiheit.
Voll beladen überstieg der Verbrauch dennoch nicht die
10-Liter-Marke. Ein paar unpraktische Lösungen, wie die
schlecht bedienbare Klimaautomatik, musste sich das erste
Carisma-Modell aber trotzdem eingestehen. Diese wurden in der zweiten
Auflage ab 2000 beseitigt. Danach glänzte der Wagen vor allem
mit einfacher Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit (durch eine
größere Heckscheibe) und aktualisierter
Grundausstattung.
Zum Basispreis erhielt man vier Airbags, ABS, elektrische und
beheizbare Außenspiegel, vier elektrische Fensterheber und
eine sparsame Klimaautomatik. Um jedem Anspruch gerecht zu werden, gab
es den Mitsubishi Carisma in verschiedenen Varianten:
„Classic“, „Comfort“,
„Avance“ und „Elegance“. Alle
Modelle konnten auf Wunsch mit Automatikgetriebe oder Allradantrieb
geliefert werden. Bei der Motorisierung hatte man die Wahl zwischen dem
von Mitsubishi
entwickelten GDI-Motor mit Benzin-Direkteinspritzung und 90 kW/122 PS,
einem konventionellen 1,6-Liter-Benziner mit 76 kW/103 PS und zwei
1,9-Liter Common-Rail-Dieselmotoren mit 75 kW/102 PS oder 85 kW/115 PS.
Ein Mangel blieb aber auch nach der Überarbeitung: Die
Beschleunigung ist nicht die Beste. Das macht sich vor allem beim
Überholvorgang bemerkbar. Derselbe Effekt tritt auch bei
längerer Beschleunigung auf. Bis der Mitsubishi Carisma seine
Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreicht hat, vergeht eine
ganze Weile. Zum sportlichen Fahren ist er also nicht geeignet, aber
diesen Anspruch muss ein Familienauto wie der Carisma auch nicht
unbedingt erfüllen. Seitdem die Produktion 2004 eingestellt
wurde, gilt der Mitsubishi
Lancer als Nachfolger des Carisma.